Presseschau – 19. Dezember 2025

Jon Fos­se / András Vis­ky / Mar­cel Proust / Anja Kamp­mann / László Kraszn­ahor­kai / Gio­van­ni Boc­c­ac­cio …

Die Welt
Nackt, vege­ta­risch, deutsch­na­tio­nal. Das pro­vo­zie­ren­de Leben des Gus­taf Nagel
Der Lebens­re­for­mer Gus­taf Nagel war einer der „Kohl­ra­bia­pos­tel“ des Kai­ser­reichs. Am Are­nd­see bau­te er einen Tem­pel, zu Fuß wan­der­te er ins Hei­li­ge Land. Die Nazis steck­ten ihn ins KZ und die DDR ins Irren­haus. Über einen sehr deut­schen Pro­phe­ten.

FAZ
Sieht so eine Ehren­sa­che aus?
Am kom­men­den Sams­tag wird er ein­ge­weiht, aber die Orts­wahl für den neu benann­ten Reich-Rani­cki-Platz in Frank­furt am Main ist miss­glückt.

FAZ
Die wich­tigs­ten Roma­ne des Jah­res 2025
Elmi­ger und Wun­ni­cke, Lüscher und Ever­ett, Pyn­chon, Vis­ky und Pol­ad­jan, Mel­le, Gos­po­di­nov und Mat­ar: Wel­che Roma­ne soll­te man 2025 nicht ver­passt haben? Zehn Emp­feh­lun­gen.

FAZ
Die Wis­sen­schaft dient der Wahr­heit – nicht der Viel­falt
Wis­sen­schaft­ler nei­gen dazu, ihren Gegen­stand in einer Unzahl von Per­spek­ti­ven zu ver­lie­ren. Gegen die­se „Selbst­zer­stö­rung des Den­kens“ kämpft der Phi­lo­soph Peter Bult­haup an.

FAZ
„Vie­le wis­sen nicht mehr, wozu eine Buch­hand­lung da ist“
Klei­ne Buch­hand­lun­gen kämp­fen mit dem Rücken zur Wand. Dabei sind sie doch uner­setz­lich: In Ber­lin haben sich acht von ihnen zur „IG Indie-Buch­lä­den“ ver­bun­den, um sich gegen die gro­ßen Ket­ten zu behaup­ten.

FAZ
Ost­preu­ßen lebt
Ish­bel Sza­traws­kas ein­drucks­vol­ler Debüt­ro­man „Die Tie­fe“ ver­ar­bei­tet Kriegs­er­fah­rung, Neu­an­fang und die Wir­kung von Geschich­te in die Gegen­wart. Er ist eine Pro­vo­ka­ti­on vol­ler Poe­sie.

FAZ
Letz­te Wor­te eines Glücks­for­schers
Im Reich insze­nier­ter Har­mo­nie: Rie Qudans Roman „Tokyo Sym­pa­thy Tower“ ent­wirft die Dys­to­pie eines schön­ge­re­de­ten Gefäng­nis­ses mit­ten in der japa­ni­schen Haupt­stadt.

Die Pres­se
Hin­ter jedem Wort steht ein Schick­sal
Cor­ne­li­us Hell erzählt, wie er einen Zugang zu Frie­de­ri­ke May­rö­cker gefun­den hat und war­um ihn Else Las­ker-Schü­ler begeis­tert. Bekennt­nis­se eine pas­sio­nier­ten Lesers.

Die Pres­se
Pake­te schup­fen in Chi­na und 19 Jobs in 20 Jah­ren
In der Vor­weih­nachts­zeit ist die Arbeits­last von Paket­zu­stel­lern beson­ders groß. Wie fühlt es sich an, in Chi­na die­sen undank­ba­ren Beruf aus­zu­üben? Der Autor Hu Anyan hat ein Buch über sei­nen frü­he­ren Job – er war Paketzu­steller – geschrie­ben.

Die Pres­se
Ein Hai­fisch im ver­schnei­ten Prag
Mich­al Ajvaz’ Roman „Die ­ande­re Stadt“ ist ein herr­li­ches Pan­op­ti­kum des Absur­den.

Die Pres­se
Ein alter Nor­we­ger trifft sei­ne Jugend­lie­be: der neue Roman des Nobel­preis­trä­gers Jon Fos­se
Nobel­preis­trä­ger Jon Fos­se hat nach sei­ner über 1000-sei­ti­gen Hepta­lo­gie nun einen schma­len Band vor­ge­legt: „Vaim“ erzählt sanft und ergrei­fend von einem Mann, der an einer simp­len Auf­ga­be schei­tert – und einer Jugend­lie­be begeg­net.

Die Pres­se
Spec­trum Lyrik: Robert Frost
Robert Frost (1874–1963), war einer der bedeu­tends­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Autoren. Die Gedich­te stam­men aus dem Band „Pro­mi­ses to keep“ (C.H. Beck tex­tu­ra). Lars Vollert hat sie aus dem ame­ri­ka­ni­schen Eng­lisch über­setzt.

Tages­spie­gel
Erzie­hung zur Gott­lo­sig­keit: András Vis­kys Jahr­hun­der­t­ro­man „Die Aus­sied­lung“
Als Kind in den Lagern des rumä­ni­schen Sozia­lis­mus: Der Ungar András Vis­ky hat über die­se Erfah­rung ein Werk geschaf­fen, das an die Sei­te der Bücher von Pri­mo Levi und Imre Ker­té­sz gehört.

Tages­spie­gel
Was ich noch zu sagen hät­te, dau­ert eine Lie­be von Swann
Über den erzähl­per­spek­ti­vi­schen Bruch in „Unter­wegs zu Swann“, dem ers­ten Band von Mar­cel Prousts „Auf der Suche nach der ver­lo­re­nen Zeit“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Alles so, wie Eli­ne es woll­te
Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger Jon Fos­se erzählt in dem schma­len, dich­ten Roman „Vaim“ davon, wie eine Frau zwei Män­nern sagt, wo es lang­geht. Eine unheim­li­che Geschich­te mit schwar­zem Faden und weni­gen Über­le­ben­den.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der Mann, der nicht weg­ge­kom­men ist
„So der Sohn“: Ele­na Win­ter berei­chert das Gen­re des Dorf­ro­mans um eine eigen­wil­li­ge, sel­ten genutz­te Vari­an­te.

Frank­fur­ter Rund­schau
Es gibt sie nicht mehr
Die lite­ra­ri­sche Antho­lo­gie „Wir dach­ten, wir könn­ten flie­gen“ über aus­ge­stor­be­ne Arten

Frank­fur­ter Rund­schau
Jetzt muss man ganz lei­se sein
„Die Wut ist ein hel­ler Stern“: Anja Kamp­mann führt auf die Ree­per­bahn in den 30er Jah­ren. Von Chris­ti­ne Schnei­der

Frank­fur­ter Rund­schau
Das Rei­zen­de ent­zau­bern
Les­ja Ukra­jin­kas Erzäh­lun­gen „Am Meer“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Das Genie in der klei­nen Welt
Chris­toph Heins Bach-Novel­len stel­len den Künst­ler und die knaus­ri­ge Umge­bung vor, die über ihn ver­fü­gen woll­te.

Der Stan­dard
Wie Nobel­preis­trä­ger Kraszn­ahor­kai Ungarn auf den Hund kom­men lässt
László Kraszn­ahor­kais neu­er Roman „Zsöm­le ist weg“ ent­hält einen bewe­gen­den Abge­sang auf sei­ne Hei­mat – in elf Sät­zen

Süd­deut­sche Zei­tung
Unge­nier­ter Sex und sub­ver­si­ve Kri­tik
Sie glau­ben, der vor 650 Jah­ren gestor­be­ne Gio­van­ni Boc­c­ac­cio hat nichts mit Ihnen zu tun? Weit gefehlt. Mit Dan­te und Petrar­ca erfand er die Lite­ra­tur der Neu­zeit – und ret­te­te sogar die Lie­be vor den Pre­di­gern.

 

 

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Online seit: 19. Dezem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 20. Dez. 2025