Presseschau – 16. Dezember 2023

Masha Ges­sen: In Deutsch­land herrscht eine Kul­tur des Mund­tot-Machens / Eli­ot Wein­ber­ger / S. J. Agnon / Hen­ry Roth / Oscar Wil­de …

NZZ
Der eine wuchs in den Immi­gra­ti­ons­quar­tie­ren New Yorks auf, der ande­re träum­te von Paläs­ti­na – doch etwas ver­bin­det die bei­den Rie­sen der jüdi­schen Lite­ra­tur
S. J. Agnon und Hen­ry Roth – eine Geschich­te von zwei Bio­gra­fien, ohne die die Welt­li­te­ra­tur heu­te anders aus­se­hen wür­de.

FAZ
Kum­mer­trot­tel sucht nach Flö­ten­tö­nen
Einer der schöns­ten und trau­rigs­ten Lie­bes­brie­fe in neu­er Über­set­zung von Mir­ko Bon­né: Oscar Wil­des „De Pro­fun­dis“ fir­miert bei sei­nem deut­schen Kol­le­gen jetzt als „Aus der Tie­fe“.

Die Welt
„Der Staat stellt dich an, um Roma­ne zu schrei­ben“
In Island wer­den Schrift­stel­ler wie eine Art von Gott behan­delt: Hall­grí­mur Hel­gason erzählt vom aben­teu­er­li­chen Weg sei­nes Lan­des in die Moder­ne. Beim Tref­fen in Ber­lin ver­rät er, was sein aller­ers­tes Date mit sei­nem neu­en Buch zu tun hat.

Die Pres­se
Wie liebt es sich in der Psych­ia­trie?
Drei Frau­en, die auf Seelen­verwandte tref­fen: Behut­sam ­beschreibt Andrea Land­fried Berüh­run­gen und Zer­ris­sen­heit.

Die Pres­se
Ihr ver­dient die Erde nicht
Sprach­li­che Sona­ten, die kein Inne­hal­ten zulas­sen und aufs Welt­gan­ze abzie­len. In sei­nen neu­en Erzäh­lun­gen schlüpft László Kraszn­ahor­kai in ein Tier, begibt sich auf die Spu­ren eines Biblio­the­kars und lässt eine atem­lo­se Flucht in Kroa­ti­en enden.

Die Pres­se
Wie die anti­ke Dich­te­rin Sap­pho zur quee­ren Iko­ne wur­de
Eine Antho­lo­gie zeigt Sap­p­hos lite­ra­ri­schen Fuß­ab­druck im deutsch­spra­chi­gen Raum.

Der Stan­dard
Nata­scha Wodin gibt Außen­sei­tern eine Stim­me
In den fünf Geschich­ten ihres neu­en Ban­des „Der Fluss und das Meer“ geht es um Ein­sa­me und Ver­ges­se­nen

Frank­fur­ter Rund­schau
Wei­nen und Wider­stand
Eine klei­ne Ukrai­ne-Biblio­thek (46): Die Bedeu­tung Taras Schewtschen­kos für die Ukrai­ne. Von Chris­ti­an Tho­mas

Frank­fur­ter Rund­schau
Trä­nen zu Schnee­flo­cken
„Von der Poe­sie dei­ner Wor­te“: Doro­thee Krä­mers Gedich­te ent­wer­fen eine poe­ti­sche Trau­ma­to­lo­gie.

Tages­spie­gel
Steht Céli­ne in nichts nach: Peter Flamms 1926 ver­öf­fent­lich­ter Debüt­ro­man „Ich“ wur­de neu auf­ge­legt
Wie­der­ent­deckt: Peter Flamms Debüt­ro­man „Ich?“ über einen Heim­keh­rer aus dem Ers­ten Welt­krieg ist ein Vexier­spiel von gro­ßer Sog­kraft.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Es gibt bis­lang kei­nen zwei­ten Holo­caust“
Masha Ges­sen im Inter­view über die Absa­ge der Fei­er­lich­kei­ten des Han­nah-Are­ndt-Prei­ses, redak­tio­nel­le Feh­ler beim „New Yor­ker“ und die Poe­sie der Geschich­te.

Süd­deut­sche Zei­tung
Mit ganz oben spre­chen
Der legen­dä­re Essay­ist Eli­ot Wein­ber­ger denkt über Engel und Hei­li­ge als Figu­ren nach, durch die Gott mit uns Men­schen kom­mu­ni­ziert. Kön­nen wir auch ant­wor­ten?

Die Zeit
Han­nah-Are­ndt-Preis an Masha Ges­sen über­ge­ben
Hein­rich-Böll-Stif­tung und Bre­mer Senat woll­ten mit dem Han­nah-Are­ndt-Preis für Masha Ges­sen nichts mehr zu tun haben. Nun hat Ges­sen ihn im klei­nen Kreis erhal­ten.

Die Zeit
Masha Ges­sen ver­tei­digt umstrit­te­ne Äuße­run­gen zur Lage in Gaza
In Deutsch­land herr­sche eine Kul­tur des Mund­tot-Machens, beklagt Masha Ges­sen. Hin­ter­grund ist die Kri­tik an Ges­sens Ver­gleich des Gaza­strei­fens mit jüdi­schen Ghet­tos.

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Zuletzt geän­dert: 17. Dez. 2023