Presseschau – 14. Oktober 2026
NZZ
Arm, reich, verliebt: Die deutsche Autorin Ruth-Maria Thomas macht eine ungleiche Beziehung zum Schauplatz einer Geschichte über Klasse und Herkunft
Nach dem grossen Erfolg ihres Debüts „Die schönste Version“ erzählt Thomas in „Die zweitgrösste Liebe“ von einer verschuldeten Frau aus der Lausitz und einem reichen Mann aus privilegiertem Elternhaus – und trifft damit einen Nerv der Gegenwartsliteratur.
FAZ
Sein eigenes Leben leben – wie geht das?
In der bayerischen Provinz wird ein Gesellschaftsthema angesiedelt, das globale Gültigkeit für sich beanspruchen kann: Thomas von Steinaeckers Roman „Schwestern“.
FAZ
Kein Houdini in Duma
Stumm und hyperaktiv: Samar Yazbek lässt die Heldin ihres neuen Romans den syrischen Bürgerkrieg durchleben. Es ist ein von Betroffenheit motiviertes Buch, das erkennbar eine ebensolche Betroffenheit erzeugen will.
FAZ
Die Magie der fünfundvierzig
Gesetz und Geheimnis: Die Dichterin Lyn Hejinian betreibt autobiographisches Schreiben mit seriellen Mitteln. Nun erscheint ihr letztes Wort, das Buch „My Life“, auch hierzulande – in einer zweisprachigen Ausgabe.
Süddeutsche Zeitung
Wie wir heute auf Foucault blicken
Vier neue Bücher zum 100. Geburtstag des Philosophen führen in dessen Leben und Werk ein. Eines verteidigt ihn gegen den Vorwurf, geistiger Vater identitätspolitischer Verhärtungen zu sein.
Der Standard
Österreichischer Buchpreis: Baar, Hirschl und Gstrein auf Shortlist
Auch Sabine Scholl und Birgit Birnbacher bleiben im Rennen – Marlen Mairhofer, Nina Temann und David Vajda sind im Debütpreis-Finale – Preisvergabe am 23. November
Der Standard
Würdigungen zu Elfriede Jelineks 80er vom Burg-Kasino bis nach São Paulo
Kultur- und Bildungsinstitutionen erweisen der österreichischen Nobelpreisträgerin die Reverenz – in Diskussionen, Theateraufführungen, Konzerten, Filmen
Der Standard
Autor Orélien weist KI-Vorwürfe zurück und räumt frühere Plagiate ein
Kein Satz seines Bestseller „C’était ça ou mourir“ „wurde von einer Maschine geschaffen“ – Buch wurde von Auswahlliste für Literaturpreis Prix Goncourt gestrichen
Der Standard
Juli Zehs „Pony Show“: Darf die das? Seelenverwandtschaft und Dickpics
Eine Verlegerin Mitte 50 verliebt sich im neuen Roman der Bestsellerautorin in ihren jungen Angestellten. Hat sie ihn umgebracht? Der Gerichtssaal wird zum Kampfplatz
* * *
Online seit: 14. Oktober 2026
Zuletzt geändert: 14. Okt. 2026
