Presseschau – 22. Februar 2026

Joseph Brod­skys berüch­tig­tes Ukrai­ne-Schmäh­ge­dicht / Nor­bert Gst­rein / Judith Her­mann / Ulri­ke Almut San­dig / Robert Men­as­se / Bern­hard Schlink …

NZZ
Vil­la der ent­stell­ten Sol­da­ten: Die Haupt­fi­gur in Nor­bert Gst­reins Buch ist ein vom Krieg Ver­schon­ter, aber doch vom Krieg Ver­sehr­ter
Über­all auf der Welt Krieg. Täter, die sich zu Opfern erklä­ren. Unschul­di­ge, die in einer rasen­den Rhe­to­rik der Eska­la­ti­on zu Schul­di­gen erklärt wer­den. All das steckt in dem gross­ar­tig kon­stru­ier­ten Roman «Im ers­ten Licht» von Nor­bert Gst­rein.

Die Welt
„Klas­si­sche Auf­klä­rung ist jetzt wie­der nöti­ger denn je“
Von „Gut­mensch“ bis Post­ko­lo­nia­lis­mus: Wie ein lin­ker Ver­le­ger seit Jahr­zehn­ten die Lin­ken kri­ti­siert – und war­um unse­re Debat­ten­kul­tur Wis­sen statt Pole­mik braucht, erklärt Klaus Bit­ter­mann beim Tref­fen in Ber­lin.

Die Welt
Die Ame­ri­ka­ne­rin mit dem Buch­la­den, den die Nazis hass­ten
Wie zwei Buch­hand­lun­gen Paris geprägt haben, zur Anlauf­stel­le der Dich­ter, Den­ker und Künst­ler wur­den – und spä­ter auch zu einem Ort des Wider­stands gegen die deut­schen Besat­zer.

Die Welt
Poli­tik ist der Über­le­bens­kampf der Prin­zi­pi­en­lo­sen
Ein „Euro­krat“ ist aus­ge­brannt und plant – mit 58 – die üppi­ge Pen­si­on. Doch dann kommt ihm eine ande­re Sache dazwi­schen. Wel­che, erzählt der Schrift­stel­ler Robert Men­as­se, der sich inzwi­schen auf EU-Roma­ne spe­zia­li­siert hat.

Die Welt
Ist das etwa gerecht, Pro­fes­sor Schlink?
Was ist gerecht? Was ist unge­recht? Das unter­sucht Bern­hard Schlink, Welt­best­sel­ler­au­tor und Spit­zen­ju­rist, in sei­nem neu­en Buch. Wir haben ihm ein paar ganz ein­fa­che Fra­gen gestellt. Zur Migra­ti­on. Zur Steu­er­last. Zur Ren­te.

FAZ
Die rus­si­sche Bedro­hung dringt über­all hin­ein
Ulri­ke Almut San­digs Roman „Im Orkan“ führt uns in eine vom Sand bedroh­te Stadt in der Ukrai­ne. Trotz des The­mas ist es ein Buch, das Hoff­nung schenkt.

FAZ
Ein Autor macht Schluss
Nach acht Roma­nen in fünf­zehn Jah­ren ein­fach Schluss machen: Chris­toph Poschen­rie­der lenkt jetzt Stra­ßen­bah­nen in Mün­chen. Wie­so denn bloß?

FAZ
Der SS-Groß­va­ter und die feh­len­de Fra­ge
Die Schrift­stel­le­rin Judith Her­mann erzählt in ihrem neu­en Buch „Ich möch­te zurück­ge­hen in der Zeit“ von ihrem Groß­va­ter, der in der Waf­fen-SS war. Und schei­tert dabei an jenem Stil, mit dem sie berühmt wur­de.

FAZ
Yang Lian: „Für ein deut­sches Kro­ko­dil“
Wie kommt ein Kro­ko­dil ins Wend­land? Die­ses Gedicht eines chi­ne­si­schen Poe­ten erin­nert an einen Dich­ter­wett­streit nach dem Fall der Mau­er.

FAZ
Palim­pses­te der Zer­stö­rung
Ser­hij Zha­dan und Karl Schlö­gel dis­ku­tie­ren über Mensch­lich­keit im Krieg. Ein Gespräch über Zer­stö­rung, Iso­la­ti­on und die Sehn­sucht nach Frie­den.

Die Pres­se
Kann KI die Welt ret­ten?
In Marc Els­bergs packen­dem Umwelt­thril­ler „Eden“ ster­ben Mee­re und Böden, nur die Spe­ku­lan­ten gedei­hen. Dafür wird die KI zum Freund und Hel­fer.

Die Pres­se
Sie wur­de bru­tal auf­ge­klärt mit kopu­lie­ren­den Mäu­sen
Mol­ly Kea­nes Roman „Das gute Beneh­men“ war 1981 ein gro­ßer Erfolg. Mit der eigen­wil­li­gen, nicht unbe­dingt sym­pa­thi­schen Hel­din Aroon St. Charles schuf sie einen lite­ra­ri­schen Cha­rak­ter, der sei­nes­glei­chen sucht. Heu­te noch trifft die­se Lite­ra­tur, in neu­er Über­set­zung, ins Mark.

Die Pres­se
Es wim­melt nur so vor Kriegs­ver­sehr­ten – der neue Roman des streit­ba­ren Nor­bert Gst­rein
Nor­bert Gst­rein erzählt in sei­nem Roman „Im ers­ten Licht“ vom durch Krie­ge gepräg­ten 20. Jahr­hun­dert aus der Sicht einer unge­wöhn­li­chen Figur. Was ist es, das Gst­rein umtreibt? Was man wis­sen soll­te, um das Werk des streit­ba­ren Autors zu ver­ste­hen.

Frank­fur­ter Rndschau
Du bist mein Fest­akt und mei­ne Fall­tür
Im Reich von Sehn­sucht und Begeh­ren: Nasi­ma Sophia Raziz­adehs atem­be­rau­ben­der Gedicht­band „Ent­schwe­bung“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Joseph Brod­skys berüch­tig­tes Ukrai­ne-Schmäh­ge­dicht – „Ihr Halun­ken und Och­sen“
Über Joseph Brod­skys Schmäh­ge­dicht „Auf die Unab­hän­gig­keit der Ukrai­ne“ von 1992, den groß­rus­si­schen Chau­vi­nis­mus des Dich­ters und ande­re Unzu­läng­lich­kei­ten in sei­nem his­to­risch-poli­ti­schen Den­ken.

Ber­li­ner Zei­tung
Judith Her­mann erzählt vom Erin­nern und zeigt ihre Ver­letz­lich­keit
„Ich möch­te zurück­ge­hen in der Zeit“ beginnt mit dem Nazi-Groß­va­ter der Autorin. Judith Her­mann macht ihn aber nicht zur Figur: Eine gute Ent­schei­dung

Ber­li­ner Zei­tung
„Wal­kü­re“: Ein Roman aus dem Flücht­lings­som­mer 2015 mit einem heik­len Zeit­fens­ter
In Dani­el Zip­fels Büchern lebt die Ver­gan­gen­heit noch. Im neu­es­ten Roman ver­bin­det er einen Streit syri­scher Asyl­be­wer­ber mit dem deut­schen Mas­sa­ker in Babyn Jar 1941.

Der Stan­dard
„Die Lie­be kommt immer zu spät“: Das neue Buch von Karl-Mar­kus Gauß
Karl-Mar­kus Gauß erin­nert in drei Rei­se­er­zäh­lun­gen an Wider­stands­kämp­fer, Außen­sei­te­rin­nen sowie an Ver­lo­re­nes und Ver­lo­re­ne in Sara­je­vo, Slo­we­ni­en, Grie­chen­land und Krems

Der Stan­dard
Gebro­che­nes Schwei­gen: Eine Buch­rei­he macht Klas­si­ker der ukrai­ni­schen Lite­ra­tur zugäng­lich
Les­ja Ukra­jin­ka und Taras Schewtschen­ko: Der Schrift­stel­ler Karl-Mar­kus Gauß über die ers­ten bei­den Bän­de der „Ukrai­ni­schen Biblio­thek“

Süd­deut­sche Zei­tung
Hier ist nichts weich­ge­zeich­net
Neun Jah­re hat der Zeich­ner Ully Arndt an einer Comic­ad­ap­ti­on von Heinz Strunks Roman „Der gol­de­ne Hand­schuh“ gear­bei­tet. Es hat sich sehr gelohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Online seit: 22. Febru­ar 2026

Zuletzt geän­dert: 23. Feb. 2026