Clemens-Brentano-Preis 2021 geht an Simon Sailer

Der Autor wird für sei­ne Erzäh­lung Die Schrift aus­ge­zeich­net
Simon Sailer © Sarah Kanawin

Simon Sai­ler. Foto: Sarah Kana­win

Der mit 10.000 Euro dotier­te Cle­mens-Bren­ta­no-Preis für Lite­ra­tur der Stadt Hei­del­berg geht an den Schrift­stel­ler Simon Sai­ler. Er erhält den Preis für sei­ne Erzäh­lung Die Schrift (Edi­ti­on Ate­lier, 2020).

In der Jury-Begrün­dung heißt es: „Ein Ägyp­to­lo­ge erhält eine rät­sel­haf­te, aber fas­zi­nie­ren­de Schrift, die sein Leben immer mehr aus der Bahn wirft. Mit Ele­men­ten der Hoch- und Pop­kul­tur spie­lend, ent­wi­ckelt Simon Sai­ler in sub­til-packen­dem Erzähl­ton ein cine­as­ti­sches Lese­er­leb­nis: „Die Schrift“ han­delt von der Macht der Zei­chen sowie dem Hor­ror, Opfer einer höhe­ren Instanz zu wer­den. So ent­steht, ergänzt durch anspie­lungs­rei­che Illus­tra­tio­nen, eine so viel­fäl­ti­ge wie dop­pel­bö­di­ge Erzäh­lung. Sie ist Thril­ler und Novel­le in einem.“

Simon Sai­ler wur­de 1984 in Wien gebo­ren, wo er nach Auf­ent­hal­ten in Ber­lin, Prag und Paris auch wie­der lebt. Er stu­dier­te Phi­lo­so­phie an der Uni­ver­si­tät Wien und der Sor­bon­ne in Paris sowie Arts and Sci­ence an der Uni­ver­si­tät für Ange­wand­te Kunst Wien. Seit 2017 erschei­nen sei­ne Tex­te in Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten (so etwa in Bel­la Tris­te, Kon­zep­te und ent­wür­fe) sowie in Antho­lo­gien. 2019 erschien sein Debüt­ro­man Men­schen­fisch (Müry Salz­mann Ver­lag).

Seit 1993 wird der Cle­mens-Bren­ta­no-Preis der Stadt Hei­del­berg an deutsch­spra­chi­ge Autorin­nen und Autoren ver­ge­ben, die mit ihren Erst­lings­wer­ken bereits die Auf­merk­sam­keit der Kri­ti­ker und des Lese­pu­bli­kums auf sich gelenkt haben. Die Preis­ju­ry ist sowohl mit pro­fes­sio­nel­len Lite­ra­tur­kri­ti­kern als auch mit Stu­die­ren­den des Ger­ma­nis­ti­schen Semi­nars der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg besetzt ist.

Der dies­jäh­ri­gen Jury gehö­ren als pro­fes­sio­nel­le Jury­mit­glie­der an: Thors­ten Dön­ges (Lite­ra­ri­sches Col­lo­qui­um Ber­lin), Dr. Chris­ti­ne Lötscher (Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin und Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin der Uni­ver­si­tät Zürich), Mar­ti­na Seng­has (Hör­funk­jour­na­lis­tin, SWR Mann­heim) sowie Dr. Jan Wie­le (Feuil­le­ton- und Lite­ra­tur­re­dak­teur der FAZ). Als stu­den­ti­sche Jury­mit­glie­der waren Juli­an Bocki­us, Frank Pietsch und Ann-Kat­rin Schwarz betei­ligt.

Der Preis­ver­lei­hung ist für Mitt­woch, 19. Mai 2021 geplant.

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Online seit: 17. März 2021

Zuletzt geän­dert: 17. März 2021