Presseschau – 22. Juli 2025

Debüt­ro­man mit Mit­te 60? / Karl Ove Knaus­gård / Frantz Fanon / Hans May­er / Roma­ne als Frei­heits­kämp­fe / Nico­las Mathieu / Sebas­ti­an Haff­ner …

NZZ
Die Nazis über­le­ben dank Nazi-Pro­pa­gan­da
In der Gra­phic Novel «Die letz­te Ein­stel­lung» schil­dert Isa­bel Kreitz die Zer­ris­sen­heit eines Schrift­stel­lers, der sich nach dem Berufs­ver­bot durch die NSDAP als Pro­pa­gan­dist ver­dingt. Sein Schick­sal ist bei­spiel­haft für Künst­ler in inne­rer Emi­gra­ti­on.

Die Welt
Er schrieb schon über das Anders­sein, als es noch nicht ange­sagt war
Vor 50 Jah­ren erschien Hans May­ers Buch „Außen­sei­ter“ – eine Stu­die über Frau­en, homo­se­xu­el­le Män­ner und Juden. War­um man den Klas­si­ker der Kul­tur­theo­rie jetzt wie­der lesen soll­te.

Die Welt
Das lin­ke Miss­ver­ständ­nis über Frantz Fanon
Frantz Fanon gilt heu­te als Vor­den­ker des Post­ko­lo­nia­lis­mus. Doch die Akti­vis­ten, die sich auf sein Buch „Die Ver­damm­ten die­ser Erde“ beru­fen, machen es sich zu leicht. Das Fanon-Miss­ver­ständ­nis begann schon bei einem Säu­len­hei­li­gen der Lin­ken.

FAZ
Der dun­kels­te Roman die­ses Som­mers
Teuf­lisch gut: In sei­nem neu­en Roman „Die Schu­le der Nacht“ erzählt Karl Ove Knaus­gård die Geschich­te eines Foto­gra­fen, der als „Por­trä­tist des Todes“ zu Welt­ruhm gelangt.

FAZ
Roma­ne als Frei­heits­kämp­fe
Fas­zi­nie­rend, dabei nicht immer tat­sa­chen­treu: Der ame­ri­ka­ni­sche His­to­ri­ker Todd Kont­je sucht in der deut­schen Lite­ra­tur­ge­schich­te nach dem Ursprung der Glo­ba­li­sie­rung.

FAZ
Der Feind von neben­an
In ihrem Buch „Glo­cken­gas­se 29“ erzählt die jüdi­sche Autorin Vil­ma Neu­wirth, wie ihre Wie­ner Nach­barn 1938 über Nacht zu Nazis wur­den. Nun wird es neu auf­ge­legt – wegen sei­ner aktu­el­len Rele­vanz.

Die Pres­se
Sebas­ti­an Haff­ners vor fast 100 Jah­ren ver­fass­ter Debüt­ro­man ist eine lite­ra­ri­sche Sen­sa­ti­on
Sebas­ti­an Haff­ner, der uns die Deut­schen und den Natio­nal­so­zia­lis­mus erklär­te, hat als jun­ger Mann einen Lie­bes­ro­man geschrie­ben. „Abschied“ ist das idea­le Buch für den Som­mer, obwohl es im Win­ter spielt.

Die Pres­se
Debüt­ro­man mit Mit­te 60? Vier Spät­zün­der erzäh­len von ihrem Weg
Die Kunst­welt ist beses­sen von jun­gen Talen­ten. Trotz­dem gibt es zahl­rei­che Künst­le­rin­nen und Künst­ler, die erst im fort­ge­schrit­te­nen Alter ihre Lei­den­schaft voll aus­le­ben. Die »Pres­se am Sonn­tag« hat mit vier von ihnen gespro­chen. Wer sind die Spät­zün­der, was treibt sie an, und was kön­nen die Jun­gen von ihnen ler­nen?

Der Stan­dard
Lite­ra­ri­sche Auf­ar­bei­tung einer Affä­re mit Char­lot­te Casi­raghi
In sei­nem neu­en Buch „Jede Sekun­de“ setzt der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler Nico­las Mathieu sei­ner Amor Fou, die nicht auf Dau­er ange­legt war, ein schmerz­vol­les Denk­mal.

Süd­deut­sche Zei­tung
Die Wür­de des Kan­di­da­ten ist antast­bar
Joseph Incar­do­na erfin­det für sei­nen Roman „Das Game“ eine per­fi­de Fern­seh­show, an der mäch­ti­ge Krei­se ihre Inter­es­sen haben. Es geht um Geld, aber der ech­te Preis ist viel höher.

Süd­deut­sche Zei­tung
Hier schrieb ein Mensch
Mit den Fort­schrit­ten der künst­li­chen Intel­li­genz wird die Zahl KI-gene­rier­ter Bücher explo­die­ren. Jetzt sol­len Güte­sie­gel bezeu­gen, was noch von ech­ten Autoren stammt. Eine hilf­lo­se Ant­wort?

 

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Online seit: 22. Juli 2025

Zuletzt geän­dert: 22. Juli 2025