Presseschau – 27. Januar 2024

Karl-Mar­kus Gauß / Lou­is-Fer­di­nand Céli­ne / Ilse Hel­bich 1923 – 2024 / Alfred Koma­rek 1945 – 2024 / Mar­tin Prinz / Syl­vain Tes­son / David Gross­man …

Boccaccio.cc
In acht­zig Tagen … (IV)
Tage­buch mei­ner Insol­venz­ver­schlep­pung – Tag 70

FAZ
Weg­ge­fähr­te der Rechts­extre­men – oder etwa doch nicht?
Der unge­lieb­te Schirm­herr: In Frank­reich tobt ein unver­söhn­li­cher Streit um den als reak­tio­när kri­ti­sier­ten Rei­se­schrift­stel­ler Syl­vain Tes­son.

FAZ
Karo­li­ne von Gün­der­ro­de: „Vor­zeit, und neue Zeit“
Mehr Eigen­sinn, als ihre Zeit ver­kraf­ten konn­te: Die­se Dich­te­rin wuss­te die trost­lo­sen Sei­ten einer auf­ge­klär­ten und rein ratio­na­len Welt­sicht in Wor­te zu fas­sen.

FAZ
„Tat­säch­lich ver­traue ich den Aus­sa­gen der Hamas“
Der israe­li­sche Schrift­stel­ler David Gross­man hält auch nach dem Mas­sa­ker vom 7. Okto­ber an der Zwei­staa­ten­lö­sung fest. Die Israe­lis sei­en dazu ver­dammt, mit der Hamas Geschäf­te zu machen.

Die Pres­se
Kult­au­tor Alfred Koma­rek gestor­ben
Der Autor schrieb in sei­nen 78 Jah­ren rund 80 Bücher. Bekannt wur­de er mit den Buch­rei­hen rund um Dani­el Käfer und Gen­dar­men Simon Polt.

Die Pres­se
Autorin Ilse Hel­bich ver­stor­ben
Die Wie­ne­rin begann ihre lite­ra­ri­sche Kar­rie­re als Autorin erst mit 65. Ihren ers­ten Roman brach­te Ilse Hel­bich mit 80 her­aus, ihr Lyrik­de­büt „Im Gehen“ erschien mit 94 Jah­ren. Nun ist sie im hohen Alter von 100 Jah­ren in ihrer Geburts­stadt Wien ver­stor­ben.

Die Pres­se
Lou­is-Fer­di­nand Céli­nes 1944 ver­schwun­de­ner Roman ist jetzt ver­öf­fent­licht
1944 ver­schwand Lou­is-Fer­di­nand Céli­nes Manu­skript, 2004 tauch­te es wie­der auf. Nun liegt sein Roman „Krieg“ auf Deutsch vor: Wort­akro­ba­tik in Rouge-et-Noir-Optik.

Die Pres­se
Gaš­per Kralj lässt in sei­nem Roman ein Leben auf Kas­zet­teln notie­ren
Ein slo­we­ni­scher Über­set­zer und eine kata­la­ni­sche Archi­tek­tin gehen eine selt­sa­me Bezie­hung ein: Er erforscht die Spu­ren sei­ner Groß­mutter, sie ergänzt sei­ne Noti­zen und reno­viert das Haus ihres Vaters. Gaš­per Kral­js „Split­ter eines Lebens“ weicht mit merk­wür­di­ger Kon­se­quenz den kon­ven­tio­nel­len Erwar­tun­gen aus.

Die Pres­se
Die Welt ist ein getarn­ter Kuchen
Clicks gene­rie­ren ist das obers­te Prin­zip, selbst wenn neben­bei die Welt brennt. Eli­as Hirschls sati­ri­scher Roman über eine Con­tent-Farm bringt zum Stau­nen und zum Lächeln.

Die Pres­se
Juri Andrucho­wytsch: Russ­land wur­de viel zu oft ver­zie­hen
In sei­nen Essays ana­ly­siert Juri Andrucho­wytsch, wie es zum Über­fall auf die Ukrai­ne kam.

Die Pres­se
In Cho Nam-Joos Roman lebt eine Frau mit 37 noch bei ihren Eltern
Cho Nam-Joos Roman „Wo ich woh­ne, ist der Mond ganz nah“ führt in ein moloch­ar­ti­ges Seo­ul, in dem die Men­schen von Immo­bi­li­en­hai­en hin und her gescho­ben wer­den.

Die Zeit
Die Kaf­ka
Über einen Schrift­stel­ler, der die Schre­cken des 20. Jahr­hun­derts beschrieb – und dabei zum gro­tes­ken Humor fand.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Die Ukrai­ne – vom Rand ins Zen­trum“: Gegen Zumu­tung und Zwang
Eine klei­ne Ukrai­ne-Biblio­thek (49): der Sam­mel­band „Die Ukrai­ne – vom Rand ins Zen­trum“.

Tages­spie­gel
„Mein Herz schlägt am Box­ha­ge­ner Platz“
Er lebt in Fried­richs­hain und erin­nert in sei­nem neu­en Roman an eine Zeit, als es fast ein Bekennt­nis war, in wel­chem Bezirk man wohn­te. Til­man Birr im Gespräch über die Nuller­jah­re in Ber­lin – und heu­te.

Der Stan­dard
Der kri­ti­sche Beob­ach­ter Karl-Mar­kus Gauß über Anti­se­mi­tis­mus heu­te
Der Schrift­stel­ler und Den­ker über lin­ke Intel­lek­tu­el­le im Wes­ten, woke Cam­pus­ra­di­ka­li­tät und den „neu­en“ Anti­se­mi­tis­mus ver­meint­lich fort­schritt­li­cher Leu­te

Der Stan­dard
Manès Sper­bers Werk wirkt wider das Ver­ges­sen
Sein von Flucht­er­fah­run­gen gepräg­te lite­ra­risch-essay­is­ti­sche Werk erscheint 40 Jah­re nach sei­nem Tod in einer Neu­aus­ga­be

Der Stan­dard
„Polt“-Autor Alfred Koma­rek 78-jäh­rig gestor­ben
Das Ende wuss­te er. Das Schwie­rigs­te sei der Anfang, sag­te der preis­ge­krön­te Schrift­stel­ler, der mit sei­nen Büchern das Wein­vier­tel bekannt mach­te und Tole­ranz leb­te.

Süd­deut­sche Zei­tung
Die Ver­wand­lung
Die Prot­ago­nis­tin in Anna Met­cal­fes Debüt „Chry­sa­lis“ nimmt sich, was sie will, sti­li­siert sich selbst zur Iko­ne einer suchen­den Gesell­schaft – und taucht in dem Roman selbst nie auf.

Süd­deut­sche Zei­tung
Der kom­men­de Auf­stand
Vie­le Ver­le­ger sind unzu­frie­den mit der Leip­zi­ger Buch­mes­se, sogar die Idee einer Kon­kur­renz­ver­an­stal­tung kur­siert. Auf die neue Direk­to­rin war­ten gewal­ti­ge Auf­ga­ben.

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Online seit: 27. Janu­ar 2024

Zuletzt geän­dert: 28. Jan. 2024