Philipp Weiss erhält den Klaus-Michael Kühne-Preis 2018

Die Aus­zeich­nung ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der öster­rei­chi­sche Autor Phil­ipp Weiss wird für sei­nen Roman Am Wel­ten­rand sit­zen die Men­schen und lachen mit dem Klaus-Micha­el Küh­ne-Preis aus­ge­zeich­net.

Die Jury begrün­det Ihre Ent­schei­dung wie folgt:

Phil­ipp Weiss hat mit Am Wel­ten­rand sit­zen die Men­schen und lachen einen stau­nens­wer­ten Roman geschrie­ben, der uns mit sei­nem for­ma­len Reich­tum in Erin­ne­rung ruft, was das Gen­re umfas­sen kann: buch­stäb­lich alles näm­lich. Das Werk setzt sich aus fünf eigen­stän­di­gen Büchern zusam­men; geschrie­ben hat sie der Autor aus der Innen­sicht einer Kli­ma­for­sche­rin, eines Jet­set-Künst­lers, eines klei­nen japa­ni­schen Jun­gen, einer Fran­zö­sin im 19. Jahr­hun­dert und einer ver­lo­re­nen See­le im hyper­mo­der­nen Groß­stadt-Dschun­gel von Tokio. Phil­ipp Weiss erzählt aus die­sen Per­spek­ti­ven vom poli­ti­schen Expe­ri­ment der Pari­ser Kom­mu­ne, von Fuku­shi­ma, vom Kli­ma­wan­del, ja, selbst vom Urknall. Und er ent­fal­tet – der Roman als Netz­werk – zwi­schen den ver­schie­de­nen Zei­ten, Sti­len und The­men ein vir­tuo­ses Spiel der Ver­wei­se. Am Wel­ten­rand sit­zen die Men­schen und lachen ist ein rasend klu­ger, poe­ti­scher, wit­zi­ger und böser Roman. Phil­ipp Weiss fasst den Wahn­sinn unse­rer Welt in Wor­te. Seis­mo­gra­phisch zeich­net er den Bruch auf, der in der Epo­che fos­si­ler und ato­ma­rer Ener­gie nicht nur den Men­schen von der Natur, son­dern auch von sich selbst ent­frem­det. Die öko­lo­gi­sche Kri­se ist die größ­te Her­aus­for­de­rung unse­rer Zeit, der Roman von Phil­ipp Weiss die der­zeit größ­te Her­aus­for­de­rung auf dem Buch­markt. Wer sich drückt, wird viel ver­lie­ren.

Mit dem Klaus-Micha­el Küh­ne-Preis wird der bes­te Debüt­ro­man des Jah­res 2018 aus­ge­zeich­net. Die Preis­ver­lei­hung fin­det am 21. Sep­tem­ber 2018 statt, die Dotie­rung beträgt 10.000 Euro.

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Online seit: 19.9.2018

Zuletzt geän­dert: 19. Sep. 2018