Presseschau – 18. Oktober 2022

Kim de l’Ho­ri­zon / Peter Hand­ke / Boo­ker-Preis für She­han Kar­u­na­til­a­ka / Annie Ernaux / Rafa­el Chir­bes Tage­bü­cher / Giu­lia Cam­i­ni­to im Gespräch / Mar­tin Mose­bach / Leï­la Sli­ma­ni / Lukas Bär­fuss / Mir­cea Car­ta­res­cu …

Frank­fur­ter Rund­schau
Klei­ne Auf­brü­che in blei­er­ner Zeit
„Schaut, wie wir tan­zen“: Leï­la Sli­ma­ni führt ins Marok­ko der sech­zi­ger Jah­re

Frank­fur­ter Rund­schau
Mir­cea Car­ta­res­cu: „Melan­co­lia“ – Die Ent­de­ckung der Ein­sam­keit
Es ist schreck­lich, es hat eine Schön­heit: Mir­cea Car­ta­res­cu umkreist in „Melan­co­lia“ den Men­schen in sei­ner Wahr­neh­mungs­bla­se.

Frank­fur­ter Rund­schau
Rafa­el Chir­bes in sei­nen Tage­bü­chern – Exer­zi­ti­en der Auf­rich­tig­keit
Spü­ren wir den Herz­schlag einer Exis­tenz, die der his­to­ri­schen Situa­ti­on eben­so stand­zu­hal­ten ver­sucht wie den sehr pri­va­ten Sehn­süch­ten und Nie­der­la­gen: Tage­bü­cher von Rafa­el Chir­bes.

Frank­fur­ter Rund­schau
Mar­tin Mose­bachs neu­er Roman „Tau­be und Wild­ente“
Die Fall­stri­cke einer Ehe und die Fas­zi­na­ti­on eines Gemäl­des: Mar­tin Mose­bach erzählt fast alt­vä­ter­lich von Men­schen und Bil­dern.

Frank­fur­ter Rund­schau
Giu­lia Cam­i­ni­to: „Euro­pa wird uns schüt­zen müs­sen“
Giu­lia Cam­i­ni­to über ihren ful­mi­nan­ten Roman einer Kind­heit in der Vor­stadt, Radio Vati­kan aus dem Kühl­schrank, Män­ner, die ihre Frau­en schla­gen, aber einer Dame stets die Tür auf­hal­ten – und Ita­li­en nach der Wahl.

FAZ
Boo­ker-Preis für Sri-Lan­ka-Roman
Der Boo­ker-Preis, die wich­tigs­te lite­ra­ri­sche Aus­zeich­nung in Groß­bri­tan­ni­en, geht in die­sem Jahr an She­han Kar­u­na­til­a­ka für „The Seven Moons of Maa­li Almei­da“.

FAZ
Wie die Frau­en in Iran?
Kim de l’Horizon nutzt die Büh­ne des Deut­schen Buch­prei­ses für eine iden­ti­täts­po­li­ti­sche Pro­vo­ka­ti­on. Die beschwo­re­ne Par­al­le­le zwi­schen sei­ner Erfah­rung und der ira­ni­scher Frau­en darf aller­dings ange­zwei­felt wer­den.

Die Zeit
Frank­fur­ter Buch­mes­se 2022 ist eröff­net
Rund 4.000 Aus­stel­ler aus 95 Staa­ten, ein hoher Gast aus Spa­ni­en – und ein Plä­doy­er gegen ver­gif­te­te Debat­ten: In Frank­furt star­tet die größ­te Lite­ra­tur­mes­se der Welt.

Die Zeit
Bevor das Meer uns ver­schluckt
Jeder Satz eine nord­deut­sche Songzei­le: In Dör­te Han­sens Roman „Zur See“ pral­len Städ­ter und Ein­hei­mi­sche auf einer Nord­see­insel auf­ein­an­der

Die Zeit
Lite­ra­tur besteht nicht nur aus The­men
Kim de l’Ho­ri­zons „Blut­buch“ ist ein kom­ple­xer, kunst­vol­ler Roman. Die Ent­schei­dung der Buch­preis­ju­ry nur gesell­schafts­po­li­tisch zu betrach­ten, wäre ein Fehl­schluss. Von Chris­toph Schrö­der

NZZ
Annie Ernaux steht exem­pla­risch für eine fran­zö­si­sche Lin­ke, die die Mus­li­me anstel­le der Juden als Opfer der Geschich­te sieht (Pay­wall)
Die neue Nobel­preis­trä­ge­rin ist in den letz­ten Jah­ren mit Kri­tik an Isra­el auf­ge­fal­len. Hat die Schwe­di­sche Aka­de­mie sie trotz oder wegen die­ses Enga­ge­ments aus­ge­zeich­net?

NZZ
Am liebs­ten möch­te Lukas Bär­fuss das Eigen­tum abschaf­fen. Vor­erst sol­len bloss die Erben ent­eig­net wer­den (Pay­wall)
Der Schrift­stel­ler ver­öf­fent­licht gera­de sein neus­tes Buch. Es heisst «Vaters Kis­te» und erzählt neben­bei eine klei­ne Fami­li­en­ge­schich­te. Zur Haupt­sa­che aber ist es ein Mani­fest, wie alles bes­ser wer­den könn­te.

Die Welt
Peter Hand­kes letz­te Über­set­zung
Er liest tas­tend, deutsch und slo­we­nisch, die Hän­de unter­strei­chen sei­nen Vor­trag. Peter Hand­ke ist nach Mar­bach gekom­men, um Gedich­te eines toten Freun­des vor­zu­stel­len, in eige­ner Über­tra­gung.

Die Pres­se
„Wer frü­her Zucker­rohr schlug, wischt heu­te die Böden der Hotels“ (Pay­wall)
Die bei­den Mäd­chen in Andrea Abreus Roman „So forsch, so furcht­los“ leben dort, wo ande­re eben nicht Urlaub machen – im meist wol­ken­ver­han­ge­nen Berg­land Tene­rif­fas. Ein Gespräch über die zer­stö­re­ri­sche Kraft des Tou­ris­mus – und die Ener­gie jun­ger Men­schen, die nichts zu ver­lie­ren haben.

Süd­deut­sche Zei­tung
Obses­si­on und Irr­tum (Pay­wall)
Die spa­ni­sche Schrift­stel­le­rin Sara Mesa hat mit „Eine Lie­be“ einen rät­sel­haft bril­lan­ten Roman geschrie­ben.

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Online seit: 18. Okto­ber 2022

Zuletzt geän­dert: 18. Okt. 2022