Presseschau – 16. Dezember 2025

Was taugt Jane Aus­ten? / Hans Woll­schlä­ger / John Irving / Anna Priz­kau / Nico­las Mathieu / Aris Fio­re­tos / Jok­ha Alhart­hi …

NZZ
Der Weg des Comic-Stars Chris­to­phe Blain führ­te aus dem Wil­den Wes­ten in die Aus­sen­po­li­tik
Blain zählt zu den Pio­nie­ren der Comic-Kul­tur, sein Werk reicht von Gen­re-Seri­en bis zu wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten. Ein Tref­fen im Car­toon­mu­se­um Basel, das dem Fran­zo­sen eine Retro­spek­ti­ve aus­rich­tet.

FAZ
Was taugt Jane Aus­ten? Die als Lie­be getarn­te Suche nach einer guten Par­tie
An die­sem Diens­tag jährt sich der Geburts­tag von Jane Aus­ten zum 250. Mal. Erst­mals lie­gen jetzt ihre sämt­li­chen Brie­fe in deut­scher Über­set­zung vor. Über eine der kon­tro­ver­ses­ten Roman­au­torin­nen der Lite­ra­tur­ge­schich­te.

FAZ
Jane Aus­ten und ihre böses­ten Figu­ren
Man ver­bin­det Jane Aus­ten gern mit arran­gier­ten Ehen und eng­li­scher Land­haus-Betu­lich­keit. Doch die Schrift­stel­le­rin ent­larv­te erbar­mungs­los die Dumm­heit ihrer Zeit: Eine Gale­rie ihrer böses­ten Figu­ren zum 250. Geburts­tag.

FAZ
Ein wirk­li­cher Autor ent­deckt einen wah­ren
Mate­ri­al für die Gestal­tung des ­indi­vi­dua­li­sier­ten Welt-Elends: „Der Fall Adams“ von Hans Woll­schlä­ger ist nicht ein­fach eine frü­he Fas­sung des Romans „Herz­ge­wäch­se“. Der eine Text erhellt jeweils den ande­ren.

FAZ
Wer nicht in den Krieg will, muss schwän­gern oder das Knie opfern
John Irving erzählt in sei­nem neu­en Roman von einer unkon­ven­tio­nel­len Fami­lie in Neu­eng­land, die eine jüdi­sche Wai­se auf­nimmt. Er fragt, was die Suche nach Iden­ti­tät mit der Lie­be zur Lite­ra­tur zu tun hat.

FAZ
Juden­hass als euro­päi­scher Export­schla­ger
Augen­öff­nend für Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart: Usa­ma Al Shah­ma­nis Roman „In der Tie­fe des Tigris schläft ein Lied“ zeigt, dass die Geschich­te kom­ple­xer ist, als es uns Popu­lis­ten weis­ma­chen wol­len.

Die Welt
Sie ist im Sana­to­ri­um, weil sie nicht mehr kann. Sie hat das Wei­nen ver­lernt
Erzäh­len als The­ra­pie, als Täu­schung, als Über­le­ben: Anna Priz­kau erkun­det mit ihrem Roman see­li­sche Kri­sen. Die Kri­se der Hel­din begann, als ihr Vater sie im Bade­zim­mer ein­sperr­te und sei­ne Lieb­ha­be­rin­nen von der Woh­nungs­tür Schlan­ge stan­den.

Die Welt
Als jeder deut­sche Schrift­stel­ler eine Hal­tung zu Hit­ler ein­neh­men muss­te
Die einen haben den „Füh­rer“ beju­belt, ande­re muss­ten außer Lan­des flie­hen. Kein Dich­ter konn­te sich nicht zur NS-Dik­ta­tur ver­hal­ten. Jetzt gibt es eine neue Stu­die über die Jah­re 1933 bis 1945. Es war nicht alles schwarz und weiß.

Die Zeit
Die Revo­lu­tio­nä­rin der Wor­te
Erst brach Jok­ha Alhart­hi mit der lite­ra­ri­schen Tra­di­ti­on ihrer Hei­mat Oman. Dann gewann ihr Roman, als ers­ter aus der ara­bi­schen Welt über­haupt, den Man Boo­ker Inter­na­tio­nal Pri­ze – und ist jetzt end­lich auch auf Deutsch zu lesen.

Die Zeit
Die klei­nen Freu­den und Lei­den der Ero­tik
Nico­las Mathieu erzählt von einer Lie­bes­af­fä­re, die schei­tert – aber Kräf­te weckt.

Die Zeit
Janes Welt
Män­ner haben das Geld, die Frau­en haben zu spu­ren? Die Roman­au­to­rin Jane Aus­ten, gebo­ren vor 250 Jah­ren, pfiff dar­auf – und wird dafür heu­te von allen geliebt.

Tages­spie­gel
Ist ja alles so bunt hier: Aris Fio­re­tos über die Viel­falt von Grau­tö­nen
Der schwe­di­sche Schrift­stel­ler beleuch­tet in einem hoch­li­te­ra­risch auf­ge­la­de­nen Essay eine unter­schätz­te Far­be.

Ber­li­ner Zei­tung
IG Indie-Buch­lä­den: Acht Ber­li­ner Buch­hand­lun­gen schlie­ßen sich zusam­men
Es ist eine Idee gegen die Kri­se, gegen den Nega­tiv­trend: Buch­lä­den aus Mit­te, Kreuz­berg, Neu­kölln und Fried­richs­hain wol­len sich als Indies gegen­sei­tig stüt­zen.

Die Pres­se
Zum 250. Geburts­tag: Eine Lie­bes­er­klä­rung an Jane Aus­ten
Roma­ne wie „Stolz und Vor­ur­teil“ oder „Emma“ sind nicht nur Klas­si­ker der Welt­li­te­ra­tur, son­dern bis heu­te Best­sel­ler und Dau­er­bren­ner für Film­ad­ap­tio­nen. Die Feuil­le­ton-Redak­ti­on hat sich der Jubi­la­rin auf eige­ne Wei­se ange­nä­hert: Durch ihr letz­tes Zuhau­se, die bes­ten Roman­ver­fil­mun­gen und durch den Gar­ten.

Der Stan­dard
Jose­fi­ne Rieks blickt in ihrem neu­en Roman hin­ter die Mas­ken der Per­fek­ti­on
Die Autorin erzählt in „Wenn auch das gefällt“ von Models, die sich dem äuße­ren Erschei­nungs­bild unter­wer­fen und alles Feh­ler­haf­te und Leben­di­ge ver­nei­nen

Der Stan­dard
Mie­ko Kawa­ka­mi und Say­a­ko Mura­ta: Zwei Roma­ne über die japa­ni­sche Gesell­schaft
In neu­en Roma­nen beschrei­ben Mie­ko Kawa­ka­mi und Say­a­ko Mura­ta Japan aus weib­li­cher Per­spek­ti­ve. Das Fami­li­en­mo­dell Vater-Mut­ter-Kind hat dar­in aus­ge­dient.

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Online seit: 16. Dezem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 17. Dez. 2025