Presseschau – 23. März 2026

Besu­cher­re­kord in Leip­zig / Chris­toph Peters / Wolf­ram Lotz / Sven­ja Lei­ber / Lil­li Toll­ki­en / Peter Slo­ter­di­jk / Madame Niel­sen

NZZ
Wovon träumt Euro­pa? Von Macron und Mac­Books, wie das Pro­sa­buch von Wolf­ram Lotz
Der gefei­er­te Dra­ma­ti­ker Wolf­ram Lotz hat sich für das Buch «Träu­me in Euro­pa» durch Inter­net­fo­ren geklickt. Gera­de im Absur­den zeigt sich das lite­ra­ri­sche Poten­zi­al.

NZZ
Der Schrift­stel­ler Chris­toph Peters war dem Tod nahe: „Ich hat­te fünf­und­zwan­zig Jah­re mehr oder weni­ger durch­ge­trun­ken“
Peters hat einen auto­bio­gra­fi­schen Roman über sei­ne Alko­hol­sucht geschrie­ben. Im Gespräch erzählt er, wie es sich lebt, wenn 3 Pro­mil­le im Blut ein Dau­er­zu­stand sind, und wie er davon los­kam.

FAZ
Der Nacht­klub „Fol­ter­kul­tur“ und sei­ne gru­se­li­gen Gäs­te
Vik­tor Jero­fe­jew macht in sei­ner Roman­phan­ta­sie „Die neue Bar­ba­rei“ die rus­si­sche Schuld zu sei­ner Gelieb­ten und Muse. Und ent­fes­selt an ihrer Sei­te einen wah­ren Hexen­sab­bat in der Tra­di­ti­on Bul­ga­kows.

FAZ
Im Ster­nen­him­mel rund um den Dich­ter
Den neu­en Stan­dard bei den Goe­the­bio­gra­phien setzt ein­mal mehr ein Eng­län­der: Matthew Bell erzählt die­ses Leben nicht nur als Ideen‑, son­dern auch als Frau­en­ge­schich­te.

FAZ
Schein und Anschein beim Stell­dich­ein
Wie ver­hält man sich beim Stell­dich­ein, wenn plötz­lich der Schat­ten des gehörn­ten Ehe­man­nes sicht­bar wird? Gott­frieds groß­ar­ti­ger „Tris­tan“ kennt die Ant­wort.

FAZ
Dscha­la­lud­din Rumi: „Ges­tern nacht – im Schlaf“
Ein fer­nes Echo aus dem ewig wäh­ren­den poe­ti­schen Gespräch über die Lie­be: Die­se Ver­se stam­men von einem per­si­schen Mys­ti­ker des 13. Jahr­hun­derts.

FAZ
Von Wöl­fen und Frau­en beim Schrei­ben
War­um und wie Cla­ra Lei­ne­mann mit ihrem Roman „Gel­be Mons­ter“ den Debüt­preis der lit.Cologne gewon­nen hat.

Die Welt
„Es liegt eine Men­ge Ideo­lo­gie über der Wirt­schaft und die lau­tet: Sie ist böse“
Burk­hard Spin­nen ist der lite­ra­ri­sche Chro­nist des deut­schen Mit­tel­stan­des. Er hält für fatal, dass das Öko­no­mi­sche ein so schlech­tes Image hat. Die Begeg­nung mit einem schwä­bi­schen Unter­neh­mer hat den Blick des Schrift­stel­lers für immer ver­än­dert.

Die Welt
„Wan­kel­mü­tig und gie­rig auf Gewinn“ – mit wel­chen Eigen­schaf­ten man Chef wird
Die Mensch­heit funk­tio­niert nicht ohne Macht­men­schen, ob sie nun Cae­sar, Napo­le­on oder Donald Trump hei­ßen. Was eint sie? Peter Slo­ter­di­jk hat es ent­schlüs­selt. Ein 500 Jah­re altes Stra­te­gie­pa­pier hat ihm gehol­fen.

Die Welt
Eine Ära geht zu Ende
Die Buch­bran­che zeigt sich pro­test­freu­dig. Die erra­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on des Kul­tur­mi­nis­ters nicht nur zum Buch­hand­lungs­preis gab dazu auch Anlass. Aller­dings gibt es ande­re Pro­ble­me in der Bran­che. Sie zu über­se­hen, wäre fatal.

Die Pres­se
Ver­schleppt, ver­ge­wal­tigt, ver­ra­ten
Die deut­sche Autorin Sven­ja Lei­ber arbei­tet in „Nel­ka“ ein wenig bekann­tes Stück Ver­gan­gen­heit auf – berüh­rend und ver­stö­rend.

Die Pres­se
Auf­wach­sen in der Män­ner­kom­mu­ne
Lil­li Toll­ki­en erzählt die Geschich­te einer jun­gen Frau, die auf eine unge­wöhn­li­che Kind­heit im Ber­lin der 1980er-Jah­re zurück­blickt.

Die Pres­se
Vol­ha Hapeye­va fei­ert in ihrem „Wör­ter­buch einer Noma­din“ Viel­falt und Empa­thie
Die Selbst­er­kun­dung der bela­rus­si­schen Schrift­stel­le­rin zeugt von der Lust am Wan­deln zwi­schen den Wel­ten

Der Stan­dard
Sal­man Rush­die in Öster­reich: „Der Fluch eines inter­es­san­ten Lebens“
Der Autor, der einst mit einer Fat­wa belegt wur­de und 2022 bei einem Mes­ser­an­griff ein Auge ver­lor, war zu Gast beim Fes­ti­val „Lite­ra­tur im Nebel“

Der Stan­dard
Leip­zi­ger Buch­mes­se mit Besu­cher­re­kord in unsi­che­ren Zei­ten
Erst­mals lock­te die Mes­se mehr als 300.000 Besu­che­rin­nen und Besu­cher an

Der Stan­dard
Ste­fan Kut­zen­ber­gers groß­ar­ti­ger Pseu­do-Brief­ro­man „Die Lis­te der Leben­den“
Schiff­bruch „Aus­tria“: Kut­zen­ber­gers neu­es Buch han­delt von der frei­heits­lie­ben­den Vor­rei­te­rin Hen­ri­et­te Wulff und ihrer Bezie­hung zum Dich­ter Hans Chris­ti­an Ander­sen

Frank­fur­ter Rund­schau
Gewalt, und wie es wei­ter­geht
In Safae el Khan­nous­sis Debüt­ro­man „Orop­pa“ ver­schwin­det eine Künst­le­rin, nach­dem sie ihrem eins­ti­gen Fol­te­rer wie­der­be­geg­net ist – der Aus­gangs­punkt für ein so packen­des wie …

Frank­fur­ter Rund­schau
Die­se Mes­se ist gele­sen
Die Bran­che posi­tio­niert sich bei der Leip­zi­ger Buch­mes­se deut­lich zivil, soli­da­risch und inter­es­siert. Kul­tur­staats­mi­nis­ter Wei­mer kann nicht mehr viel ret­ten.

Ber­li­ner Zei­tung
Ein Mäd­chen aus Ost-Ber­lin und sei­ne Ersatz­mut­ter aus Mos­kau
Wil­hel­mi­ne Mül­ler-Sla­vutz­ka­ja war Jüdin, Kom­mu­nis­tin, über­stand eine lan­ge Lager­haft, koch­te Bortsch für sowje­ti­sche Dis­si­den­ten: Jetzt erzählt ein Buch ihr Leben.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wel­che Macht hat Spra­che über uns?
Wenn jedes Objekt ein eige­nes Wort bekommt, wird’s irgend­wann schwer, den Über­blick zu behal­ten: Das Gespräch mit Eli­as Hirschl auf der Buch­mes­se führt in die Welt der Lin­gu­is­tik-Nerds. Es wird sprach­phi­lo­so­phisch – und herr­lich absurd.

Süd­deut­sche Zei­tung
Leip­zi­ger Buch­mes­se: Die Rache der Buch­bran­che
Die Leip­zi­ger Buch­mes­se 2026 war poli­tisch wie lan­ge nicht mehr, mit pola­ri­sier­ten Debat­ten und Wolf­ram Wei­mer als Feind­bild. Das ist ein­sei­tig – und trotz­dem pro­duk­tiv. Eine Bilanz.

Süd­deut­sche Zei­tung
Der fal­sche Gruß
Madame Niel­sens Roman „Das Zeit­geis­ter­haus“ han­delt von der Fra­ge, wie viel Kunst und Künst­ler­tum der nor­ma­le Mensch ver­kraf­ten kann. Und davon, ob Mün­chen eine ver­rück­te Dänin erträgt.

Süd­deut­sche Zei­tung
Har­ter Jun­ge
Sal­man Rush­die zeigt sich bei der Lit.Cologne resi­li­ent: Sei­ne neu­en Erzäh­lun­gen han­deln zwar vom Tod, aber er kann sich durch­aus eine Wie­der­ge­burt vor­stel­len – „als Fer­ra­ri“.

 

 

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Online seit: 23. März 2026

Zuletzt geän­dert: 23. März 2026