Presseschau – 13. Juli 2026

Wei­mer ändert Aus­wahl­ver­fah­ren für Deut­schen Ver­lags­preis / Mat­thi­as Nawrat / Ezra Pound / Ger­tru­de Stein / Ernest Heming­way / Lukas Bär­fuss …

NZZ
Das Frau­en-Klo ist der bes­te Ort für einen Kol­laps: 22 Autorin­nen ant­wor­ten auf die „Schnatterzone“-Polemik von Denis Scheck
Hier wird geläs­tert, geweint und getrös­tet. Ein Band ver­sam­melt Lie­bes­er­klä­run­gen an die Damen­toi­let­te.

FAZ
Vor dem Schla­fen eine klei­ne Beschwö­rung
In Malin C.M. Røn­nings Roman „Das zwölf­te Haus“ lei­det ein zehn­jäh­ri­ges Mäd­chen unter dem Cho­le­ri­ker, in den sich sei­ne Mut­ter ver­liebt hat. Was ihm bleibt, ist die ver­trau­te Bezie­hung zu sei­nem älte­ren Bru­der.

FAZ
Im lyri­schen Fege­feu­er
Nichts in der Lyrik des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts ist so maß­los wie der Zyklus der „Can­tos“ von Ezra Pound. 1917 erschie­nen die­se Gedich­te – der neun­und­zwan­zigs­te Teil der F.A.Z.-Serie „Ame­ri­ka, wie es im Buche steht“.

FAZ
Der Som­mer der zap­peln­den Zun­gen
Am mythen­um­wo­be­nen und zugleich übel beleu­mun­de­ten Strand von Ostia: In ihrem Roman „Wenn alles brennt“ schil­dert Pau­li­na Spiech­o­wicz das Schick­sal von jun­gen Polen in Ita­li­en.

FAZ
Caro­la Neher: „Sport“
Sie muss­te vor den Nazis flie­gen und geriet in Mos­kau in die Fän­ge von Sta­lins Fol­ter­knech­ten. Ihr ver­mut­lich ein­zi­ges Gedicht weiß davon noch nichts: Es ver­kör­pert den Über­mut und die Lebens­freu­de der Zwan­zi­ger­jah­re.

FAZ
Ein lyri­sches Genie?
Ste­pha­nie Burt hat die Songs von Tay­lor Swift mit den Werk­zeu­gen von Musik­theo­rie und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft ana­ly­siert – und ist auf ein außer­ge­wöhn­li­ches Talent gesto­ßen.

FAZ
Die radi­ka­le Mut­ter der Moder­ne
Ohne die­se Frau sähe die moder­ne Lite­ra­tur ärm­lich aus: Ger­tru­de Stein trieb von Paris aus 1914 das auf die Spit­ze, was in ihrer Hei­mat als radi­kal galt – der acht­und­zwan­zigs­te Teil der F.A.Z.-Serie „Ame­ri­ka, wie es im Buche steht“.

FAZ
Wolf­ram Wei­mer ändert Aus­wahl­ver­fah­ren für Deut­schen Ver­lags­preis
Im Früh­jahr schloss der Kul­tur­staats­mi­nis­ter drei lin­ke Buch­lä­den vom Buch­hand­lungs­preis aus. Bei einer ande­ren Aus­zeich­nung ändert er nun das Aus­wahl­ver­fah­ren. Neu ist auch ein bera­ten­des Gre­mi­um.

FAZ
Wir haben den lite­ra­ri­schen Dosen­fraß satt
Die Auf­merk­sam­keit gilt heu­te mehr dem Publi­kum selbst als dem, was bestaunt wer­den soll­te, die Kunst ver­küm­mert zum Acces­soire. Das zeigt sich in den Muse­en und in den Büchern. Ein Plä­doy­er für die Über­for­de­rung.

Die Welt
Die Wahr­heit über Anti­se­mi­tis­mus, die der US-Schrift­stel­ler­prä­si­dent nicht lesen will
Israe­li­sche Autoren wer­den von US-Ver­la­gen und Ver­an­stal­tern boy­kot­tiert. Ein Arti­kel, der das mit 30 Zeu­gen­aus­sa­gen beleg­te, sorgt für ein Beben im PEN-Club des Lan­des. War­um sein Ex-Prä­si­dent damit die Gren­zen der Mei­nungs­frei­heit über­schrit­ten sieht.

Die Welt
Das letz­te Geheim­nis sei­ner Männ­lich­keit
Der Schrift­stel­ler Ernest Heming­way steht für eine Zeit, als Geschlech­ter­rol­len noch nicht hin­ter­fragt wur­den. Oder doch? Ein neu­er Roman ver­sucht, die toxi­sche Männ­lich­keit Heming­ways zu ent­rät­seln. Die Spur ist heiß.

Die Welt
„Wenn ich mir vor­stell­te, dass mei­ne Mut­ter mich berührt, befiel mich Ekel“
Sei­ne Mut­ter war Bar­da­me und ver­ließ ihn, als er noch min­der­jäh­rig war. Doch statt im Trau­ma zu ver­sin­ken, zog Lukas Bär­fuss dar­aus Stär­ke – und brach­te es bis zum Büch­ner-Preis. Jetzt rech­net er mit dem Mythos Mut­ter­lie­be ab. Eine Begeg­nung.

Die Pres­se
„Gene­ra­ti­on Zeit­druck“ sucht das Glück
Rebec­ca Mar­tin erzählt in ihrem neu­en Roman vom Stress der knapp 30-Jäh­ri­gen, ihre Träu­me rund um Erfolg, Part­ner und Kin­der zu rea­li­sie­ren.

Die Pres­se
„Mis­sis­sip­pi zu ver­las­sen war ent­schei­dend“
17 Jah­re nach ihrem Sen­sa­ti­ons­de­büt »Gute Geis­ter« (im Ori­gi­nal: »The Help«) prä­sen­tiert Schrift­stel­le­rin Kath­ryn Sto­ckett nun ihren zwei­ten Roman: »Der Club der Unbeug­sa­men«. Aber­mals führt sie ihr Publi­kum in die Süd­staa­ten­men­ta­li­tät ein.

Frank­fur­ter Rund­schau
Was man nicht wis­sen will, oder etwa doch?
Die Zukunft ist unter uns: Johan­na Sebau­ers Roman „Popóm“ und ihr berühm­tes „Gur­kerl“ – jetzt mit Bil­dern von Niko­laus Hei­del­bach.

Frank­fur­ter Rund­schau
Sagen wir, Szc­ze­pan Twar­doch bekommt 2056 den Lite­ra­tur­no­bel­preis
Welt­li­te­ra­tur aus Polen: „Sehn­sucht“, der neue Roman von Szc­ze­pan Twar­doch, treibt toll­küh­ne Spie­le mit sich und uns.

Frank­fur­ter Rund­schau
War­um wir so viel reden
Alles ist im Fluss: Die indi­sche Autorin Devi­ka Rege erzählt in poe­tisch auf­ge­la­de­ner Pro­sa von Mil­len­ni­als zwi­schen High­tech und Hin­du-Natio­na­lis­mus.

Ber­li­ner Zei­tung
Wie Mbap­pé das Leben einer Ghost­wri­te­rin ver­än­dert: „Kyli­an und das Buch mei­nes Lebens“
Für die fran­zö­si­sche Natio­nal­mann­schaft ist Kyli­an Mbap­pé der gro­ße Moti­va­tor. Davon pro­fi­tiert auch die Erzäh­le­rin in Anne Akrichs unter­halt­sa­mem Roman. Die Kri­tik

Ber­li­ner Zei­tung
Zwi­schen Wald und Wor­ten: Förs­ter und Schrift­stel­ler Gott­fried Unter­dör­fer
Sei­ne Tex­te ent­stan­den aus unmit­tel­ba­rer Natur­er­fah­rung und Kriegs­er­in­ne­run­gen. Doch war­um trat er nie dem DDR-Schrift­stel­ler­ver­band bei?

Tages­spie­gel
Silent-Rea­ding-Par­tys: Was hin­ter dem betreu­ten Lesen steckt
Der deut­sche Buch­han­del schlägt Alarm, gleich­zei­tig wer­den in Ber­lin Lese­par­tys immer belieb­ter. Was steckt dahin­ter? Ein Besuch beim Silent-Rea­ding-Club im Café des Muse­ums für Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Tages­spie­gel
Zehn wich­ti­ge Bücher, die noch 2026 erschei­nen: Von Caro­li­ne Wahl über Maxim Bil­ler bis Juli Zeh
Die Lite­ra­tur schwingt sich in die­sem Herbst zu Höchst­leis­tun­gen auf. Ein Aus­blick auf neue Roma­ne, die vor der Frank­fur­ter Buch­mes­se von sich reden machen wer­den.

Die Zeit
„Wäre ich ein Mann, hät­ten sie weni­ger Pro­ble­me mit mei­nem Ton­fall“
Für ihre Über­set­zun­gen der »Odys­see« und »Ili­as« wur­de Emi­ly Wil­son von rechts ange­fein­det. Regis­seur Chris­to­pher Nolan fand sie gut. Denn jede Über­set­zung hat ihre Zeit.

Die Zeit
Zum Waf­fen­schmug­geln braucht man gute Ver­se
Ein Spi­on und ein Dich­ter: Kris­tof Magnus­son erschafft in „Die Rei­se ans Ende der Geschich­te“ das Traum­paar des Som­mers.

Süd­deut­sche Zei­tung
Ost­deutsch­land, spä­ter
Eine Fami­lie, die zer­fällt, in einer Welt, die aus dem Leim geht: Trotz­dem heißt Ange­li­ka Klüs­sen­dorfs gro­ßes Gegen­wart­s­pan­ora­ma „Trost“. War­um? Das hat viel mit ihrem unver­gleich­li­chen Stil zu tun.

Süd­deut­sche Zei­tung
Was anstel­len mit den frei­en Jah­ren im Alter?
Die­se end­lo­sen Som­mer: Hans-Ulrich Trei­chel hat in sei­nem Roman „Das Karus­sell“ ein raf­fi­nier­tes klei­nes Lebens­zeit­mo­dell gezim­mert.

Süd­deut­sche Zei­tung
Hast du das wirk­lich alles gele­sen?
End­lich gibt es die Chan­ce, Ja zu sagen – ohne belas­ten­de Indi­zi­en. Die „Book Hand­ling Agen­cy“ in Ber­lin macht mit Esels­oh­ren und Absinth-Fle­cken jedes Buch im Regal zum Monu­ment der Bele­sen­heit.

Süd­deut­sche Zei­tung
Zu Gast bei einer Furcht­lo­sen
Jeden Som­mer lädt die pol­ni­sche Nobel­preis­trä­ge­rin Olga Tok­ar­c­zuk zum Fes­ti­val nach Schle­si­en ein. Aber geht es da wirk­lich nur um Bücher?  Ein Besuch.

Süd­deut­sche Zei­tung
Bin ich nur ein Pünkt­chen in der Sta­tis­tik?
Mat­thi­as Nawrats Roman „Das glück­li­che Schick­sal“ erzählt von Unrecht und Kata­stro­phen, will aber nicht an unser Mit­ge­fühl ran, son­dern zwingt zum Sel­ber­den­ken. Wie groß­ar­tig sich das anfühlt.

 

 

 

 

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Online seit: 13. Juli 2026

Zuletzt geän­dert: 13. Juli 2026