Presseschau – 12. Oktober 2026
NZZ
Der Literaturnobelpreis an Anne Carson setzt ein Zeichen für die Lyrik
Die Poetin aus Kanada wurde zwar immer mal wieder als Nobelpreiskandidatin gehandelt. Doch Anne Carsons deutscher Verlag zeigte sich von der Wahl überrumpelt.
NZZ
Das goldene Zeitalter der Juden sei vorbei: Maxim Biller zieht Bilanz
In „Schwarze Samstage“ erzählt Maxim Biller, wie der 7. Oktober 2023 die Welt verändert hat. Sein Buch ist ein Seismograf des Antisemitismus und ein Zeugnis von Angst, Zorn und manchmal auch Rechthaberei.
NZZ
Alfred Polgar bekommt in Zürich gute Gesellschaft
Die Zugabe von Manfred Papst
NZZ
Chinas Autoren wollen ihr Land nicht erklären
In Frankfurt präsentieren auch autoritäre Länder wie China ihre Bücher. Doch der Export chinesischer Literatur ist bis heute nicht erfolgreich – obschon sie immer individueller wird.
Die Welt
In einem Krieg gibt es nur zwei Seiten
Israelische Bücher haben es im Ausland schwer, sagt die Literaturvermittlerin Sigalit Gelfand auf der Frankfurter Buchmesse. Das zeigt, dass die Zeiten platter Politisierung auf der Messe passé sind. Politisch brisant ist 2026 etwas anders.
FAZ
Neuer Hallenplan, aber sonst kein Plan
Die Frankfurter Buchmesse setzte in diesem Jahr auf ein neues Konzept. Es ist nicht gut aufgegangen. Den Beschwörungen der Wichtigkeit des Buchgeschäfts müssen Taten folgen – auch organisatorisch.
FAZ
Gegen die sexuelle Identifikation
Michel Foucaults aus dem Nachlass veröffentlichtes Manuskript „Die Hermaphroditen“ besitzt dieselbe Sprengkraft, die man von seinen zu Lebzeiten veröffentlichten Texten kennt.
FAZ
Lyriklesend soll die Welt genesen
Vor vier Jahren landete sie mit „Eine Frage der Chemie“ einen weltweiten Sensationserfolg. Ihr zweiter Roman, „Peck & Peck“, handelt von Lyrik. Ob das die Massen anzieht?
FAZ
Fehle ich Ihnen ein kleines bisschen, Monsieur?
Zum Abschluss von Rilkes hundertstem Todesjahr widmet Julia Franck einer der Geliebten des Dichters, der Malerin Baladine Klossowska, ein Buch. „Ich ertrinke in den Wassern meiner eigenen Liebe“ heißt es.
FAZ
Bitte neue Gäste keilen
Es zählt zu den wichtigsten Stätten des deutschen Exils: Bertolt Brechts Haus im dänischen Svendborg. Heute ist es eine buchbare Arbeitsstätte für Kreative geworden.
Frankfurter Rundschau
125 Jahre „Buddenbrooks“ – Was kann man tun?
Vor 125 Jahren erschien Thomas Manns Roman „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“. Da kann man noch was lernen, oder auch nicht.
Frankfurter Rundschau
Die Androidin spürt die Freiheit wie einen Energieschub
Fast schon kein Science-Fiction mehr: Sierra Greers Roman „Annie Robot“.
Tagesspiegel
Helga Schubert über die Trauer um ihren Mann: „Ich in Selbstbestimmung, nach den Jahrzehnten mit ihm“
Erinnerung an einen langen Abschied: Die Schriftstellerin Helga Schubert stellt sich mit ihrem Trauerbuch „Die Woche danach“ in eine Reihe mit Joan Didion und Siri Hustvedt.
Berliner Zeitung
„Wand an Wand“: Lauter Leben im Altbau
Die Schaubühnen-Dramaturgin Maja Zade hat einen Roman geschrieben. Da geht es sehr berlinisch zu. Und es wird viel gesprochen. Die Kritik.
Süddeutsche Zeitung
Ist das Cover doch entscheidend?
Marion Blomeyer ist eine preisgekrönte Buchgestalterin. Wie lenkt man im visuellen Überfluss der Gegenwart die Aufmerksamkeit überhaupt noch auf Literatur? Ein Besuch.
Süddeutsche Zeitung
Viel Starpower, wenig Politik
Großer Publikumsandrang und viel Harmonie trotz fragwürdiger kulinarischer Versorgungslage – sieht man mal vom Konflikt zwischen Anspruch und Kommerz ab: So war die diesjährige Frankfurter Buchmesse.
Der Standard
Schreiben zum „Kontern gegen die Welt“: Nachgelassene Texte von Helena Adler
Das diesen Montag erscheinende „Die Atmung der Liebenden mit Anomalien“ versammelt kürzere Texte der 2024 an Krebs verstorbenen Autorin. Überraschend, beißend, verspielt
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Online seit: 12. Oktober 2026
Zuletzt geändert: 12. Okt. 2026
