Klaus Merz erhält den Schweizer Grand Prix Literatur 2024

Der Preis wird ihm für sein Gesamt­werk ver­lie­hen und ist mit 40.000 Fran­ken dotiert. Der Spe­zi­al­preis Über­set­zung geht an Doro­thea Trot­ten­berg. Wei­te­re sie­ben Prei­se zu je 25.000 Fran­ken wur­den für im Vor­jahr erschie­ne­ne Wer­ke ver­lie­hen.

Das Schwei­zer Bun­des­amt für Kul­tur wür­digt das Lebens­werk von Klaus Merz mit der höchs­ten lite­ra­ri­schen Aus­zeich­nung des Lan­des. Der Spe­zi­al­preis Über­set­zung geht in die­sem Jahr an Doro­thea Trot­ten­berg. Zudem wur­den fünf Autorin­nen und zwei Autoren mit einem Schwei­zer Lite­ra­tur­preis für ein im ver­gan­ge­nen Jahr erschie­ne­nes Werk aus­ge­zeich­net.

In der Jury-Begrün­dung heißt es: „Innen­schau und sprach­li­che Ver­dich­tung prä­gen das Werk von Klaus Merz. Mit Klaus Merz wird eine eher lei­se, jedoch umso ein­dring­li­che­re und gewich­ti­ge Stim­me aus­ge­zeich­net, die einen Echo­raum weit über die Schwei­zer Gren­zen hin­aus­fin­det. Seit dem ers­ten Gedicht­band Mit gesam­mel­ter Blind­heit (1967) ist in über fünf­zig Jah­ren ein sehr viel­sei­ti­ges Œuvre ent­stan­den: Es umfasst Lyrik, Pro­sa – Erzäh­lun­gen, Novel­len, kur­ze Roma­ne und Essays – sowie Thea­ter­stü­cke, Hör­spie­le und Kin­der­bü­cher, die in einer Werk­aus­ga­be in sie­ben Bän­den ver­öf­fent­licht wur­den.

Doro­thea Trot­ten­berg ist eine der pro­duk­tivs­ten frei­schaf­fen­den Über­set­ze­rin­nen der Deutsch­schweiz. Sie über­setz­te unter ande­rem Gogol, Tur­gen­jew, Tschechow oder Tol­stoi sowie zeit­ge­nös­si­schen Autoren und Autorin­nen wie Ele­na Chiz­ho­va, Maria Ryba­ko­va und Andrej Gelas­si­mow. Seit 2005 wid­met sie sich dem Gesamt­werk von Iwan Bunin.

Neben dem Schwei­zer Grand Prix Lite­ra­tur und dem Spe­zi­al­preis Über­set­zung hat die Eid­ge­nös­si­sche Jury für Lite­ra­tur die fol­gen­den 2023 erschie­ne­nen Wer­ke mit einem Schwei­zer Lite­ra­tur­preis aus­ge­zeich­net:

Bes­so­ra (*1968, lebt in der Nähe von Paris), Vous, les ancê­tres, Paris, JC Lat­tès
Jéré­mie Gind­re (*1978, lebt in Genf), Tom­bo­la, Genè­ve, Zoé
Judith Kel­ler (*1985, lebt in Zürich), Wil­de Manö­ver, Mün­chen, Luch­ter­hand
Domi­nic Opp­li­ger (*1983, lebt in Zürich), gift­land, Luzern, Der gesun­de Men­schen­ver­sand
Clau­dia Qua­dri (*1965, lebt in Luga­no), Inf­an­zia e bes­tia­rio, Bel­lin­zo­na, Casa­gran­de
Ed Wige (*1984, lebt in Lau­sanne), Milch Lait Lat­te Mle­ko, Lau­sanne, Pau­let­te éditri­ce
Ivna Žic (*1986, lebt in Zürich), Wahr­schein­li­che Her­künf­te, Ber­lin, Matthes und Seitz

Der Schwei­zer Grand Prix Lite­ra­tur zeich­net das Gesamt­werk einer Autorin oder eines Autors aus. Der Spe­zi­al­preis Über­set­zung wird im Wech­sel mit dem Spe­zi­al­preis Ver­mitt­lung alle zwei Jah­re ver­ge­ben. Zusätz­lich zu die­sen mit je 40.000 Fran­ken dotier­ten Aus­zeich­nun­gen wer­den jähr­lich Prei­se für im ver­gan­ge­nen Jahr erschie­ne­ne Ein­zel­wer­ke aus­ge­schrie­ben. Die­se sind mit je 25.000 Fran­ken dotiert.

Die Preis­ver­lei­hung fin­det am 10. Mai 2024 im Rah­men der Solo­thur­ner Lite­ra­tur­ta­ge statt.

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Online seit: 15. Febru­ar 2024

Zuletzt geän­dert: 18. Feb. 2024