Presseschau – 11. September 2026
NZZ
Ein kleiner Verlag will den „ultimativen Skandal“ inszenieren – und entlarvt damit den Schweizer Literaturbetrieb und sich selbst
Der Th.-Gut-Verlag verkauft Geschichten. Mal zwischen Buchdeckeln, mal aus der Trickkiste. Denn am Ende gilt: Es gibt keine schlechte Presse. Eine kleine Posse.
NZZ
Jean und Joséphine: Die rätselhafte Geliebte
Der französische Schriftsteller Jean Rolin erinnert sich an seine Geliebte Joséphine, die frühere Frau des berühmten Psychoanalytikers Félix Guattari. Sie starb 1993 mit 31 Jahren an einer Überdosis.
Die Welt
Die Spur der Sprechpuppen führt nach Moskau
Boris Schumatsky weiß, wie totalitäre Regime ticken – er ist sowjetisch aufgewachsen. Jetzt hat er einen Roman geschrieben, der erzählt, was Putinfreunde und Israelfeinde gemeinsam haben. Denn auf einen „Kontext“ kommt es wirklich an.
FAZ
Die Gnade von Schiffen
Was widerfuhr einem 1926 geborenen Deutschen? Siegfried Lenz hat die für seinen Jahrgang typischen schrecklichen Erfahrungen machen müssen. Und doch ist ihm einiges erspart geblieben. Und nicht alles hat er erzählt.
FAZ
Einmal im Leben „Katzenklappe“ schreiben!
Christian Kracht verrät ein Lieblingswort, bei Adania Shibli bleiben Fragen offen und Dave Eggers geht in Berlin verloren: ein Rückblick auf das Internationale Literaturfestival Berlin.
FAZ
Das Evangelium nach Maria
Wer ist hier schwach und wer ist stark? Jonas Eikas Romanphantasie „Offener Himmel“ über Beginenfrauen im Hochmittelalter hat begeisternde Momente, changiert aber insgesamt zwischen Mystik und Albernheit.
FAZ
Es bleibt nur die Erinnerung an den Sex
Nach langem Schweigen kehrt Michel Houellebecq zurück auf die literarische Bühne: mit Gedichten, einer alten Liebe. Nun sind sie auch auf Deutsch zu lesen.
Die Presse
Der Fortsetzungsroman: Eine Geschichte von Alexandre Dumas bis Monika Helfer
Wie Autoren Zeitungsverleger austricksten, „Die Presse“ Mediengeschichte schrieb und der Cliffhanger geboren wurde: Über den Fortsetzungsroman – anlässlich der Exklusiv-Veröffentlichung von Monika Helfers letztem Roman in der „Presse“.
Die Presse
Franziska Gänslers Aktivismus-Roman: Geparkt an der Fleischtheke
Franziska Gänslers Roman „Orca“ hat es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Er handelt von Einsamkeit in Zeiten des Klimawandels.
Die Presse
Neues von Sven Regener: „Der ganze Westberlinscheiß“
Auch „Frankie und Freddie“, der siebte Roman von Sven Regener, spielt in Kreuzberg, diesmal schon 1980.
Frankfurter Rundschau
Was der Kundschaft nicht auffällt
Souvankham Thammavongsas außergewöhnlicher Roman über einen Tag im Nagelstudio: „Frag nach Susan“.
Frankfurter Rundschau
Der doppelte Böckmann
Der Roman „Das richtige Leben des Alvaro Maderholz“ von Clemens Böckmann ist ein waghalsiges literarisches Verwirrspiel.
Berliner Zeitung
Zum Tod von Karl Corino: Der Transit-Mann aus dem Westen
„Transit“ hieß seine Radiosendung für Literatur aus der DDR. Seine größte Leidenschaft aber galt Robert Musil. Jetzt ist Karl Corino gestorben.
Die Zeit
Das Grauen an der Wachstuchtischdecke
Shida Bazyars Roman über die Nazi-Vergangenheit eines Dorfes im Hunsrück
Die Zeit
Wem gehört der Beifall?
Vor drei Jahren wurde die Verleihung des LiBeraturpreises an Adania Shibli abgesagt. Jetzt hat die Autorin ihr neues Buch vorgestellt – und hinterließ offene Fragen.
Der Standard
Kaśka Bryla erhält Veza-Canetti-Preis der Stadt Wien
Ihr Werk sei „psychologisch eindringlich und sprachlich präzise“, begründet Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler
Süddeutsche Zeitung
Es konnte gar nicht schwer genug sein
Der Literaturkritiker Karl Corino förderte DDR-Schriftsteller und wurde von der Stasi überwacht. Seine größte Liebe aber gehörte dem österreichischen Autor Robert Musil.
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Online seit: 11. September 2026
Zuletzt geändert: 11. Sep. 2026
