Presseschau – 28. Oktober 2026
NZZ
„Meine erbärmlichen Gedichte“: Bevor Mircea Cartarescu zum grossen Romancier wurde, schrieb er gegen den Kommunismus an
Der rumänische Schriftsteller Mircea Cartarescu zählt zu den bedeutendsten Erzählern der Gegenwart. Begonnen hat er als junger Lyriker in einer untergehenden Diktatur.
Die Welt
Deutschland hat Peter Weiss zu früh vergessen
Mit 29 Jahren wurde Libertas Schulze-Boysen in Plötzensee hingerichtet. Ihr Leben führt in die Widersprüche des deutschen Widerstands – und zu dem Schriftsteller Peter Weiss, dessen kaum noch gelesenes Hauptwerk plötzlich verblüffend gegenwärtig erscheint.
FAZ
Das ewige Leben bedeutet nur Gleichgültigkeit
Ein Journalist wittert eine Geschichte über eine Kommune Unsterblicher und reist dafür auf eine griechische Insel. Angereichert mit mythologischem Stoff, weiß der Roman „Gavdos“ nur nicht so recht, wohin mit seinem Material.
FAZ
Ich könnte ein anderer sein
Was widerfährt jemandem, dem ein Elternteil verstirbt? In „Vatertag“ erzählt Hans-Joachim Gögl von dem ungewöhnlichen Versuch eines Sohnes, dem Vater nahe zu bleiben.
FAZ
Im Verschweigen vereint
Susan Choi schafft in ihrem in den USA gefeierten Roman „Leuchtzeichen“ zwei große Leseerlebnisse. Doch die Geschichte zerfällt.
FAZ
Zu den ältesten Dichtern zählen die Heuschrecken
Auf Homers Spuren: Die englische Dichterin Alice Oswald schreibt mit „Rhapsody“ ein einzigartiges poetisches Manifest.
FAZ
Post aus dem Sturm und Drang
52 Schreiben mehr als in der Werkausgabe: eine Online-Ausgabe aller derzeit bekannten Briefe des jung gestorbenen Sturm-und-Drang-Schriftstellers Jakob Michael Reinhold Lenz.
FAZ
Der Spiegel, in dem man nur sich selbst nicht erkennt
Heute vor 300 Jahren erschien ein satirischer Roman, der unseren Blick auf die Welt geändert hat: Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“.
Frankfurter Rundschau
Ein Mann, zwei Leidenschaften
Troja gefunden, aber nicht das Glück. Gregor Sander vertieft sich in das Leben von Heinrich Schliemann. Von Tanja Wessendorf
Süddeutsche Zeitung
Wie man der Gegenwart kündigt
Der Schriftsteller Botho Strauß stellt in seinem Alterswerk „Bleiben und Blicken“ auf verstreute Szenen scharf. Die späten Tage ziehen vorüber. Es verharren: vielleicht ein paar Gefährten wie sein Sohn.
Süddeutsche Zeitung
„Gerade ein Mädel, das kann sehr gut werden“
Als politischer Kommentator war Sebastian Haffner maßgeblich für die Bundesrepublik, seine Romane aus jungen Jahren fand er selbst nicht gut. Jetzt erscheint „Die Tochter“ und zeigt, dass er in der Sache unrecht hatte.
Die Zeit
Prag von unten
Das Haus von Jáchym Topol hat eine Luke, die in eine schier endlose Gewölbelandschaft führt. Wo der tschechische Schriftsteller als Kind spielte, versteckten sich die Dissidenten. Katharina Teutsch hat mit ihm über seinen neuen Roman und die neue Angst vor den Russen in seinem Land gesprochen.
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Online seit: 28. Oktober 2026
Zuletzt geändert: 29. Okt. 2026
