Presseschau – 3. Juli 2024

Klop­stock, der ers­te Pop­star der deut­schen Lite­ra­tur / Rus­si­scher Fake-Dich­ter outet sich / Fon­ta­ne in ein­fa­cher Spra­che / Sha­shi Tha­ro­or / Tama­ra Sta­j­ner …

NZZ
Ein Fake-Dich­ter macht Kar­rie­re: Die Kunst­fi­gur Gen­na­di Raki­tin schreibt nach Nazi-Vor­bil­dern rus­si­sche patrio­ti­sche Gedich­te
Ende Juni hat sich „Raki­tin“ geoutet. Seit ver­gan­ge­nem Jahr hat­ten rus­si­sche Kriegs­geg­ner unter dem fik­ti­ven Namen bil­li­ge Kriegs­ly­rik publi­ziert. In der Duma kamen sei­ne Wer­ke gut an.

NZZ
Influen­cer im Namen des Herrn: Fried­rich Gott­lieb Klop­stock sah sich selbst als Kro­ne der Dicht­kunst. Heu­te gibt es von ihm gera­de noch ein Reclam-Bänd­chen
Goe­the ver­dank­te ihm viel, Les­sing fand ihn erha­ben, aber drö­ge: Vor 300 Jah­ren wur­de Fried­rich Gott­fried Klop­stock gebo­ren.

FAZ
Ein enges Feld
Ein Ver­lag hat KI benutzt, um Fon­ta­nes „Effi Briest“ in ein­fa­che Spra­che umzu­wan­deln. Scha­de nur, dass Künst­li­che Intel­li­genz offen­bar noch düm­mer ist als die Idee.

FAZ
Oden für die unnah­ba­re Gelieb­te
Berühmt wur­de er mit sei­nem „Mes­si­as“, aber sein Werk ist sehr viel umfang­rei­cher. Zum heu­ti­gen 300. Geburts­tag wid­met Kai Kauff­mann dem Dich­ter Fried­rich Gott­lieb Klop­stock eine Bio­gra­phie.

FAZ
Die­ter Lan­ge­wie­sche für his­to­ri­sche Pro­sa geehrt
Nach einer Pau­se von fünf­zehn Jah­ren ver­leiht die Ber­li­ner Aka­de­mie der Küns­te wie­der ihren Lion-Feucht­wan­ger-Preis für his­to­ri­sche Pro­sa. Die Wahl der Jury fiel auf einen Fach­his­to­ri­ker: Die­ter Lan­ge­wie­sche.

Die Pres­se
Miran­da July: Ein Road­trip endet beim ers­ten Motel
Miran­da July lässt in ihrem Roman „Auf allen vie­ren“ ihre Hel­din aus­flip­pen.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Ich habe her­aus­ge­fun­den, wozu man fähig ist – zu allem“
Pri­va­ter Tota­li­ta­ris­mus in sen­sa­tio­nel­ler, nüch­ter­ner Rein­form: Annie Ernaux beschreibt „Eine Lei­den­schaft“.

Tages­spie­gel
Sha­shi Tha­ro­ors „Zeit der Fins­ter­nis“: Groß­bri­tan­ni­ens „Kolo­ni­al­ho­lo­caust“ in Indi­en
Der indi­sche Schrift­stel­ler, Diplo­mat und Poli­ti­ker Sha­shi Tha­ro­or bringt Licht in die auch erin­ne­rungs­po­li­tisch umkämpf­te Kolo­ni­al­herr­schaft der Bri­ten. Und er zeich­net ein Bild, das sie vor allem als Zer­stö­rer und Aus­beu­ter Indi­ens zeigt.

Die Zeit
„Ich!“
Er war der ers­te Pop­star der deut­schen Lite­ra­tur: Fried­rich Gott­lieb Klop­stock, gebo­ren vor 300 Jah­ren, mach­te die Dicht­kunst zum Ereig­nis und die Emp­find­sam­keit zur Tugend. Lässt er sich heu­te noch lesen?

Die Fur­che
Kelag-Preis an Tama­ra Sta­j­ner: Lau­da­tio
Tama­ra Sta­j­ner erhielt für ihren Text „Luft nach unten“ den Kelag-Preis. Wir brin­gen hier die Lau­da­tio von Bri­git­te Schwens-Har­rant, die als Juro­rin die Schrift­stel­le­rin zu den Tagen der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur (Bach­mann­preis) nach Kla­gen­furt ein­ge­la­den hat.

Die Fur­che
Iris Wolffs neu­er Roman „Lich­tun­gen“ reflek­tiert Kind­heits­freun­de und ihre Wie­der­ver­ei­ni­gung
Mit viel Fein­ge­fühl ent­führt Iris Wolff in „Lich­tun­gen“ ins Rumä­ni­en der deutsch­spra­chi­gen Min­der­heit.

Die Fur­che
Toxi­sche Pom­mes: Debüt­ro­man „Ein schö­nes Aus­län­der­kind“
„Toxi­sche Pom­mes“ ist bekannt für ihren bis­si­gen Humor auf Tik­tok und im Kaba­rett­pro­gramm „Ket­chup, Mayo und Ajvar“. Nun zeigt sie in ihrem Debüt­ro­man „Ein schö­nes Aus­län­der­kind“ den mit Hür­den gespick­ten Weg der Inte­gra­ti­on auf.

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Online seit: 2. Juli 2024

Zuletzt geän­dert: 4. Juli 2024