Ulf Stolterfoht erhält den Preis der Literaturhäuser

Mit sei­nen Gedicht­bän­den habe der Autor „die Spiel­ar­ten des gegen­wär­ti­gen Gedichts erheb­lich aus­ge­wei­tet“.

Das Netz­werk der Lite­ra­tur­häu­ser ver­leiht den Preis der Lite­ra­tur­häu­ser 2016 dem Lyri­ker, Über­set­zer und Ver­le­ger Ulf Stol­ter­foht.

In der Pres­se­aus­sendung des LCB heißt es dazu:

Mit sei­nen Gedicht­bän­den, die aus den unter­schied­lichs­ten deut­schen Fach­idio­men eine neue, nur ihm eige­ne poe­ti­sche „Fach­spra­che“ ent­wi­ckelt haben, sei­nen poe­ti­schen Pro­jek­ten, etwa dem eth­no­gra­phi­schen Poem „Holz­rauch über Hes­lach“ oder des­sen Fort­schrei­bung in der kul­tur­his­to­ri­schen Sek­ten­far­ce „neu-jeru­sa­lem“, den so ver­gnüg­li­chen wie hin­ter­sin­ni­gen „Ammen­ge­sprä­chen“ mit einer Sprech­ma­schi­ne hat Ulf Stol­ter­foht die Spiel­ar­ten des gegen­wär­ti­gen Gedichts erheb­lich aus­ge­wei­tet.

Wenn er nun unter dem Slo­gan „Schwie­ri­ge Lyrik zu einem sehr hohen Preis – dann ist es Brue­te­rich Press.“, sel­ber Tex­te ver­legt, die es ohne sei­ne ver­mit­teln­de Inter­ven­ti­on schwer hät­ten, zeugt dies von einer gro­ßen, so spie­le­risch wie ver­bind­lich aus­ge­leb­ten Ver­ant­wort­lich­keit für die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten lite­ra­ri­schen Spre­chens. Dass er sei­ne Tex­te auf unnach­ahm­li­che Wei­se vor­trägt und dabei mit schein­bar leicht­hin ein­ge­streu­ten Refle­xio­nen über den Wert und höhe­ren Unwert des Gedichts zu ver­bin­den weiß, über­zeugt auch jenen Teil des Publi­kums, der schlicht und ein­fach zuhört und nicht „immer Meta­phy­se im Sinn“ hat.

Die Pro­gramm­lei­te­rin­nen und Pro­gramm­lei­ter der im Netz­werk ver­bun­de­nen Lite­ra­tur­häu­ser ehren Ulf Stol­ter­foht als einen Autor, der sich in inno­va­ti­ver Form mit Spra­che und Lite­ra­tur aus­ein­an­der­setzt und das Publi­kum in beson­ders gelun­ge­ner Wei­se für die­se zu gewin­nen weiß.


Der Preis
Der Preis besteht aus einer Lese­rei­se durch die im Netz­werk zusam­men­ge­schlos­se­nen Lite­ra­tur­häu­ser und ist mit € 14.000,00 dotiert. Ulf Stol­ter­foht wird vom 19. April bis zum 7. Juni 2016 zu Lese­aben­den durch die Lite­ra­tur­haus-Städ­te rei­sen.

Frü­he­re Preis­trä­ger waren Ulri­ke Draes­ner (2002), Bodo Hell (2003), Peter Kurz­eck (2004), Micha­el Lentz (2005), Uwe Kol­be (2006), Sibyl­le Lewitschar­off (2007), Anselm Glück (2008), Ili­ja Tro­ja­now (2009) , Tho­mas Kapiel­ski (2010), Elke Erb (2011), Fer­idun Zai­mo­g­lu (2012), Hanns Zisch­ler (2013), Judith Schal­an­sky (2014) und Nico­las Mahler (2015).

Der Preis wird am 18. März 2016, 17.30 Uhr, auf dem Blau­en Sofa in der Glas­hal­le der Leip­zi­ger Buch­mes­se ver­lie­hen. Das Gespräch mit Ulf Stol­ter­foht führt Flo­ri­an Höl­le­rer.

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Online seit: 17. Febru­ar 2016

Zuletzt geän­dert: 17. Feb. 2016