Presseschau – 3. November 2026

Prix Gon­court für Phil­ip­pe Jaena­da / Bon­nie Gar­mus / Jiří Weil / Karosh Taha / Joseph von West­pha­len 1945- 2026 / Gott­fried Benn / Andre­as Neu­meis­ter 1959 ‑2026 / Chris­toph Gei­ser / Dani­el Glatt­au­er / Botho Strauß …

Die Welt
Wer ein Fai­ble für Amé­lie oder Wes Ander­son hat, wird ent­zückt sein
Mit „Peck & Peck“ möch­te Bon­nie Gar­mus an ihren Welt­erfolg „Eine Fra­ge der Che­mie“ anknüp­fen. Die Sto­ry spielt in den 1980ern. Es geht um ein The­ma, das auch schon damals wie aus der Welt gefal­len schien.

FAZ
Mos­kau ist für die Des­il­lu­sio­nier­ten schon Asi­en
Jiří Weil war über­zeug­ter Kom­mu­nist. Sein Roman „Mos­kau – Die Gren­ze“ von 1937 wur­de jetzt neu auf­ge­legt. Er ist eine muti­ge Ant­wort auf den Beginn des sta­li­nis­ti­schen Ter­rors, dem der Autor selbst mit knap­per Not ent­rann.

FAZ
Eure Mün­der wer­den gegen euch aus­sa­gen
Schutz- und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit sind Teil des poe­ti­schen Pro­gramms: Karosh Taha fin­det in ihrem Roman „Guli­stan“ eine Form für das Unsag­ba­re.

FAZ
Er stand quer zum Zeit­geist, wo immer er ihn traf
Mit sei­nen „Ent­rüs­tun­gen“ erreg­te er Auf­se­hen, sein Alter Ego schick­te er in den diplo­ma­ti­schen Dienst, und eine lite­ra­ri­sche Fik­ti­on berei­te­te sei­nem Dok­tor­va­ter Ver­gnü­gen. Jetzt ist Joseph von West­pha­len mit 81 Jah­ren gestor­ben.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ben­ns Brief­wech­sel mit sei­ner Toch­ter Nele: Lie­ben und lie­ben las­sen
32 Jah­re lang schrie­ben Gott­fried Benn und sei­ne Toch­ter Nele ein­an­der – trotz allem, was zwi­schen ihnen stand. Nele erfuhr vom Tod ihres Vaters aus der Zei­tung.

Ber­li­ner Zei­tung
Nur mal kurz das Lite­ra­tur­haus ret­ten: Oli­ver Zil­le hat einen Zwi­schen­job
Der heu­ti­ge Ruf der Leip­zi­ger Buch­mes­se ist mit sei­nem Namen ver­bun­den. Jetzt braucht man ihn in der Bran­che wie­der, für ein klei­nes, fra­gi­les Pro­jekt.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Im Ide­al­fall ist Pop auch popu­lär“
Der DJ und Dich­ter Andre­as Neu­meis­ter schrieb den Sound und den Rhyth­mus der Gegen­wart mit. Wo er auf­tauch­te, war alles inter­es­sant. Jetzt ist er im Alter von 67 Jah­ren gestor­ben.

Süd­deut­sche Zei­tung
Der Prix Gon­court geht an Phil­ip­pe Jaena­da
Der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler erhält in die­sem Jahr die bedeu­tends­te Aus­zeich­nung Frank­reichs für Lite­ra­tur. Das ent­schied die Jury bei ihrer tra­di­tio­nel­len Sit­zung im Pari­ser Restau­rant Drouant in Paris.

Süd­deut­sche Zei­tung
Bit­te nicht als Serie ver­fil­men
Der gro­ßen Schwei­zer Saga sei­ner frü­he­ren Roma­ne fügt der Schrift­stel­ler Chris­toph Gei­ser mit der „Spur der Hasen“ eine rus­si­sche Groß­mutter hin­zu, die aus einer jüdi­schen Fami­lie stamm­te: Eine wider­stän­di­ge Lebens­ge­schich­te.

Der Stan­dard
Deut­scher Sati­ri­ker und Jour­na­list Joseph von West­pha­len gestor­ben
Der Autor starb im Alter von 81 Jah­ren. Bekannt wur­de er unter ande­rem mit sati­ri­schen Roma­nen rund um sein Alter Ego, den Diplo­ma­ten Har­ry von Duck­witz

Die Zeit
Weih­nach­ten mit Deutsch-Draht­haar
Dani­el Glatt­au­er wärmt woh­lig in der dunk­len Jah­res­zeit.

Die Zeit
Ich wer­de ihn beim Wort neh­men
Wie kann man auf die Idee kom­men, Botho Strauß sei nur ein Dich­ter? Er ist doch auch ein Favo­rit der Rechts­po­pu­lis­ten. Aber dazu schweigt er. Eine Ent­geg­nung auf mei­nen Kol­le­gen Ijo­ma Man­gold.

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Online seit: 3. Novem­ber 2026

Zuletzt geän­dert: 3. Nov. 2026