Presseschau – 24. Mai 2024

Wal­ter Kapp­a­cher / Teil­neh­mer­lis­te des Inge­borg-Bach­mann-Wett­be­werbs / Rai­nald Goetz / Ödön von Hor­váth / Ronya Oth­mann / Elke Hei­den­reich / Dis­kus­si­on um den Inter­na­tio­na­len Lite­ra­tur­preis hält an …

NZZ
Zum Tod des Schrift­stel­lers Wal­ter Kapp­a­cher: Als Motor­rad­me­cha­ni­ker hat er begon­nen, dane­ben aber hat er sich für Shake­speare und Goe­the begeis­tert
Er war ein Auto­di­dakt und dar­um ein Aus­sen­sei­ter der Lite­ra­tur. Umso grös­ser war die Aner­ken­nung, als Wal­ter Kapp­a­cher 2009 mit dem Büch­nerpreis aus­ge­zeich­net wur­de.

NZZ
Zu sei­nem 70. Geburts­tag erschei­nen zwei neue Bücher von Rai­nald Goetz. Man bekommt alles von sei­nem fieb­rig irr­lich­tern­den Ich – und es nervt ganz aus­ser­or­dent­lich
Die Wirk­lich­keit ande­rer ist für Rai­nald Goetz eine para­do­xe Zumu­tung: anzie­hend und abstos­send zugleich. An ihr schärft er sei­ne Mes­ser, ist Arzt und Täter und natür­lich Autor.

FAZ
Wal­ter Kapp­a­cher ist tot: Auto­di­dakt, Selbst­ler­ner, Schwei­ger
Er wur­de geför­dert und für sein Talent bewun­dert: Zum Tod des Schrift­stel­lers und Georg-Büch­ner-Preis­trä­gers Wal­ter Kapp­a­cher.

FAZ
Rai­nald Goetz wird 70: Für Kom­men­ta­re gesperrt
Roman, Büh­ne, Netz: Seit vier­zig Jah­ren ver­folgt der Autor Rai­nald Goetz ein ein­zig­ar­ti­ges Pro­gramm, das am Ende sei­nes sieb­ten Lebens­jahr­zehnts so offen bleibt wie je.

FAZ
Erich Käst­ner im Exil­blick: Die Hal­tung in Gefahr
„Du aber konn­test dei­nen Frie­den machen mit die­sen Mör­dern“: Ein ver­früh­ter Nach­ruf auf Erich Käst­ner geht 1942 von Paläs­ti­na aus mit dem in Deutsch­land geblie­be­nen Autor hart ins Gericht.

Die Pres­se
„City in Ruins“ von Don Win­slow: Das letz­te Buch eines gro­ßen Autors
US-Kri­mi­au­tor Don Win­slow been­det mit „City in Ruins“ sei­ne schrift­stel­le­ri­sche Kar­rie­re. Er wid­met sich dem poli­ti­schen Kampf gegen Donald Trump.

Die Pres­se
Chris­ti­ne ­Ves­co­li: Ein letz­tes Mal flicht die Mut­ter die dicken Zöp­fe
„Mut­ter­nichts“ von Chris­ti­ne ­Ves­co­li ist ein außer­ge­wöhn­li­ches Pro­sa­de­büt in lyrisch-rhyth­mi­scher Spra­che – und plötz­lich steht sie da, die Mut­ter.

Die Pres­se
Die Hor­váth-Gesamt­aus­ga­be zeigt, wie der Autor das Her­auf­däm­mern des Faschis­mus beschreibt
Ödön von Hor­váth gilt als einer der Sozio­lo­gen unter den Lite­ra­ten des 20. Jahr­hun­derts. Wie er Faschis­mus und Hass vor­aus­sah, lässt sich ein­drucks­voll an der his­to­risch-kri­ti­schen Werk­aus­ga­be stu­die­ren.

Die Pres­se
Tsit­si Dan­gar­emb­ga: Sie schrei­en, flüs­tern und wei­nen – Eine Spur der Gewalt zieht sich durch Sim­bab­we
Tsit­si Dan­gar­emb­ga über die Lebens­rea­li­tät von Men­schen in Sim­bab­we.

Die Pres­se
Colom­be Schneck: Eine Ehe zer­bricht, man tin­dert, man hat Affä­ren
Colom­be Schneck fasst in ihrer „Paris-Tri­lo­gie“ drei Mini-Roma­ne zusam­men, die sich mit den Lie­bes­er­fah­run­gen einer Frau­en­ge­nera­ti­on beschäf­ti­gen. Als in der zwei­ten Lebens­hälf­te erneut ein Love Inte­rest auf­taucht, wird es so rich­tig kri­tisch.

Tages­spie­gel
Inge­borg-Bach­mann-Wett­be­werb 2024: Kla­gen­furt wird Haupt­stadt der Lite­ra­tur
An die­sem Frei­tag wur­de bekannt gege­ben, wer die­ses Jahr beim 48. Inge­borg-Bach­mann-Wett­be­werb Tex­te liest. Mit dabei sind unter ande­ren Tijan Sila, Oli­via Wen­zel und Denis Pfa­be.

Die Zeit
Büch­ner-Preis­trä­ger Wal­ter Kapp­a­cher mit 85 Jah­ren gestor­ben
Wal­ter Kapp­a­cher galt als stil­ler und beschei­de­ner Autor. Erst mit 40 wid­me­te er sich ganz der Lite­ra­tur. Nun ist er in sei­ner Hei­mat­stadt Salz­burg ver­stor­ben.

Der Stan­dard
Wie Rai­nald Goetz den Sound der BRD in Dich­tung tran­skri­bier­te
Der in Ber­lin leben­de Autor hat zwei neue Sam­mel­bän­de am Start und fei­ert am Frei­tag sei­nen 70. Geburts­tag.

Der Stan­dard
Bach­mann­preis heu­er mit drei Teil­neh­me­rin­nen aus Öster­reich
Kas­ka Bry­la, Ulri­ke Hai­dach­er und Johan­na Sebau­er sind unter den 14 Autorin­nen und Autoren. Fer­di­nand Schmalz hält die Eröff­nungs­re­de, und die Preis­ver­ga­be erfolgt am 30. Juni.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Wie schreibt man über Völ­ker­mord?
Ronya Oth­mann zeigt in ihrem Recher­che-Roman „Vier­und­sieb­zig“ über den Geno­zid an den Jesi­den, wie Ereig­nis­se, die sich jeder Dar­stel­lung ent­zie­hen, zum Gegen­stand der Spra­che wer­den kön­nen.

Süd­deut­sche Zei­tung
Elke Hei­den­reichs Essay­band „Altern“: „Man mis­tet ja aus“
Gejam­mert wird nicht, und das Leben ist kei­ne Gene­ral­pro­be für etwas, das noch kommt. Elke Hei­den­reichs knap­per, men­schen­freund­lich-auto­bio­gra­fi­scher Essay­band „Altern“.

Süd­deut­sche Zei­tung
Eklat um Lite­ra­tur­preis: Lass kra­chen
Aus dem Eklat um das Jury-Ver­hal­ten beim Inter­na­tio­na­len Lite­ra­tur­preis soll­te man auch im „Haus der Kul­tu­ren der Welt“ in Ber­lin die Kon­se­quenz zie­hen: Schluss mit den Ver­trau­lich­kei­ten, wenn es um Lite­ra­tur geht.

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Online seit: 24. Mai 2024

Zuletzt geän­dert: 25. Mai 2024