Presseschau – 10. März 2026

Nor­bert Gst­rein / Eli­as Hirschl / Buch­hand­lungs­preis / Geor­ge Orwell / Nor­bert Hum­melt / Uwe Kol­be / Biblio­phi­lie / Sig­rid Und­set …

NZZ
Der Sprach­ver­rück­te: Eli­as Hirschls Roman „Schlei­fen“ ist ein Wun­der­werk der Ver­wir­rung
Irgend­et­was zwi­schen Sprach­phi­lo­so­phie und Sprech­durch­fall: Der jun­ge Wie­ner Autor Eli­as Hirschl hat einen rausch­haf­ten Text geschrie­ben.

Die Welt
Auch wer nie selbst im Krieg war, wird von sei­nen Dämo­nen heim­ge­sucht
Ein Geschichts­leh­rer erzählt sei­nem Schü­ler so leben­dig von der Kaval­le­rie, dass er sich begeis­tert zur Armee mel­det. Doch an der Ost­front kann von Rit­ter­lich­keit kei­ne Rede sein. Nor­bert Gst­reins Roman mus­tert das 20. Jahr­hun­dert, wo Krieg und Gewalt sich immer wei­ter fort­zeu­gen.

Die Welt
War­um man den Buch­hand­lungs­preis gleich ganz abschaf­fen soll­te
Von Marc Reich­wein

FAZ
Wenn Bücher­sam­meln obses­siv wird

Jahr­zehn­te­lang soll­te „wah­re“ Bücher­lie­be von fal­schen Nei­gun­gen abge­grenzt wer­den. Der Buch­wis­sen­schaft­ler Ernst Fischer zeigt in sei­nem neu­en Stan­dard­werk: Gera­de das Obses­si­ve macht Biblio­phi­lie inter­es­sant.

FAZ
Am Ende siegt die Schreib­ma­schi­ne über die Bom­ben
Die besieg­ten Deut­schen hun­gern zu las­sen ist unmensch­lich und nicht beson­ders klug: Eine Aus­wahl aus Geor­ge Orwells spä­ten Zei­tungs­ko­lum­nen erscheint jetzt auf deutsch.

FAZ
Der Riva­le wird neben­bei beim Ski­lau­fen erschla­gen
Sig­rid Und­sets nor­we­gi­scher Mit­tel­al­ter-Roman­mehr­tei­ler „Olav Auduns­sohn“ erscheint in neu­er deut­scher Über­set­zung.

FAZ
Der Tanz mit dem Fasel­hans
Vor dem Bücher­schrank des Vaters ist nicht gut Ska­ten: In Nor­bert Hum­mels neu­en Gedich­ten ist der Reim eben­so zuhau­se wie die alters­mil­de Hei­ter­keit. Kein Wun­der, wenn der Instal­la­teur Schil­ler auf den Lip­pen führt.

FAZ
War­um kein Rück­tritt nach der Brüs­kie­rung?
Wolf­ram Wei­mer hat das Pro­ze­de­re des Deut­schen Buch­hand­lungs­prei­ses geän­dert. Nun erklä­ren sich die Juro­ren, und der SPD-Kul­tur­po­li­ti­ker Cars­ten Bros­da sucht nach Erklä­run­gen wie die Kurt-Wolff-Stif­tungs­vor­sit­zen­de.

FAZ
Der Meis­ter des Mythos
Er for­dert eng­li­sche Repa­ra­tio­nen für die Kolo­ni­al­herr­schaft: Zum sieb­zigs­ten Geburts­tag des Schrift­stel­lers und frü­he­ren Diplo­ma­ten Sha­shi Tha­ro­or.

Die Pres­se
Leodo­ra Dar­ling­ton „The Exes“: Wer ist hier das Mons­ter?
Ein Psy­cho­kri­mi, der durch eine Bezie­hungs­land­schaft mit sehr dunk­len Ecken führt.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der Blick hin­ein in die Zeit
Die fins­te­ren Sei­ten der iri­schen Gesell­schaft – ein Ent­wick­lungs- und Span­nungs­ro­man.

Frank­fur­ter Rund­schau
Im Fluss­bett der Erin­ne­rung
„Was gibt’s, was nicht Sta­lin / und Hit­ler, Wehr­macht, SS taten vor dem, / der heu­te da brand­schatzt und mor­det?“ – Spu­ren wie Lock­ru­fe in den neu­en Gedich­te von Uwe Kol­be. „Das Alter der Elbe“ heißt der Band.

Die Zeit
Ein Aus­ru­fe­zei­chen hilft nicht immer!
Dani­el Schrei­ber will mehr Lie­be in der Poli­tik.

Die Zeit
Bit­te mit viel Weiß­raum
150 Bücher gaben eini­ge Influen­cer auf Tik­Tok als Lese­ziel für 2026 an. Jetzt mer­ken sie: ganz schön vie­le Buch­sta­ben. Über die Absur­di­tät einer lite­ra­ri­schen Chall­enge

Der Stan­dard
Mit „Fri­sche Appel­le“ erhebt Nata­scha Gangl auf vie­ler­lei Art Ein­spruch
Die Bach­mann­preis­trä­ge­rin rüt­telt am Appel­len­baum – Sprech­tex­te der letz­ten zehn Jah­re.

Der Stan­dard
Wie Roman­cier Peter Ros­ei die Kunst des erzäh­le­ri­schen Treu­hän­ders übt
Der Wie­ner Autor wird heu­er 80 Jah­re alt. Peter Ros­ei setzt im Roman „Unsterb­li­che See­len“ sei­ne Chro­nik klei­ner Ereig­nis­se fort

Süd­deut­sche Zei­tung
So zer­stört man eine Insti­tu­ti­on
Eigent­lich woll­te Wolf­ram Wei­mer auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se den Deut­schen Buch­hand­lungs­preis ver­lei­hen. Nach dem Ver­fas­sungs­schutz-Skan­dal wur­de die Ver­an­stal­tung jetzt abge­sagt.

Süd­deut­sche Zei­tung
Beden­ke dei­ne Wie­der­ge­burt
Für den ers­ten Band ihrer Gra­phic Novel „Die Frau als Mensch“ ist Ulli Lust hoch­ge­lobt und aus­ge­zeich­net wor­den. Mit „Scha­ma­nin­nen“ führt sie ihre For­schungs­rei­se in die Früh­ge­schich­te fort. Und zeich­net ein neu­es Men­schen­bild.

 

 

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Online seit: 10. März 2026

Zuletzt geän­dert: 10. März 2026