Presseschau – 26. Oktober 2026
NZZ
Der Autor Joachim Lottmann ist mit 70 Jahren verstorben
Die neuesten Meldungen aus dem Feuilleton.
NZZ
Persönliche Geisel von Wladimir Putin: Ein amerikanischer Journalist sucht im russischen Gefängnis nach dem Ich
491 Tage lang ist Evan Gershkovich vom „Wall Street Journal“ eine Geisel des Kreml. Im August 2024 kommt der Amerikaner in einem spektakulären Gefangenenaustausch gegen den „Tiergartenmörder“ frei. In seinem neuen Buch seziert er das System Putin.
Die Welt
„Was hast du dir eigentlich dabei gedacht, mich zwei Jahre in deinen Keller zu sperren?“
Oskar Roehler macht aus den Abgründen seines Lebens radikale Bücher und Filme. Sein neuester Roman ist eine Abrechnung mit dem Vater. Der präsentierte den verwahrlosten Sohn mit einem besonderen Ritual auf Literaturbetriebspartys.
Die Welt
„Das wäre natürlich auch ein Happy End, auf diese Weise zu sterben“
Joachim Lottmann ist tot. Zuletzt lag der Schriftsteller in Wien auf der Palliativstation. Der Krebs hatte den ganzen Körper befallen. Hin und wieder musste er weinen, als wir ihn besuchten. Und sagte doch: Es ist ein Happy End.
FAZ
Wie man alte Tanten und den Weltgeist überlistet
Verstörend weitsichtig: Als letztes Buch aus seinem Nachlass erscheint Sebastian Haffners erster Roman, „Die Tochter“, über eine Jugend unter militärischer Aufsicht.
FAZ
Alles funktioniert, doch nichts geht mehr
Der Blick auf die Gegenwart, einmal lyrisch, einmal prosaisch: Kerstin Preiwuß bringt gleichzeitig den Gedichtband „Rodeo“ und den Roman „Wir alle“ heraus.
FAZ
Vollkommen unvergänglich
Michael Krügers jüngster Gedichtband, „Die Wiedereinführung der Sanduhr“, zeigt einen Lyriker, der trotz ablaufender Zeit noch viel zu sagen hat.
FAZ
Die wildeste Truppenschau in der modernen Geschichte
Hügellandschaft des Widerstands: Beppe Fenoglios 1952 erschienener Kriegsgeschichtenklassiker „Die 23 Tage der Stadt Alba“ in einer fragwürdigen Übersetzung.
FAZ
Begleitung erwünscht, beim Unterhosenkauf
Zwischen Hybris, Verzweiflung und Liebesverlangen: Mit Rolf Dieter Brinkmanns frühen Briefen beginnt eine dreibändige Ausgabe der Korrespondenz des Dichters.
FAZ
Wem haben wir diese verwöhnte Literatur zu verdanken?
Wer sich nur für die Gegenwart interessiert, versteht sie nicht: Bericht von einer unterhaltsamen und auch zum Widerspruch reizenden Preisverleihung der Akademie für Sprache und Dichtung.
FAZ
Ich habe meinen Kopf noch nie von oben gesehen
Müßiggang ist aller Laster Anfang: Wie es ist, Georg Büchners „Leonce und Lena“ nachts in der Berliner Ringbahn zu lesen, während draußen der Wald brennt.
FAZ
Schriftsteller Joachim Lottmann gestorben
Der Schriftsteller Joachim Lottmann galt manchen als Nestor einer zweiten Welle deutschsprachiger Popliteratur in den Neunzigerjahren. Nun ist er in Wien gestorben
Frankfurter Rundschau
Christine Wunnicke ausgezeichnet – Leonce und Lena in der Berliner Ringbahn
Die Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält den renommierten Literaturpreis. Ihre Dankesrede für den Georg-Büchner-Preis ist eine Erzählung über eine Frau in der Nacht.
Frankfurter Rundschau
José F. A. Olivers „Spracheln“ – Wie viel Tod bedeutet Tod?
Der Lyriker Oliver erfindet im neuen Band die deutsche Sprache neu – mit Worten wie „augohr“ und „vorüberheiten“. Sein häufigster Begriff verrät dabei viel über die Haltung hinter den Versen.
Tagesspiegel
Zum Tod des Schriftstellers Joachim Lottmann: Selbst das eigene Sterben hat er zu einem Roman gemacht
Monatelang hat der krebskranke Schriftsteller Joachim Lottmann Tagebuch geführt und davon erzählt, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Nun ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.
Tagesspiegel
Poesie ist unverzichtbar und kann die Welt retten
Die US-Schriftstellerin Bonnie Garmus hat einen Roman über die Turbulenzen bei einer Lyrikzeitschrift geschrieben – und darüber, wie essenziell Lyrik ist.
Berliner Zeitung
Schriftsteller Joachim Lottmann ist tot: Alles war Lüge – nur das Sterben nicht
Die Wahrheit war für Lottmann eher eine Anregung als eine Verpflichtung. Mit seinem Tod bekommt die Wirklichkeit jetzt doch noch das letzte Wort – ein Nachruf.
Berliner Zeitung
„Mio und die Unsterblichkeit“: Hier schreibt einer, der Kinder versteht
Paulus Hochgatterer erzählt in seinem Roman von einem Jungen, dessen äußere Welt begrenzt ist. Er gibt ihm einen großen inneren Reichtum. Die Kritik.
Berliner Zeitung
Nadja Küchenmeister, wie ist es, in einer Kirche zu lesen?
Wenn Orgel und Gedicht zusammenkommen, kann das nur ein besonderer Abend sein. Wir haben Nadja Küchenmeister vor ihrem Auftritt in der Luisenkirche gefragt.
Süddeutsche Zeitung
Küchenboden, später
Die Schriftstellerin Annie Ernaux hat zusammen mit ihrem ehemaligen Partner Marc Marie nach dem Sex die Kleidung auf dem Boden fotografiert. Aus diesem Projekt ist jetzt ein intimes Buch entstanden.
Süddeutsche Zeitung
In weiter Ferne, so nah
Mit „Die Schönheit der Distanz“ gelingt der japanischen Schriftstellerin Nao-Cola Yamazaki ein Buch über das Sterben, das einen mitnimmt, ohne je in den Kitsch zu rutschen.
Süddeutsche Zeitung
Ein Buch für unerschrockene Leser
Die Schriftstellerin Sarah Wipauer führt in ihrem komischen, fantastischen, nostalgischen Roman „Fehlende Gespenster“ in den Untergrund von Wien.
Süddeutsche Zeitung
Er zog der Welt den Teppich unter den Füßen weg
Und dann freute er sich leise über das Chaos. Der Schriftsteller Joachim Lottmann ist im Alter von 70 Jahren gestorben.
Der Standard
Pop-Autor Joachim Lottmann 70-jährig in Wien verstorben
Der „Erfinder der Popliteratur“ erkrankte 2024 an Krebs, am Sonntag starb er in seiner Wahlheimat Wien an den Folgen
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Online seit: 26. Oktober 2026
Zuletzt geändert: 27. Okt. 2026
