Klaus Merz erhält den Christine-Lavant-Preis 2018

Der mit 15.000 Euro dotier­te Preis wird am 7. Okto­ber ver­lie­hen

Der Schwei­zer Autor Klaus Merz wird mit dem mit 15.000 Euro dotier­ten Chris­ti­ne-Lavant-Preis 2018 aus­ge­zeich­net. Tho­mas Sträss­le, der auch die Lau­da­tio auf Klaus Merz hal­ten wird, schreibt in der Jury­be­grün­dung:

„Klaus Merz, gebo­ren 1945 in Aar­au, zählt zu den bedeu­tends­ten Autoren der deutsch­spra­chi­gen Gegen­warts­li­te­ra­tur. Er hat ein lite­ra­ri­sches Werk geschaf­fen, das zu dem­je­ni­gen Chris­ti­ne Lavants vie­ler­lei Bezü­ge auf­weist: Klaus Merz schreibt vor allem Lyrik und Pro­sa, sei­ne Tex­te han­deln von Außen­sei­tern und Rand­stän­di­gen, aber auch von Aben­teu­rern und rast­los Lie­ben­den, und er wen­det sich meist dem Loka­len zu, um es zum Kos­mos zu wei­ten. Klaus Merz ist ein Meis­ter der poe­ti­schen Ver­dich­tung, ein Autor, der sei­ne Wor­te lan­ge wiegt und lan­ge wägt, bevor er sie aus den Hän­den gibt. Ent­spre­chend pflegt er einen Stil, des­sen Schön­heit in der Klar­heit und Karg­heit liegt.“

Zu den bekann­tes­ten Büchern von Klaus Merz gehö­ren neben den Gedicht­bän­den Mit gesam­mel­ter Blind­heit (1967) oder Aus dem Staub (2010) vor allem der Roman Jakob schläft (1997), sowie die Novel­le Der Argen­ti­ni­er (2009). Seit vie­len Jah­ren erscheint das Werk von Klaus Merz im Inns­bru­cker Hay­mon-Ver­lag.

Der 2016 ins Leben geru­fe­ne Chris­ti­ne-Lavant-Preis wird von der BKS Bank, Bern­dorf Privatstiftung/Redler Ver­mö­gens­ver­wal­tung, Hans Schmid Pri­vat­stif­tung und der Inter­na­tio­na­len Chris­ti­ne Lavant Gesell­schaft finan­ziert.

* * *

Online seit: 12.9.2018

Zuletzt geän­dert: 12. Sep. 2018