Presseschau – 24. Juli 2025

Nora Osagio­ba­re / Kür­zung bei Lite­ra­tur­sti­pen­di­en zurück­ge­nom­men / Maxim Bil­ler / Gaea Schoe­ters / Etgar Keret / Frantz Fanon / Katie Kita­mu­ra / Über­set­zen mit KI …

NZZ
Zwei schwu­le Jugend­li­che suchen nach einem Ort für ihre unbe­kann­ten Gefüh­le
„Öff­net sich der Him­mel“ heisst der Erst­lings­ro­man des Bri­ten Seán Hewitt. Die Offen­ba­rung ver­heisst eine Lie­be, vor der die Her­an­wach­sen­den zunächst ein­mal erschre­cken.

NZZ
Er pro­pa­gier­te Gewalt und ver­tusch­te grau­sa­me Mas­sa­ker. Trotz­dem wird Frantz Fanon im Wes­ten als Licht­ge­stalt ver­ehrt
Anläss­lich sei­nes 100. Geburts­tags erschei­nen auf allen Kanä­len Wür­di­gun­gen des Vor­den­kers der Deko­lo­ni­sie­rung. Dabei steht Frantz Fanon für eine zwei­fel­haf­te, ja gefähr­li­che Ideo­lo­gie.

FAZ
Wir sind in einen mora­li­schen Abgrund gestürzt
Täg­lich ster­ben Zivi­lis­ten in Gaza, wäh­rend die Welt kaum Notiz nimmt: Der israe­li­sche Schrift­stel­ler Etgar Keret über die schreck­li­che Rou­ti­ne des Krie­ges. Von Etgar Keret.

FAZ
Wie man Kunst ver­hin­dert und eine Debat­te erstickt
Ein Fall von Can­cel Cul­tu­re im Mün­che­ner Kul­tur­le­ben und sei­ne Bedeu­tung: Vla­di­mir Kor­neev woll­te im Lite­ra­tur­haus das rus­si­sche Lied „Kra­ni­che“ sin­gen. Dar­auf­hin wur­de sein Auf­tritt abge­sagt. Und es kam die Baye­ri­sche Aka­de­mie der Schö­nen Küns­te ins Spiel.

FAZ
Fünf Euro pro Sei­te – statt der übli­chen knapp zwan­zig Euro
Im ver­gan­ge­nen Jahr mach­te die Über­set­ze­rin Jani­ne Malz öffent­lich, dass ein Ver­lag sie nur dafür anheu­ern woll­te, eine KI-gene­rier­te Über­set­zung eines Buch­ti­tels auf­zu­po­lie­ren. Das Bei­spiel könn­te Schu­le machen, erzählt die Über­set­ze­rin im Gespräch.

Die Pres­se
Frau Sche­bes­ta ent­schärft Bom­ben
Mal­te Bors­dorf lässt Lou erzäh­len: etwa über Frau Sche­bes­ta, die die Welt ver­bes­sert, die 90-jäh­ri­ge Urgroß­mutter und einen Vater, der Trotz­ki genannt wird.

Die Pres­se
Minis­te­ri­um nimmt Kür­zung bei Lite­ra­tur­sti­pen­di­um zurück
Das Pro­jekt­sti­pen­di­um für Lite­ra­tur war über­ra­schend von zwölf auf zehn Mona­te ver­kürzt wor­den. Nach Pro­test aus der Sze­ne nimmt das Minis­te­ri­um die Ent­schei­dung zurück, die IG Autorin­nen und Autoren befin­det das eine „sou­ve­rä­ne Ent­schei­dung“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ein ganz aus­sichts­lo­ser Fall – oder?
Alex­an­dra Wil­sons Gerichts­ro­man „Die feind­li­che Zeu­gin“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Frau mit dem Medi­zin­ball
Das umstrit­te­ne „Trostfrauen“-Denkmal ist ein Angel­punkt im Roman „Oh Sun­ny“ der Rich­te­rin Ta-Som Hele­na Yun. Der ande­re: eine Turn­hal­le. Eine Tref­fen in Ber­lin-Moa­bit. Von Cor­ne­lia Geiß­ler

Frank­fur­ter Rund­schau
Manch­mal sehen sie auch Gespens­ter
Mary Hor­locks kri­mies­ker Insel- und Gesell­schafts­füh­rer „Das Geheim­nis von Litt­le Sark“.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wie schön alles ist
Maxim Bil­ler hat eine Novel­le über Jiří Weil geschrie­ben, einen tsche­chi­schen Schrift­stel­ler, an den sich kaum mehr jemand erin­nert. Doch des­sen Leben und Schrei­ben erzählt auch über unse­re Zeit viel Wesent­li­ches.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wir schaf­fen das!?
In Gaea Schoe­ters Roman „Das Geschenk“ brin­gen 20 000 Ele­fan­ten die deut­sche Gesell­schaft an den Rand des Zusam­men­bruchs. Völ­lig absurd erscheint das nur, wenn man das Buch noch nicht gele­sen hat.

Süd­deut­sche Zei­tung
Es wäre doch so schön gewe­sen
Zu einer pro­mi­nen­ten Schau­spie­le­rin kommt ein jun­ger Mann und ent­hüllt: „Du bist mei­ne Mut­ter.“ Könn­te er der Sohn sein, den sie nie hat­te? Katie Kita­mu­ras Roman „Die Pro­be“ spielt mit Wahr­heit, Wün­schen und Vor­stel­lun­gen.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Sturm des Wahn­sinns
Je weni­ger es in der Wirk­lich­keit zu lachen gibt, des­to komi­scher wird sie – zumin­dest in dem Roman­de­büt von Nora Osagio­ba­re „Dai­ly Soap“.

 

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Online seit: 24. Juli 2025

Zuletzt geän­dert: 25. Juli 2025