Presseschau – 15. September 2026

Moni­ka Maron / Ingo Schul­ze / Micha­el Kumpf­mül­ler / Ulrich Pelt­zer / Vigdis Hjorth / Michel Hou­el­le­becq / Han Kang / Uwe John­son …

NZZ
Schmerz­haf­te Kathar­sis – Gabrie­la Ada­mes­te­anu führt ihre Geschich­te Rumä­ni­ens in einem raf­fi­niert laby­rin­thi­schen Roman fort
Die Gran­de Dame der rumä­ni­schen Lite­ra­tur treibt in „Stim­men auf Abstand“ ihr post­mo­der­nes Spiel mit dem Publi­kum. Im Zen­trum des Romans steht eine Hel­din ohne beson­de­re Eigen­schaf­ten, die an ihrem Lebens­abend zwi­schen Klatsch und Melan­cho­lie schwankt.

NZZ
Nicht Wut, son­dern Hoff­nung befeu­ert die AfD, schreibt der ost­deut­sche Schrift­stel­ler Ingo Schul­ze
War­um wäh­len Men­schen eine Par­tei, die als rechts­extre­mis­tisch ein­ge­stuft wird? Eine Fahrt mit einem Taxi­fah­rer in Sach­sen-Anhalt führt Ingo Schul­ze zu einer unbe­que­men Fra­ge: Was set­zen die ande­ren Par­tei­en der AfD eigent­lich ent­ge­gen?

FAZ
Was es heißt, in einer Dik­ta­tur zu leben
Meck­len­burgs größ­ter Schrift­stel­ler ist Uwe John­son. Was hat uns sein Roman „Jah­res­ta­ge“ vor der dor­ti­gen Land­tags­wahl zu sagen? So eini­ges – über völ­ki­sche Hei­mat­vor­stel­lun­gen, Schuld und Pro­pa­gan­da.

FAZ
Caro­li­ne Wahl und das „Win­ner takes it all“-Prinzip
Auch der vier­te Roman von Caro­li­ne Wahl ist auf Anhieb äußerst erfolg­reich. Was sagt das über den Buch­markt aus? Und was hat das mit dem Umzug des Ver­lags S. Fischer von Frank­furt nach Ber­lin zu tun?

FAZ
Kei­ne Ret­tung vor der Kata­stro­phe
Bel­le Bur­den hat aus ihrem pri­va­ten Ehe­un­glück eine Geschich­te gemacht: „Frem­de“ heißt sie. Bemer­kens­wert dar­an ist die ver­blüf­fen­de Ehr­lich­keit bei der Beschrei­bung der eige­nen Nai­vi­tät.

FAZ
Wer regu­liert die Wirt­schaft und die Her­zen?
Buch­preis­no­mi­niert, doch wofür? Peg­gy Mäd­ler erzählt in ihrem Roman „Selbst­re­gu­lie­rung des Her­zens“ die DDR im Schnell­durch­lauf.

FAZ
Sie hat ihre Spra­che wie­der­ge­fun­den
Drei Jah­re nach­dem ihr ers­ter Roman als anti­se­mi­tisch ver­femt wur­de, bringt die in Ber­lin leben­de paläs­ti­nen­si­sche Schrift­stel­le­rin Ada­nia Shi­b­li das Nach­fol­ge­buch her­aus: „Täu­schung“. Es ist ein lite­ra­ri­sches Vir­tuo­sen­stück.

Die Pres­se
Ster­ben lie­ber mit der bes­ten Freun­din
Ann Packer ver­han­delt in „Ein uner­hör­ter Wunsch“ ein­fühl­sam Lie­be, Freund­schaft, Krank­heit und Tod.

Die Pres­se
Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ge­rin Han Kang im Inter­view
Die Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ge­rin Han Kang las am Tiro­ler Lite­ra­tur­fes­ti­val „Sprach­salz“. Im Inter­view spricht sie über ihre Kind­heit, Gewalt und wie ihre Roma­ne den Femi­nis­mus in Süd­ko­rea präg­ten.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Kanz­le­rin mit der Per­len­ket­te
In ihrem dys­to­pi­schen Near-Future-Roman „Zeit der Mons­ter“ ver­folgt Şey­da Kurt Ver­bin­dungs­li­ni­en zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zukunft.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ret­tung bie­tet nur das Tes­to­ste­ron
In der Fins­ter­nis ver­spricht allein der Dich­ter­fürst Erlö­sung – Michel Hou­el­le­becqs Band „Der stets ver­lo­re­ne Kampf“ gehört zum Radi­kals­ten, was die zeit­ge­nös­si­sche Lyrik her­gibt.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ein­mal hel­fen kön­nen und es tun
Vigdis Hjorths anrüh­ren­de, bit­te­re Geschich­te „Der gute Mensch von Sand­vi­ka“.

Tages­spie­gel
Ein star­kes Stück Lite­ra­tur
Kugel, Krei­de, Kame­ra: Ulrich Pelt­zers Roman über einen Dreh­buch­au­tor, der am Leben des mathe­ma­ti­schen Wun­der­kinds und Revo­lu­tio­närs Éva­ris­te Galo­is ver­zwei­felt.

Tages­spie­gel
Wenn Kunst kan­ni­ba­li­siert wird und sich selbst ver­daut
Ein wuchern­der Fie­ber­traum von einem Roman: Sophie Stein erzählt in „Der neun­te Kreis“ von der Ohn­macht der Lite­ra­tur gegen­über KI.

Ber­li­ner Zei­tung
Moni­ka Maron über die AfD: „Wenn man kei­ne Oppo­si­ti­on dul­det, fin­de ich das nicht demo­kra­tisch“
In ihrem neu­en Roman „Vier Minu­ten“ sieht Moni­ka Maron die Stär­ke der AfD schon vor­aus. Ein Gespräch über den Groll im Osten und das Erbe der DDR.

Der Stan­dard
Wie Autor Kumpf­mül­ler in „Böse Kin­der“ den Libe­ra­len die Levi­ten liest
Der in Ber­lin leben­de Roman­cier Micha­el Kumpf­mül­ler denkt über Glück und Ver­häng­nis von Fami­li­en nach 1945 nach. Sein Befund stimmt unbe­hag­lich

Süd­deut­sche Zei­tung
Die bau­en ja gar kei­ne Bom­ben?
Luca Kie­ser schickt in sei­nem Roman „Sim­sa­la­bim, Simon Bren­ner“ einen ver­deck­ten Ermitt­ler in eine lin­ke Uni­grup­pe. Dem gefällt es dort ein biss­chen zu gut.

Süd­deut­sche Zei­tung
Der Geist, der stän­dig schwank­te
Tho­mas Mann lob­te Sta­lin, hader­te mit dem Kapi­ta­lis­mus und betrach­te­te die USA als sein „bevor­zug­tes Hass­ob­jekt“. Eine neue Bio­gra­fie unter­sucht den deut­schen Natio­nal­dich­ter als poli­ti­schen Men­schen.

Süd­deut­sche Zei­tung
Auch Wün­sche sind erb­lich
Hele­ne Bracht erzählt in „Irma tanzt“ von dem Moment, in dem sie spürt, dass sie die Plä­ne ihrer Mut­ter und Groß­mutter erfüllt. Wie kann jemand so prä­zi­se und offen schrei­ben? Ein Besuch.

 

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Online seit: 15. Sep­tem­ber 2026

Zuletzt geän­dert: 15. Sep. 2026