Presseschau – 2. Januar 2026

Frank Wit­zel / Alex­an­der Klu­ge über Hin­rich von Haa­ren / Ursu­la K. Le Guin / Bri­git­te Schwai­ger / Geschich­te des ­Blei­stifts / Her­man Mel­ville / Peter Pes­sl / Karl-Heinz Ott / Ger­da Blees / Ger­ti Tetz­ner / César Aira / David Wojn­a­rowicz …

NZZ
David Wojn­a­rowicz zeich­net ein Ame­ri­ka der ver­lo­re­nen Unschuld, ein Ame­ri­ka der Strich­jun­gen und Pro­sti­tu­ier­ten der 1990er Jah­re
Der ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­ler David Wojn­a­rowicz hat in «Water­front Jour­nals» ein nüch­ter­nes Sit­ten­bild von Sex, Gewalt und Repres­si­on ent­wor­fen.

Die Welt
„Der König hat nur einen ein­zi­gen Mann, und das ist sei­ne Frau“
Marie Antoi­net­te war Hass­fi­gur und Sex­sym­bol. Und das ers­te pro­mi­nen­te moder­ne Opfer eines „Regime Chan­ge“. Wie wenig der Ein­zel­ne zählt, wenn es zum zivi­li­sa­to­ri­schen Bruch kommt, zeigt jetzt ein erschüt­tern­des Doku­ment, das auch zum Nach­den­ken über unse­re Zeit anregt.

Die Welt
Die Lie­be der India­ner zum Struk­tu­ra­lis­mus
Pyn­chon, Gad­dis, Cal­vi­no, Perec – in die­se Liga post­mo­der­ner Klas­si­ker gehört auch der Argen­ti­ni­er César Aira mit sei­nem Roman „Der Hase“. Er nimmt die kolo­nia­le Epo­che sei­nes Lan­des aufs Korn. Ein hoch­i­ro­ni­sches Lese­ver­gnü­gen.

Die Welt
Das fei­ern wir im neu­en Lite­ra­tur­jahr
Lesen Sie hier, wel­che Dich­ter und Den­ker 2026 gefei­ert wer­den. Neben berühm­ten Namen ist auch ein Nazi-Phi­lo­soph dabei, ein Vogel­pre­di­ger und ein Wie­ner Arzt, der uns bei­brach­te, dass wir vom Sex nicht (nur) träu­men sol­len.

FAZ
Das war ein Feu­er­sturm, wie es in der Natur kei­nen gibt
Da ver­lie­ren Men­schen jedes Gefühl für die Rea­li­tät: Zu einem Satz über den Bom­ben­krieg aus Hin­rich von Haa­rens Roman „Wild­nis“.
Von Alex­an­der Klu­ge

FAZ
Die War­nung aus der Kaf­fee­tas­se
Für ihre inten­si­ven Por­träts wird die Lite­ra­tur von Ger­da Blees hoch­ge­schätzt. Nun erschei­nen auch die frü­hen Erzäh­lun­gen der nie­der­län­di­schen Erfolgs­au­torin auf Deutsch, „Som­mer­was­ser­lin­sen“ heißt der Band.

FAZ
Und nicht nach dem Wes­ten schie­len
Wie­der­ent­de­ckung nach mehr als fünf­zig Jah­ren: Ger­ti Tetz­ners Roman „Karen W.“ erzählt von der DDR ohne kapi­ta­lis­ti­sches Gegen­mo­dell.

FAZ
Viel Getö­se um Gekrö­se
Auf den Phil­ip­pi­nen kommt alles anders als erwar­tet: In Karl-Heinz Otts höchst gelun­ge­ner Rei­se- und Thea­ter­gro­tes­ke „Die Hei­lung von Luzon“ bemerkt ein ehe­mals erfolgs­ver­wöhn­ter Regis­seur nicht, wie es um ihn steht.

Die Pres­se
Die dunk­le Sei­te des Ame­ri­can Dream
Die „Water­front Jour­nals“ von David Wojn­a­rowicz geben hef­ti­ge Ein­bli­cke in die USA der 1970er- und 1980er-Jah­re.

Die Pres­se
Trump ver­wen­det lie­ber Filz­stif­te
Kaf­ka nutz­te ihn für sei­ne Noti­zen, War­lam Scha­la­mow bei der Forst­ar­beit. Der viel­sei­ti­ge Schau­spie­ler und Autor Hanns Zisch­ler erzählt die Geschich­te des ­Blei­stifts und por­trä­tiert die­sen als unver­wüst­li­ches Schreib­ge­rät.

Die Pres­se
Ein Imker lehrt uns spre­chen
Der Dich­ter Peter Pes­sl arbei­tet seit Jahr­zehn­ten an einem eigen­ge­setz­li­chen und rät­sel­haf­ten sprach­li­chen Kos­mos. Mit sei­nem neu­en Buch „Die­ser selt­sa­me ­Sala­man­der selbst“ steht er im Zenit sei­nes Schaf­fens.

Die Pres­se
Die „Zeit der Olig­ar­chen“ von Aldous Hux­ley war jahr­zehn­te­lang ver­schol­len – es ist eine pro­phe­ti­sche Schrift
Der 1946 erschie­ne­ne Essay ist eine Kampf­an­sa­ge an die Über-Macht einer Eli­te.

Tages­spie­gel
Zehn wich­ti­ge Bücher, die 2026 erschei­nen: Von Judith Her­mann über Sophie Pass­mann bis Moni­ka Maron
Die Lite­ra­tur schwingt sich auch im neu­en Jahr zu Höchst­leis­tun­gen auf. Ein Aus­blick auf neue Roma­ne und Bücher, die in den nächs­ten Mona­ten von sich reden machen wer­den.

Tages­spie­gel
Kampf­bom­ber über Paris und neue For­men des Schö­nen
Der letz­te Band von Mar­cel Prousts „Recher­che“ ist ein Roman über den Krieg und wie die­ser ins­be­son­de­re die obe­re Gesell­schafts­schicht durch­ein­an­der­ge­wir­belt hat.

Die Zeit
Sei­ne Majes­tät
Her­man Mel­vil­les legen­dä­rer Büro­mensch Bart­le­by – er ist ein Held unse­rer Zeit.

Frank­fur­ter Rund­schau
Wei­ter als Welt­rei­che
„Der Tag vor der Revo­lu­ti­on“: 25 Sci­ence-Fic­tion-Sto­rys von Ursu­la K. Le Guin sind ein Füll­horn an Fan­ta­sie.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Zaun­sprin­ge­rin
Zum 80. Geburts­tag blickt Ilma Rakusa auf eine Welt im Cha­os – den Blick für das Zar­te und Fei­ne hat sie indes­sen nie ver­lo­ren.

Frank­fur­ter Rund­schau
Nie­mand ist rest­los unschul­dig
Jo Nes­bøs ver­track­ter, nuan­cier­ter Kri­mi­nal­ro­man „Min­ne­so­ta“.

Frank­fur­ter Rund­schau
… fand er sich in sei­nem Bett zu Franz Kaf­ka ver­wan­delt
Frank Wit­zel prä­sen­tiert 80 Tex­te ohne Gat­tungs­be­zeich­nung. Die kom­ple­xen Struk­tu­ren ver­bin­den Phi­lo­so­phie, Sati­re und exis­ten­zia­lis­ti­sche Gedan­ken.

Süd­deut­sche Zei­tung
Ers­te in der Ich-Klas­se
Sie schrieb das erfolg­reichs­te Debüt seit der „Blech­trom­mel“ und mach­te ihren Ver­le­ger reich – spä­ter wur­de bei Bri­git­te Schwai­ger eine Bor­der­line-Stö­rung dia­gnos­ti­ziert, sie galt als schwie­rig, wur­de ver­ges­sen. Jetzt ist ihre Wie­der­ent­de­ckung in vol­ler Blü­te, end­lich!

 

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Online seit: 2. Janu­ar 2026

Zuletzt geän­dert: 3. Jan. 2026