Presseschau – 24. Januar 2026

E.T.A. Hoff­mann / Artur Becker / Lidia Yukna­vitch / Ulri­ke Ulrich / Eli­as Hirschl / Lily Brett / Pas­cal Mer­cier / C. F. Mey­er …

NZZ
Joseph Goeb­bels woll­te das Zür­cher Schau­spiel­haus über­neh­men. Kurt Hirsch­feld hat­te etwas dage­gen
Der jüdi­sche Emi­grant Kurt Hirsch­feld hat aus dem Zür­cher Thea­ter am Pfau­en eine Bas­ti­on gegen Nazi­deutsch­land gemacht und spä­ter Frisch und Dür­ren­matt geför­dert. Sti­na Weren­fels und Samir wid­men dem «unbe­kann­ten Bekann­ten» ein erhel­len­des Film­por­trät.

NZZ
250 Jah­re E. T. A. Hoff­mann: Der Alko­hol war für ihn ein Auf­putsch­mit­tel für die Phan­ta­sie
Der gros­sen Roman­ti­ker liess Fik­ti­on und Rea­li­tät inein­an­der­flies­sen wie kein Zwei­ter. Dies kommt in der Oper «Hoff­manns Erzäh­lun­gen» von Jac­ques Offen­bach kon­ge­ni­al zum Aus­druck.

Die Welt
„Es dau­er­te, bis ich begriff, dass es ein­fach Anti­se­mi­tis­mus ist“
Lily Brett ist Toch­ter von Ausch­witz-Über­le­ben­den. Als Schrift­stel­le­rin hat sie aus dem Schwei­gen ihrer Eltern eine öffent­li­che Stim­me gemacht – lako­nisch, humor­voll, uner­schro­cken. Doch der neue Hass seit dem 7. Okto­ber ent­setzt sie.

Frank­fur­ter Rund­schau
West-öst­li­che Devi­sen
In sei­nem neu­en Erzäh­lungs­band schlägt Artur Becker ein wei­te­res Kapi­tel
der Grenz­über­schrei­tun­gen auf. Wo er doch ein Kos­mo­po­le ist.

Tages­spie­gel
Die süßen Schau­er des Unheim­li­chen
Von Spie­geln, Dop­pel­gän­gern und Maschi­nen­we­sen: In sei­nen Erzäh­lun­gen und Roma­nen hat E.T.A. Hoff­mann die Abgrün­de des moder­nen Bewusst­seins vor­weg­ge­nom­men. Eine Inspek­ti­on zum Jubi­lä­um.

Die Pres­se
Organ­han­del und ande­re üble Geschäf­te
Lidia Yukna­vitch erzählt ­ver­stö­ren­de Geschich­ten einer ver­stö­ren­den Welt.

Die Pres­se
Ulri­ke Ulrich: Kann man an Tote Brie­fe schrei­ben?
Die Hel­din in Ulri­ke Ulrichs „Zeit ihres Lebens“ zieht sich zurück und hat fast nur mit ­Ver­stor­be­nen Kon­takt.

Die Pres­se
„Genug davon“, ruft da der Bio­graf von Con­rad Fer­di­nand Mey­er
Er wäre heu­te der Marketing­albtraum jedes Ver­le­gers: wenig gewin­nend, ver­peilt, unzu­ver­läs­sig, ver­schro­ben und selbst­ge­fäl­lig. Phil­ipp Thei­sohns Bio­gra­fie von C. F. Mey­er berück­sich­tigt auch Grau­tö­ne und Nebu­lö­ses.

Die Pres­se
Er spricht von der Pest und sie kriegt Beu­len
In Eli­as Hirschls neu­em Roman „Schlei­fen“ wer­den Wor­te für ­bare Mün­ze genom­men. Das hat unge­ahn­te Kon­se­quen­zen – und zwar nicht nur für die weib­li­che Haupt­fi­gur.

Die Zeit
Sie fah­ren sogar nach Paris
Pas­cal Mer­cier war ein gro­ßer Best­sel­ler-Autor. Jetzt erschei­nen Erzäh­lun­gen aus dem Nach­lass. Es geht auch um Tee und Kek­se.

Die Zeit
„Nun weiß jeder, dass wir exis­tie­ren“
Laa­li Lyberth war mal Miss Grön­land, heu­te ist sie Lei­te­rin des Inu­it Ver­la­ges, der die Lite­ra­tur ihres Hei­mat­lan­des auf Deutsch ver­legt. Ein Besuch mit ver­stö­ren­den Ant­wor­ten auf die Fra­ge, was es bedeu­tet, Grön­län­de­rin zu sein

Der Stan­dard
Faschis­ten sind immer die ande­ren. Ein Essay von Franz­obel
Der Autor Franz­obel über Oppor­tu­nis­mus, man­geln­de Mei­nungs­plu­ra­li­tät und des­po­ti­sche Welt­an­schau­un­gen. Eine Suche nach den Anfän­gen – und ein Plä­doy­er für Zivil­cou­ra­ge

 

* * *

Online seit: 24. Janu­ar 2026

Zuletzt geän­dert: 24. Jan. 2026