Erasmuspreis geht an A. S. Byatt

Der jähr­lich ver­ge­be­ne Preis ist mit 150.000 Euro dotiert

Die bri­ti­sche Schrift­stel­le­rin A. S. Byatt wird mit dem Eras­mus­preis 2016 aus­ge­zeich­net. Der Preis ist mit 150.000 Euro dotiert und wird jähr­lich an eine Per­son oder Insti­tu­ti­on ver­lie­hen, die einen außer­ge­wöhn­li­chen Bei­trag zu den Geis­tes­wis­sen­schaf­ten oder zur Kunst geleis­tet hat. Byatt erhält den Preis für ihre Bemü­hun­gen um das Gen­re des „Life Wri­tin­gs“. Der Preis wird im Herbst 2016 über­reicht.

 

Die Pres­se­mel­dung im Wort­laut:

Die Prae­mi­um Eras­mi­a­num Foun­da­ti­on hat den Eras­mus­preis für das Jahr 2016 an die bri­ti­sche Autorin Dame Anto­nia Sus­an Byatt (1936) ver­ge­ben. Sie erhielt den Preis für ihren inspi­rie­ren­den Bei­trag zum „Life Wri­ting“ – ein Gen­re, das his­to­ri­sche Roma­ne, Bio­gra­fien und Auto­bio­gra­fien umfasst. Die Jury beschreibt A. S. Byatt als eine zur Schrift­stel­le­rin gebo­re­ne Frau, die ein schar­fes Auge für öffent­li­che und pri­va­te Bezie­hun­gen hat.

Byatt hat dut­zen­de (his­to­ri­sche) Roma­ne, Bio­gra­fien, Kurz­ge­schich­ten und kri­ti­sche Essays geschrie­ben. In ihrem weit­ge­fä­cher­ten Werk ver­eint sie eine gro­ße Bele­sen­heit mit einer unge­zü­gel­ten Freu­de am Schrei­ben und einer star­ken ima­gi­nä­ren Kraft. Ihre Arbeit über­schrei­tet die Gren­zen von Stil und Inhalt. Sie deckt eine gro­ße Aus­wahl an Gen­res, lite­ra­ri­schen For­men und Cha­rak­te­ren ab. Sie nimmt den Leser mit in die Geschich­te des euro­päi­schen Den­kens. Die gro­ßen Fra­gen der Wis­sen­schaft, Geschich­te und Iden­ti­tät sind ihr Aus­gangs­punkt.

Zu den wie­der­keh­ren­den The­men gehö­ren der Ein­fluss der Kunst auf das Leben, Magie und Rea­lis­mus sowie der Kon­flikt zwi­schen Ambi­tio­nen und Fami­lie. In ihrem Werk bringt sie nicht nur Künst­ler und Aka­de­mi­ker zusam­men, son­dern auch Mär­chen und Mythen. In vie­len ihrer Roma­ne, wie auch im Buch Das Geheim­nis des Bio­gra­phen sowie Beses­sen, erkun­det sie den Akt des Schrei­bens einer Bio­gra­fie bezie­hungs­wei­se den For­schungs­pro­zess. Dabei hat sie das Gen­re des „Life Wri­tin­gs“ auf ihre eige­ne Art neu gestal­tet. Zu ihren bekann­tes­ten Büchern gehö­ren Beses­sen; Samm­lun­gen an Kurz­ge­schich­ten wie Zucker. Erzäh­lung; und der Roman Das Buch der Kin­der.

A.S. Byatt hat eine Rei­he von Ehren­ti­teln erhal­ten, unter ande­rem von der Uni­ver­si­tät Lei­den (2010). Sie wur­de auch mit zahl­rei­chen lite­ra­ri­schen Aus­zeich­nun­gen aus der gan­zen Welt geehrt, unter ande­rem im Jahr 1990 mit dem Boo­ker Pri­ze. In ihrem Hei­mat­land erhielt sie eine könig­li­che Aus­zeich­nung und in Frank­reich im Jahr 2003 den Che­va­lier de l’Ord­re des Arts et des Let­t­res.

Der Eras­mus­preis wird jähr­lich an eine Per­son oder Ein­rich­tung ver­lie­hen, die einen außer­ge­wöhn­li­chen Bei­trag zu den Geis­tes­wis­sen­schaf­ten oder der Kunst geleis­tet hat. Sei­ne Majes­tät der König ist der Schirm­herr der Stif­tung. Der Eras­mus­preis ist mit 150.000 € dotiert. Der Preis wird im Herbst 2016 über­ge­ben.

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Online seit: 18.1.2016

Zuletzt geän­dert: 18. Jan. 2016