Presseschau – 10. August 2026
NZZ
Gefeierter Debütroman von Maria Reva: Mit dreizehn Junggesellen auf Liebessuche in der Ukraine, dann bricht der Krieg aus
Mit ihrem wilden Buch «Ein Königreich für eine Schnecke» gelingt der Schriftstellerin ein witziges und doch tiefgründiges Abbild einer verrückten Gegenwart.
NZZ
Elena Fischers neuer Roman: „Dies ist nicht mein Leben. Tut mir leid.“
Als sich Bauer Joseph schon den Lauf des Gewehres in den Mund gesteckt hat, klingelt es an der Tür. So beginnt «Wirf einen Schatten», der feinsinnige neue Roman von Elena Fischer.
NZZ
Die literarische Aufarbeitung des Brandanschlags 1989 in Chur
Urs Zürcher geht in seinem neuen Roman der Frage nach, warum Menschen sich radikalisieren.
Die Welt
„Wie viele gute und helle Stunden geistigen Gesprächs wehte jeder Sommer uns zu!“
Erinnerungen an die „Welt von gestern“: Aus Stefan Zweigs berühmter Villa auf dem Salzburger Kapuzinerberg könnte ein „europäisches Haus“ der Literatur und des Denkens werden. Es wäre ein Kraftakt, der sich lohnt.
Die Welt
Erst superwoke, dann Frauenhass – die Leiden des jungen Feministen
Tony Tulathimutte ist der neue Star der amerikanischen Literatur. Seine Geschichten über Hyperkorrekte, „QPoC-Freundys“ und Traumapatrioten sind eine radikale Kritik identitätspolitischen Schubladendenkens.
Die Welt
„Ich komme nicht von ihm los“
Pünktlich zum Rilke-Jubiläum rücken auch seine Frauen neu ins Licht. Baladine Klossowska nimmt eine Sonderstellung ein. Er war in seiner größten Schaffenskrise, als sie in sein Leben trat. Ihre Briefe an ihn lassen tief blicken.
FAZ
Vom Zergehen vor Liebe
Niemand hat wie sie die deutsche und die türkische Kultur miteinander verknüpft: Zum achtzigsten Geburtstag der Berliner Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar
FAZ
Der Schmerz ist ein starkes Schlafmittel
Alexandre Labruffes Roman „Cold Case“ folgt drei Generationen koreanischer Auswanderer auf Glückssuche durch drei Kontinente. Das Buch ist zugleich Roman noir und absurde Komödie.
FAZ
Die geheimnisvollste Schriftstellerin des frühen zwanzigsten Jahrhunderts
Lange veröffentlichte die nur unter ihrem Pseudonym bekannte „El Hor“ Seite an Seite mit den größten Autoren ihrer Zeit, bis sie 1923 plötzlich verstummte. Nun ist dem Germanisten Claus Zittel die Enttarnung einer grandiosen Schriftstellerin geglückt.
FAZ
Kapitalismus ist Mist, aber Armut ist auch Mist
Nach Sprache drängt, an Sprache hängt doch alles: Dorota Masłowska schildert in ihrem Roman „Im Paradies“ mit viel Phantasie eine in Ost und West zerrissene Welt.
FAZ
Die feindliche Welt der Straße
Kann eine Gesellschaft gerecht sein, die auf der Straße das Recht des Stärkeren gelten lässt? Der Prager Autor Petr Šesták schildert in „Ausgebrannt“ die wachsende Wut eines Fahrradkuriers.
FAZ
Frauenschicksale aus vier deutschen Generationen
Durch Traumata verbunden: Miriam Carbe erbte die Tagebücher ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter. Auf deren Basis entwirft sie in ihrem Roman drei Frauenfiguren, die jede eine unerwünschte Tochter zur Welt brachten.
Frankfurter Rundschau
Die Moral eines Volkes und seines Präsidenten
Barbara Chase-Ribouds neu herausgebrachter Roman über Sally Hemings, Sklavin und Geliebte Thomas Jeffersons.
Tagesspiegel
Einen Weg finden, mit den Krisen der Gegenwart umzugehen
Die britische Schriftstellerin Deborah Levy verknüpft in ihrem Roman „Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein“ das Leben von Stein mit dem Alltag einer fiktiven Schriftstellerin.
Berliner Zeitung
Svenja Leiber gibt mit „Nelka“ einer von Deutschen verschleppten Frau eine Stimme
Dieser Roman setzt den „Ostarbeiterinnen“ ein filigranes Denkmal. Svenja Leiber erzählt sorgfältig ausbalanciert.
Der Standard
Heinz Strunks neuer Roman: Ein Höllentrip mit Neckarblick
Im „Memories of Heidelberg“ wird ein älteres Ehepaar auf einen Urlaub voller Demütigungen geschickt. Ein Theater der Grausamkeit zum Mitfühlen und Mitlachen
Der Standard
Komplett fucked: Clemens J. Setz‘ neues Buch „Mein Leben als Noiseband“
In seinem Kurzgeschichtenband „Mein Leben als Noisband“ geht der unlängst mit dem Großen Österreichischen Staatspreis 2026 ausgezeichnete Clemens J. Setz an die Grenzen
Der Standard
Krimi-Autorin Petra Hartlieb: „Habe so ein Gefühl, dass es immer unversöhnlicher wird“
Im neuen Krimi „Buberlpartie“ der Buchhändlerin und Autorin geht es um Wutbürgertum. Ein Interview über den Culture-Clash in Wien-Währing, FPÖ-Kreise und die Gräben nach Corona
Süddeutsche Zeitung
„KI-Stimmen stoßen das Publikum nicht ab“
Führt der ungebremste Erfolg der Hörbücher zum Ende des Lesens? Günther Stocker vom Wiener Forschungsprojekt „Listening to Literature“ über Ablenkung und Konzentration – und die Feinheiten des gesprochenen Worts.
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Online seit: 10. August 2026
Zuletzt geändert: 10. Aug. 2026
