Presseschau – 23. August 2026
Die Welt
„Manchmal scheitere ich, dann wird es ein Roman“
Die Argentinierin Samanta Schweblin lebt seit Jahren in Kreuzberg und schreibt die besten spanischsprachigen Kurzgeschichten. Sie weiß, woraus der Kern der Literatur besteht.
Die Welt
Meine ungeheuerliche Antwort auf die Frage, warum es so wenige Kinder gibt
Ein Fünftel der Frauen in Deutschland bleibt kinderlos – und da sind die vielen jungen Frauen, die sich gerade gegen Kinder entscheiden, gar nicht eingerechnet. Warum aber wollen sie keine Kinder? Höchste Zeit, zu sagen, wie es ist. Von Marlen Hobrack
Die Welt
„Die Weiber bangen sehr. Was lebt, ist keine Jungfer mehr“
Was 1631 geschah, war so furchtbar, dass es Jahrhunderte in Erinnerung blieb. Grimmelshausen, Goethe und sogar noch Brecht schrieben darüber. Um das Grauen zu benennen, prägten Zeitgenossen das Verb „magdeburgisieren“.
Die Welt
Was passiert, wenn eine Feministin ihren Unabhängigkeitsanspruch probeweise pausiert
Mit Mitte 30 regt sich auch bei den emanzipiertesten Frauen zuweilen ein Gedanke: Es doch mal zu versuchen mit dem verlässlichen Mann mit festem Einkommen. Eine Partnerschaft als ökonomisches Arrangement.
FAZ
Du musst laut und kühn sein!
In ihrem autobiographischen Band „Unsere Geschichten“ erinnert sich Isabel Allende daran, wie sie von Schriftstellerkollegen wegen ihres Erfolgs verachtet wurde. Dagegen wehrt sie sich auf ihre Weise.
FAZ
Dicht dichtender Beobachter
Er sah in der Gesellschaft ein deutbares Zeichenfeld. Sein Denken könnte uns helfen, über den anstehenden Wahl-September hinaus diskursfähig zu bleiben. Nun wäre der Ethnologe Clifford Geertz 100 Jahre alt geworden.
FAZ
August von Platen: „Philemons Tod“
Als die Musen Pallas Athenes Stadt verließen: Dieses Gedicht eines Dichters des neunzehnten Jahrhunderts handelt von der Freiheit der politischen Verhältnisse, ohne die Kunst nicht entstehen und gedeihen kann.
FAZ
Wenn du schreiben willst, lies!
Wie schreibt man, wenn man glaubt, schreiben zu müssen? Eine Begegnung mit der französisch-spanischen Autorin, die auf der Suche ist nach etwas, das größer ist als sie selbst.
FAZ
Versuch’s doch mal mit Selbstbefriedigung
Die Erwachsenen trinken, nehmen Drogen und feiern ihre Freiheit, während ein Kind sich selbst überlassen bleibt. Lilli Tollkiens autofiktionales Debüt erzählt vom Aufwachsen in einer Kreuzberger WG der Achtzigerjahre.
FAZ
Geistiger Diebstahl als humorvolle Hommage
Dreiste Kopie, kampfbereiter Verlag: Im Handumdrehen können mit ChatGPT neue NEINhorn-Geschichten mit der Bilderbuchfigur von Astrid Henn und Marc-Uwe Kling produziert werden. Jetzt zieht der Verlag vor Gericht.
FAZ
Trau nur dem, was das Hirn erfunden hat
Anne Webers „Jumping Mouse“ sammelt Reden und Essays der zweisprachigen und vielstimmigen Schriftstellerin. Darin bestätigt sich: Die Autorin kann schreiben, worüber sie will – es ist immer außergewöhnlich.
FAZ
Im Verborgenen kopiert
Während der kommunistischen Diktatur in der Tschechoslowakei waren viele literarische Werke verboten – verbreitet und gelesen wurden sie trotzdem. Diesem „Samizdat“ widmet das Museum für Kommunikation in Frankfurt nun eine Ausstellung.
FAZ
Der Fortbestand der Koalition – eine Bro-Story?
Bericht aus dem Glashaus: Mit „Kanzlerkino“ versucht sich Mirko Bonné an einem Roman über deutsch-deutsche Befindlichkeiten, vor und direkt nach dem Fall der Mauer.
FAZ
Rauchzeichen gegen die Erinnerung
Erst ein Vierzigtonner ermöglicht Vergebung: Corinna Krenzers Debütroman „Eine einfache Wahrheit“ schildert die Reise einer Schriftstellerin in das mecklenburgische Dorf ihrer Kindheit, die alte Wunden aufreißt.
FAZ
Frieders linke Hand
Vaterahnung durch Nachahmung: Dorothea Grünzweigs flicht einen Sonnettenkranz für ihren Bruder, zählt Nordlichter und erweist sich dabei ein weiteres Mal als Lyrikerin von Gnaden.
Die Presse
Familie und Kind sind in die Literatur von Clemens J. Setz eingezogen
Clemens J. Setz, der Meister menschlicher Abgründe, schreibt in seinem neuen Erzählband „Mein Leben als Noiseband“ über Vaterschaft und greift auf Autobiografisches zurück. Was macht das mit seiner Literatur?
Die Presse
Dichter der Woche: Uwe Kolbe
Uwe Kolbe, geboren 1957 in Berlin, lebt in Dresden. Er ist Autor von Romanen und Gedichtbänden. Die Gedichte stammen aus seinem Band „Das Elter der Elbe“ (S. Fischer), in dem Kolbe den Fluss, der vom Riesengebirge bis zur Nordsee fließt, und dessen Natur- und Kulturgeschichte zum Anlass für seine Reflexionen nimmt.
Die Presse
Neuer Roman von Alex Schulman: Zeitreise per Telefon
Der schwedische Bestsellerautor Alex Schulman erzählt in „Jetzt beginnt das Leben“ eine mitreißende Familiengeschichte mit originellem Twist.
Die Zeit
Mit kalter Klinge
Emma Cline schreibt gnadenlose Literatur. Ihr Roman »In die Schweiz« ist eine Reise ans Ende des Bewusstseins.
Die Zeit
Endlich Ausbruch
Caroline Wahl hat einen Roman über die Verlogenheit der sozialen Medien und des Lifestyle-Kapitalismus geschrieben. Eine Begegnung mit der Bestsellerautorin in St. Moritz
Frankfurter Rundschau
Keine Welt für junge, freche Außenseiterinnen
Der wilde, schillernde Roman „O Caledonia“ von Elspeth Barker müsste ein Klassiker sein.
Frankfurter Rundschau
„Sogar mein Name verschwand“
Die Inderin Banu Mushtaq, mit dem International Booker Prize geehrt, erzählt von Frauen, die keinen Spielraum haben und trotzdem etwas versuchen.
Berliner Zeitung
Geborgen in Lärm und Selbstekel: Clemens J. Setz sucht das Böse mit den Mitteln der Literatur
Clemens J. Setz schreibt in seinem Erzählband „Mein Leben als Noiseband“ gegen die Schönheit an. Je verzweifelter, desto trauriger, lustiger und schöner.
Der Standard
Franziska Gänslers neuer Roman „Orca“ verhandelt das Fallen der Kipp-Punkte
Franziska Gänsler erzählt in ihrem Roman „Orca“ von der Freundschaft zweier Frauen, Loyalitätskonflikten, Grenzüberschreitungen – und dem Bedürfnis, gesehen zu werden
Der Standard
Mio und die Unsterblichkeit
Ein Vorabdruck aus Paulus Hochgatterers neuem Roman
Der Standard
Antonio Scurati erzählt im Abschluss von Romanreihe vom Ende Mussolinis
Im Roman „M. Das Ende und der Anfang“ wird die Entwicklung des italienischen Faschismus anhand von historischen Dokumenten nachgezeichnet
Süddeutsche Zeitung
Und wer zahlt die Rechnung?
Er hat Geld, sie muss jeden Cent zählen. Ruth-Maria Thomas fragt in ihrem Roman „Die zweitgrößte Liebe“, ob eine Liebe mit Klassenunterschied gutgehen kann.
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Online seit: 23. August 2026
Zuletzt geändert: 23. Aug. 2026
