Presseschau – 2. Mai 2025

Sla­voj Žižek / Jane Gar­dam / Ulla Hahn / Ricar­da Mess­ner / Han­no Mil­le­si / Chris­toph Hein / Marei­ke Fall­wickl / Chris­toph Peters / Mar­tin Suter / Hil­de Spiel …

NZZ
Der wah­re Athe­ist glau­be an die Wie­der­kehr des toten Chris­tus, sagt Sla­voj Žižek – und krem­pelt das Chris­ten­tum um
Kann man Christ und zugleich Mate­ria­list sein? Ja, fin­det der slo­we­ni­sche Phi­lo­soph. Und viel­leicht müs­se man das sogar. Denn Reli­gi­on sei die Grund­la­ge jeder eman­zi­pa­to­ri­schen Poli­tik.

FAZ
Zum Tod von Jane Gar­dam: Die Spät­be­ru­fe­ne
In Deutsch­land wur­de die bri­ti­sche Erfolgs­au­torin erst vor weni­gen Jah­ren ent­deckt: Zum Tod der Schrift­stel­le­rin Jane Gar­dam, die mit Roma­nen wie „Ein unta­de­li­ger Mann“ auch hier­zu­lan­de ein gro­ßes Publi­kum begeis­ter­te.

FAZ
Ulla Hahn wird acht­zig: Wör­ter, die sie sich ver­dient hat
Ulla Hahns Auf­stieg zu einer der bekann­tes­ten deut­schen Dich­te­rin­nen war auch Resul­tat von Mar­cel Reich-Rani­ckis Begeis­te­rung für ihre Lyrik. Doch wie im gan­zen Leben eman­zi­pier­te sich die Schrift­stel­le­rin schließ­lich von ihm.

Die Welt
Ist das die Lösung für die „Fra­gi­li­tät des heu­ti­gen Män­ner­da­seins“?
Jun­ge Män­ner hadern mit den Ent­wick­lun­gen die­ser Welt. Sie füh­len sich abge­hängt und nicht gese­hen. Des­halb will der bri­ti­sche Ver­le­ger Jude Cook ab nächs­tem Jahr nur noch Bücher von Män­nern her­aus­brin­gen. Ist das eine gute Idee? Ein Streit­ge­spräch.

FAZ
Wie ein ein­zi­ger Satz einen gan­zen Roman zer­stö­ren kann
Ricar­da Mess­ner erzählt in ihrem Roman „Wo der Name wohnt“ eine anrüh­ren­de Fami­li­en­ge­schich­te über eine Spu­ren­su­che in Riga. Doch eine unbe­dacht gewähl­te, aber indis­ku­ta­ble For­mu­lie­rung ent­zieht jedem Wohl­wol­len den Boden.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Einen per­fek­ten Sturm geschaf­fen“
Das Buch „Chom­sky & Muji­ca: Über­le­ben im 21. Jahr­hun­dert“ ist die rich­ti­ge Lek­tü­re für Kri­sen­zei­ten. Von Micha­el Hes­se

Frank­fur­ter Rund­schau
„Ziel­los in die Wei­te“
Ukrai­ne-Biblio­thek 66: Oswald Burg­hardts Lyri­kan­tho­lo­gie „Dich­tung der Ver­damm­ten“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Dro­hung der Influ­enz­as
Susan­ne Kai­sers Kri­mi­nal­ro­man „Riot Girl“ über jun­ge Frau­en, die es satt haben.

Die Pres­se
Habt Mit­leid mit Zom­bies – sie sind nur hung­rig
Anne de Marcken hat einen melan­cho­li­schen Roman über die Ver­zweif­lung einer unto­ten Hel­din geschrie­ben.

Die Pres­se
Im neu­en Roman von Han­no Mil­le­si führt ein Loch in der Wand ein Eigen­le­ben
Zwei Fami­li­en wer­den zu einer unfrei­wil­li­gen Wohn­ge­mein­schaft. Han­no Mil­le­sis Pro­sa unter­hält mit abstru­sem Charme.

Die Pres­se
Chris­toph Hein legt mit „Das Nar­ren­schiff“ einen gro­ßen DDR-Roman vor, der zugleich Lite­ra­tur und Geschichts­buch ist
Chris­toph Hein ist unüber­trof­fe­ner Meis­ter von DDR-Roma­nen. „Das Nar­ren­schiff“ liest sich wie eine Mah­nung an alle Nachge­borenen: Neben Fak­ten lernt man das Lebens­ge­fühl hin­ter der Mau­er ken­nen.

Die Pres­se
Ein schö­ner Brief, der an jemand ande­ren hät­te gehen sol­len
In ihrem ers­ten Sach­buch schreibt Marei­ke Fall­wickl auf einen neu­en Femi­nis­mus hin, einen Femi­nis­mus des Mit­ein­an­ders. Mit viel Wär­me, aber ohne zu betüd­deln.

Die Pres­se
Mar­tin Suter: Herz schlägt Ver­stand
Mar­tin Suter lie­fert mit „Wut und Lie­be“ sei­nen jähr­li­chen Best­sel­ler vol­ler Lie­be, Intri­ge und Über­ra­schung. So rich­tig zün­det der Roman aller­dings nicht.

Der Stan­dard
Die Mut­ter hin­ter Bey­on­cé und wie Jere­my Ren­ner sich zurück­kämpf­te
Und Johan­nes Kunz erhellt in sei­nem „Por­trait einer Jazz­le­gen­de“ das Leben Oscar Peter­sons

Stutt­gar­ter Zei­tung
„Kunst ist dazu da, uns weh zu tun“
Chris­toph Peters’ Roman „Inner­städ­ti­scher Tod“ ist zum juris­ti­schen Streit­ob­jekt gewor­den. An die­sem Sams­tag erhält der Autor in Aalen den Schub­art Lite­ra­tur­preis. Ein Gespräch über gesell­schaft­lich rele­van­te Lite­ra­tur und was sie bedroht.

Süd­deut­sche Zei­tung
Lite­ra­tur einer bedroh­ten Min­der­heit: Auf Nim­mer­wie­der­seen
In Schwe­den lei­den die indi­ge­nen Samen aus­ge­rech­net unter dem, wofür man Skan­di­na­vi­en oft bewun­dert. Elin Anna Lab­bas Roman „Das Echo der Som­mer“ erzählt weh­mü­tig von ihrem Schick­sal.

Die Fur­che
Es muss­te anders sein: „Kati auf der Brü­cke“ von Hil­de Spiel
Wel­ches Buch soll­te man heu­te (wie­der) lesen? In der FUR­CHE-Rei­he „Ange­sagt“ emp­fiehlt Dani­el Wis­ser den Coming-of-Age-Roman „Kati auf der Brü­cke“ von Hil­de Spiel: Er war bei sei­nem Erschei­nen 1933 sei­ner Zeit um drei­ßig Jah­re vor­aus.

 

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Online seit: 2. Mai 2025

Zuletzt geän­dert: 2. Mai 2025