Carolin Callies erhält den Gerlinger Lyrikpreis 2020

Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert, die Jury zeig­te sich beein­druckt vom „über­aus ori­gi­nel­len Bild­pro­gramm der Gedich­te“.

Der zum drit­ten Mal ver­lie­he­ne Ger­lin­ger Lyrik­preis der Petra Schmidt-Hie­ber Lite­ra­tur­stif­tung geht in die­sem Jahr an die Dich­te­rin und Über­set­ze­rin Caro­lin Cal­lies. Die Aus­zeich­nung wird alle zwei Jah­re in Form eines Wett­be­werbs ver­ge­ben und ist mit 7.500 Euro dotiert.

Ihre ein­stim­mi­ge Ent­schei­dung begrün­det die Jury wie folgt:

„Die Gedich­te von Caro­lin Cal­lies ver­ge­gen­wär­ti­gen im leich­ten Lauf der Asso­zia­tio­nen das Expe­ri­ment des Wün­schens. Spra­che, Kör­per und Natur wer­den in einer Wunsch­ma­schi­ne zusam­men- und aus­ein­an­der­ge­bracht. Mit den weit aus­grei­fen­den Zei­len ent­fal­tet sich ein sanf­ter und zugleich dop­pel­bö­di­ger Rea­lis­mus, der auf schein­bar bei­läu­fi­ge, aber doch poe­tisch kal­ku­lier­te Wei­se über die Strän­ge schlägt. Die Jury ist beein­druckt vom über­aus ori­gi­nel­len Bild­pro­gramm die­ser Gedich­te und den viel­fäl­ti­gen poe­ti­schen Über­ra­schun­gen, die Lese­rin und Leser mit ihrem Humor und ihrer Sprach-Lust gefan­gen­neh­men.“

Caro­lin Cal­lies, 1980 in Mann­heim gebo­ren, absol­vier­te eine Aus­bil­dung zur Ver­lags­buch­händ­le­rin und stu­dier­te Ger­ma­nis­tik und Medi­en­wis­sen­schaf­ten. Nach lang­jäh­ri­ger Tätig­keit im Lite­ra­tur­be­trieb ist sie heu­te Autorin und selb­stän­di­ge Lite­ra­tur­ver­mitt­le­rin. Zuletzt erschie­nen ihre Gedicht­bän­de fünf sin­ne & nur ein besteck­kas­ten (2015) sowie scha­tul­len & bre­douil­len (2019) im Ver­lag Schöff­ling & Co.

* * *

* * *

Online seit: 4. August 2020

Zuletzt geän­dert: 4. Aug. 2020