Presseschau – 30. September 2026
NZZ
Öffentlich inszeniertes Sterben: Die letzten Tage eines Schriftstellers
Der an Krebs erkrankte Autor Joachim Lottmann dokumentiert seinen Kampf gegen den Krebs auf Facebook. Damit steht er in einer langen Tradition.
Die Welt
Wenn die Identitätssuche zur Staatskrise wird
Wie verkraftet man die Krebserkrankung der eigenen Mutter, das Ende der ersten großen Liebe und das neue Leben fern der Heimat? In seinem Debütroman findet Sänger Betterov darauf eine ungewöhnliche Antwort.
FAZ
Kann Schreiben heilen?
Im Hölderlinturm trifft Poesie auf Therapie: Die kleine Sonderausstellung „Schreiben für die Seele“ zeigt, wie Texte Krisen lindern können. Ihre Stärken liegen allerdings ausgerechnet jenseits der Literaturgeschichte.
Franfurter Rundschau
Die Not wird für alle reichen
Autorin Kerstin Preiwuß veranstaltet ein „Rodeo“ mit gnadenlos makaberer Lyrik.
Die Presse
„Vor dem Krieg verstecken? Es geht darum, sich nicht vor sich selbst zu schämen“
Der ukrainische Schriftsteller Artem Tschech hat einen autobiografischen Roman über seine Erfahrungen als Frontkämpfer, die Zerbrechlichkeit des Lebens im Krieg und seine Rettung durch die Musik veröffentlicht. Ein Gespräch in Kiew während eines Luftalarms.
Süddeutsche Zeitung
Eine Frau hat das Warten satt
Als Odysseus endlich aus Troja heimkehrt, bricht seine Frau zu einem Abenteuer auf: Ulrike Draesner liest in treibendem Rhythmus „penelopes sch()iff“, ihr Sequel zum Epos, als Hörbuch ein.
Süddeutsche Zeitung
Bitte sprechen Sie nach dem Doppelpunkt
In seinem Audio-Verlag Supposé hat Klaus Sander große Porträts geschaffen, etwa von Dieter Wellershoff und Peter Kurzeck. Dass sie jetzt als prächtige Bücher erscheinen, hat mit den Grenzen des Hörbuchmarktes zu tun.
Süddeutsche Zeitung
Etwas Schönes konnte geschehen
Eine junge Frau sucht sich selbst – und findet ihre vor Jahren verschwundene Mutter. Leh-Wei Liao erzählt in ihrem Debütroman „Glaszeit“ von einem Leben, in dem es keine Sicherheit gibt.
Süddeutsche Zeitung
Zerfaserland
In seinem Debütroman „Zweifelssohn“ schickt Max Czollek sein gequältes Alter Ego von Wien nach Rügen – stark angelehnt an Christian Kracht.
Süddeutsche Zeitung
Trittst du mich, dann tret’ ich dich
Lauren Groff gehört zu den stärksten Autorinnen der USA. In dem Kurzgeschichtenband „Raufbold“ erzählt sie von widerständigen Frauen und der ewigen Angst, zurückgelassen zu werden.
Süddeutsche Zeitung
Das Wunder von Harlem
Gemessen an seinen Auszeichnungen ist Colson Whitehead der bedeutendste lebende Autor der USA. Jetzt hat er eine monumentale Trilogie abgeschlossen, die von Amerikas feierlichem Selbstverständnis nicht viel übrig lässt.
Süddeutsche Zeitung
Er meint es ernst
Mit seinem zweiten Roman „Wolkenberührpunkt“ will der Schriftsteller Christoph Kramer sich von seinem prominenten Fußballernamen lösen. Begegnung mit einem Schreibprofi.
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Online seit: 30. September 2026
Zuletzt geändert: 1. Okt. 2026
