Presseschau – 22. Oktober 2026

Thé­ly­son Oré­li­en / Han Kang / Lukas Rietz­schel / Kari Hukki­la / Rachel Cusk / Jörg Schie­ke / Doro­thee Elmi­ger / Dou­glas Stuart / Geor­ge Saun­ders …

NZZ
KI-Ver­dacht: Ver­lag trennt sich von ver­meint­li­chem Lite­ra­tur-Wun­der­kind
Der kana­di­sche Ver­lag Boré­al been­det die Zusam­men­ar­beit mit Thé­ly­son Oré­li­en wegen des Ein­sat­zes von künst­li­cher Intel­li­genz. Gleich­zei­tig soll ein neu­er Lite­ra­tur­preis Bücher aus­zeich­nen, die mit KI geschrie­ben wur­den. Was bedeu­tet das für die Zukunft der Lite­ra­tur?

NZZ
Was ist Lie­be? – Die Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ge­rin Han Kang spinnt einen gol­de­nen Faden von Herz zu Herz
Beim Umzie­hen stösst die süd­ko­rea­ni­sche Autorin Han Kang auf einen alten Schuh­kar­ton, der Tage­bü­cher aus der Kind­heit ent­hält. Sie fängt an zu stau­nen über ihr frü­hes Stau­nen, wel­ches indes das Prin­zip ihres Schaf­fens geblie­ben ist.

NZZ
„Ich will den Herbst!“: Wenn die Blät­ter fal­len, kom­men nicht nur die Laub­blä­ser, son­dern auch die Gedan­ken
Der Herbst ist die Jah­res­zeit der gros­sen Melan­cho­lie. Doch Deutsch­land und mit ihm die deutsch­spra­chi­ge Lite­ra­tur soll­ten sich locker machen.

FAZ
Ver­lag bestä­tigt KI-Vor­wür­fe gegen Thé­ly­son Oré­li­en
Der Autor hat­te den Ein­satz künst­li­cher Intel­li­genz zurück­ge­wie­sen. Nun bestä­tigt sein Ver­lag den Ver­dacht – und trennt sich von ihm.

FAZ
Was Lukas Rietz­schels Roman „San­ditz“ so beson­ders macht
Lukas Rietz­schels „San­ditz“ ist einer der erfolg­reichs­ten deutsch­spra­chi­gen Roma­ne die­ses Jah­res. War­um? Eine Lau­da­tio anläss­lich der Ver­lei­hung des Rhein­gau-Lite­ra­tur­prei­ses an das Buch.

FAZ
In der Zwick­müh­le
Finn­land hat ein demo­gra­phi­sches Pro­blem, will aber kei­ne Zuwan­de­rung. Man kennt das auch von woan­ders­her. Kari Hukki­las Roman „Tau­send und eins“ nimmt das The­ma auf.

FAZ
Der Tod des Egos ist ihr Pro­gramm
In ihrem neu­en Roman „Das Leben der M“ erzählt Rachel Cusk von einer berühm­ten Schau­spie­le­rin. Steckt Nata­lie Port­man dahin­ter? Wer auf das gan­ze Werk der Autorin schaut, kommt auf eine ande­re Ant­wort.

FAZ
Wir gie­ßen den Schnaps fröh­lich in die Blau­licht­leuch­te
Da fei­ert die Erin­ne­rung an die Jugend in der DDR poe­ti­sche Tri­um­phe: Jörg Schie­kes Gedicht­band „Chin-chin, der Weg führt ins Mond­ge­stein“.

FAZ
Oh, wie schlimm ist Pana­ma
In „Die Hol­län­de­rin­nen“ legt die Schrift­stel­le­rin Doro­thee Elmi­ger das Unver­mö­gen, über exis­ten­zi­el­les Grau­en zu spre­chen, durch die Schich­tung von Geschich­ten frei. Ein Hör­spiel ver­leiht dem Text nun akus­ti­sche Gestalt.

Fran­fur­ter Rund­schau
Und jetzt eine Por­ti­on Sil­ber­na­del­nu­deln
Eine Japa­ne­rin auf Rei­sen, 1938: Yang Shuang-Zis preis­ge­krön­tes fik­ti­ves „Tai­wan-Tage­buch“ erzählt nicht zuletzt von der Lust am Erzäh­len.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Die See­len die­ser Män­ner fres­sen sich selbst auf“
Dou­glas Stuart hat sei­ne Kar­rie­re in der Mode auf­ge­ge­ben, um zu schrei­ben. Ein Gespräch über sei­nen Roman „John of John“, mit dem er wie­der für den Boo­ker Pri­ze nomi­niert ist, und über das Män­ner­bild der Unter­schicht.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Ich will immer nur eine ganz klei­ne Idee“
In Geor­ge Saun­ders’ neu­em Roman „Nacht­wa­che“ kommt ein Geist zu einem ster­ben­den Erd­öl-Tycoon. Wie kommt man auf so einen Plot? Nach­ge­fragt bei einem Früh­stück mit dem Autor in Man­hat­tan.

Süd­deut­sche Zei­tung
Ver­lag bestä­tigt KI-Vor­wür­fe gegen Thé­ly­son Oré­li­en
Das Debüt des Autors war zum inter­na­tio­na­len Best­sel­ler gewor­den, dann kam der Vor­wurf auf, gro­ße Tei­le des Tex­tes sei­en KI-gene­riert. Nun been­det sein Ver­lag die Zusam­men­ar­beit.

Der Stan­dard
Ver­lag erklärt nun auch, Autor Oré­li­en hat beim Schrei­ben KI ver­wen­det
Man been­det nach „neu­en Infor­ma­tio­nen“ die Zusam­men­ar­beit mit dem anfangs für den Prix Gon­court nomi­nier­ten Autor

Die Zeit
Ver­lag bestä­tigt KI-Vor­wür­fe gegen Schrift­stel­ler Thé­ly­son Oré­li­en
Seit Wochen kur­sier­ten Gerüch­te, nach denen der Autor Thé­ly­son Oré­li­en für einen preis­ge­krön­ten Roman KI genutzt haben soll. Sein Ver­lag trenn­te sich jetzt von ihm.

Die Zeit
Das Böse beim Namen nen­nen
Die Phi­lo­so­phin Sus­an Nei­man gei­ßelt die Gier, die Här­te und den Zynis­mus der poli­tisch Mäch­ti­gen und for­dert eine für alle gleich gel­ten­de Moral. Lei­der misst sie aber selbst nicht immer mit dem glei­chen Maß.

 

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Online seit: 22. Okto­ber 2026

Zuletzt geän­dert: 22. Okt. 2026