Presseschau – 10. April 2025

Sieg­fried Unseld und die NSDAP / Tho­mas Pyn­chon / Oli­ver Lov­ren­ski / Kurt Prö­del / F. Scott Fitz­ge­rald / Jérô­me Leroy / Mar­ga­ret Atwood …

NZZ
Der legen­dä­re Suhr­kamp-Ver­le­ger Sieg­fried Unseld trat 1942 als Sieb­zehn­jäh­ri­ger der NSDAP bei. Bis vor kur­zem wuss­te nie­mand davon
Der His­to­ri­ker Tho­mas Gru­ber fand im deut­schen Bun­des­ar­chiv zufäl­lig den Mit­glieds­aus­weis des 2002 ver­stor­be­nen Ver­le­gers. Sieg­fried Unseld hat nie öffent­lich über sei­nen Bei­tritt gespro­chen.

NZZ
Tomasz Rozy­cki schreibt über Wodka‑, Wein- und Bier­zo­nen in Euro­pa und das Leben in einem Plat­ten­bau
Der pol­ni­sche Schrift­stel­ler erin­nert im Roman «Die Glüh­bir­nen­die­be» an die kol­lek­ti­vis­ti­schen Jah­re unter Sowjet­be­set­zung. Im Essay­band «Feu­er­pro­be» geht er Euro­pas zivi­li­sa­to­ri­scher Idee auf den Grund.

FAZ
Pun­ch­li­nes aus dem Hin­ter­hof
Das Debüt des jun­gen nor­we­gi­schen Autors Oli­ver Lov­ren­ski ist mehr als bloß ein Roman über eine har­te Jugend. Den Sound des Hip­Hop und das Stra­ßen-Espe­ran­to durch­zieht eine ver­blüf­fend poe­ti­sche Linie.

FAZ
Auch die­se Run­de geht an Chris­toph Peters
Das han­sea­ti­sche Ober­lan­des­ge­richt bleibt sei­ner Linie treu: Der Roman „Inner­städ­ti­scher Tod“ von Chris­toph Peters ver­letzt nicht die Per­sön­lich­keits­rech­te eines Ber­li­ner Gale­ris­ten­paars und bleibt des­halb wei­ter im Han­del.

Die Welt
Make Gats­by Gre­at Again
Als „Buch des Früh­jahrs“ soll­te „Der gro­ße Gats­by“ auf kei­nen Fall ange­prie­sen wer­den, so F. Scott Fitz­ge­rald bei sei­nem Erschei­nen vor 100 Jah­ren. Ist der Roman in Zei­ten von Trump nicht aktu­el­ler denn je? Tat­säch­lich ist sei­ne Haupt­fi­gur ein radi­ka­ler Idea­list.

Tages­spie­gel
Suhr­kamp-Ver­le­ger Sieg­fried Unseld war Mit­glied der NSDAP
Der gro­ße Ver­le­ger Sieg­fried Unseld ist 1942 auf eige­nes Betrei­ben in die NSDAP ein­ge­tre­ten, wie der His­to­ri­ker Tho­mas Gru­ber im Bun­des­ar­chiv her­aus­fand. Gibt es nun einen „Fall Unseld“?

Tages­spie­gel
Der Isla­mist und das Mäd­chen
Die Rechts­extre­men haben eine Stadt über­nom­men, Ter­ror­kom­man­dos maro­die­ren durch sie hin­durch: Der neue Kri­mi von Jérô­me Leroy han­delt vom Zer­fall Frank­reichs.

Die Zeit
Was knallt denn da so?
Der Künst­ler Kurt Prö­del schreibt jetzt auch einen Roman.

Die Zeit
Die drei ??? und der alte Dich­ter
Zum Tho­mas-Mann-Jahr lösen sogar die berühm­ten Detek­ti­ve aus Rocky Beach einen Fall um den Lübe­cker Schrift­stel­ler – und der ist rich­tig gut!

Der Stan­dard
Rena­te Welsh erhält den Wie­ner Buch­preis
Die von der Wirt­schafts­kam­mer-Fach­grup­pe Buch- und Medi­en­wirt­schaft ver­ge­be­ne Aus­zeich­nung wird am 23. April über­reicht

Der Stan­dard
Neu­er Roman von US-Autor Tho­mas Pyn­chon erscheint im Okto­ber
Der Rowohlt-Ver­lag ver­öf­fent­licht „Shadow Ticket“ am 14. Okto­ber. Es ist der ers­te Roman des geheim­nis­vol­len Ame­ri­ka­ners seit zwölf Jah­ren

Frank­fur­ter Rund­schau
NSDAP-Mit­glied Sieg­fried Unseld – Was über­rascht und was nicht
Suhr­kamp-Ver­le­ger Sieg­fried Unseld ist als 17-Jäh­ri­ger in die NSDAP ein­ge­tre­ten. Ein Zufalls­tref­fer brach­te das zuta­ge – was mehr über die Nach­ge­bo­re­nen sagt als über Unseld.

Frank­fur­ter Rund­schau
Kön­nen sie es auf die Rus­sen schie­ben?
Drei alte Damen pla­nen meh­re­re Mor­de. Ein ver­gnüg­li­cher Mini-Kri­mi von Mar­ga­ret Atwood.

Süd­deut­sche Zei­tung
Schwei­gen bis zum Tod
Sieg­fried Unseld, der gro­ße Ver­le­ger der deut­schen Nach­kriegs­zeit, war Mit­glied in der NSDAP, wie ein His­to­ri­ker jetzt dar­legt. Muss sei­ne Bio­gra­fie des­halb neu geschrie­ben wer­den? Eher nicht.

 

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Online seit: 10. April 2025

Zuletzt geän­dert: 11. Apr. 2025