Lina Atfah erhält den LiBeraturpreis 2020

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird am 16. Okto­ber in Frank­furt ver­lie­hen.

Die Autorin Lina Atfah wird für ihren zwei­spra­chi­gen Gedicht­band Das Buch von der feh­len­den Ankunft mit dem LiBe­ra­tur­preis 2020 aus­ge­zeich­net.

In der Begrün­dung von Welt­emp­fän­ger-Juro­rin und Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin Clau­dia Kra­mat­schek heißt es:

„Sprach­lich expres­siv und doch in zar­ten emo­tio­na­len Far­ben gehal­ten sind die Pro­sa­ge­dich­te der aus Syri­en geflo­he­nen, nun in Deutsch­land leben­den Dich­te­rin. Anhand klei­ner Sze­nen und Geschich­ten schreibt sie über das, was sie und auch uns bewegt: über Flucht und Ankom­men, über All­täg­li­ches und Gott. Span­nend: Eini­ge Gedich­te wur­den zwei Mal und somit unter­schied­lich über­setzt.“

Lina Atfah, 1989 in Syri­en gebo­ren, stu­dier­te in Damas­kus ara­bi­sche Lite­ra­tur. 2014 kam sie über den Liba­non nach Deutsch­land und lebt heu­te in Nord­rhein-West­fa­len.

Der LiBe­ra­tur­preis ist eine jähr­li­che Aus­zeich­nung für Autorin­nen aus Afri­ka, Asi­en, Latein­ame­ri­ka und der Ara­bi­schen Welt. Er wur­de 1987 von der Initia­ti­ve LiBe­ra­tur­preis e.V. ins Leben geru­fen und wird seit 2013 von Lit­prom orga­ni­siert. Nomi­niert sind Titel von Autorin­nen, die im Vor­jahr auf eine der vier Welt­emp­fän­ger-Bes­ten­lis­ten gewählt wor­den sind. Die Preis­ver­ga­be wird seit 2016 über ein öffent­li­ches Online-Voting ent­schie­den.

Fol­gen­de Autorin­nen waren in die­sem Jahr eben­falls für den LiBe­ra­tur­preis nomi­niert: Les­ley Nne­ka Ari­mah, Mel­ba Esco­bar, María Gain­za, Pyun Hye-Young, Vale­ria Lui­sel­li, Car­la Mali­an­di, Lucía Puen­zo, Sara Rai, Kari­na Sainz Bor­go, Aura Xilo­nen, Jeong Yu-Jeong.

Die Preis­ver­lei­hung fin­det am 16. Okto­ber und ent­spre­chend der gel­ten­den Coro­na-Vor­schrif­ten vir­tu­ell oder vor Publi­kum statt.

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Online seit: 13. Juli 2020

Zuletzt geän­dert: 13. Juli 2020