Presseschau – 1. Oktober 2026
NZZ
„Deutsches Essen ist wirklich furchtbar“: Endlich erscheint das Tagebuch von Samuel Beckett, das er auf seiner Reise durch Nazideutschland verfasst hat
Die Aufzeichnungen des irischen Literaturnobelpreisträgers sind eine dichte Beschreibung des Alltags in der NS-Diktatur. Aber sie offenbaren auch das Seelenleben des sonst so verschlossenen Autors.
FAZ
Ihr müsst doch nicht immer so indisch sein
Banu Mushtaq ist Aktivistin und als Schriftstellerin in ihrer Heimat Indien längst etabliert. Jetzt erscheint eine erste Auswahl ihrer Erzählungen auf Deutsch, nachdem sie den Internationalen Booker-Preis gewonnen hat.
FAZ
Die Mutterliebe ist der Moral enthoben
In Japan wird Okamoto Kanoko als Klassikerin der Moderne gepriesen, in Europa ist sie noch nahezu unbekannt. Nun erscheint mit „Mutter und Sohn“ erstmals ein Buch von ihr auf Deutsch. Es erzählt von einer Grenzerfahrung.
FAZ
Wer war Hermann Grab?
In der Hundertschaft des Kreises deutschsprachiger Schriftsteller in Prag sind immer noch große Entdeckungen zu machen. Jetzt bekommt Hermann Grab durch eine Studie von Malte Spitz die ihm zustehende Aufmerksamkeit.
Frankfurter Rundschau
Die Erinnerungen, die wir haben werden
Ein Kirschgarten und eine erste Liebe in Malaysia: Tash Aws eindrucksvoller Roman „Im Süden“.
Tagesspiegel
Man muss die Zeichen des Besonderen lesen
Es gibt Ähnlichkeiten, aber keinesfalls ist dieser Roman eine Natalie-Portman-Biografie: Rachel Cusk erzählt in „Das Leben der M“ von Ruhm und Prominenz.
Die Presse
Absurder Tumult um Bachmannpreis: Einer Insa Wilke reicht kaum jemand das Wasser
Die anhaltenden Vorwürfe von Ex-Juror Philipp Tingler gegen die neue Juryvorsitzende Insa Wilke sind lächerlich. Aber letztlich schafft der Eklat rund um ihre Ernennung beste Voraussetzungen für weitere gute Bachmannpreis-Jahre.
Berliner Zeitung
Buchmesse: „Tschechen und Deutsche sitzen im selben Boot“
Tschechien ist Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse ab 7. Oktober. Tomáš Kafka untersucht, wie es um die Kontakte zwischen den Literaten beider Länder steht.
Süddeutsche Zeitung
Das ganze Land liebt einen Roman
Der Roman „Die Puppe“ von Bolesław Prus ist der große Klassiker des polnischen 19. Jahrhunderts. Gerade erlebt er eine enorme Renaissance: als Netflix-Serie, als Kino-Verfilmung und als deutsche Neuübersetzung.
Süddeutsche Zeitung
Die Bücher des Herbstes
Energische Frauen, psychologische Tiefenbohrungen und ein Liebesbrief an Europa: Zehn Bücher, mit denen man es sich gemütlich machen kann.
Der Standard
„What a Schererei“: Samuel Becketts „German Diaries“ über sein halbes Jahr in Deutschland
Ein letzter Fund aus dem Nachlass: Die Deutschland-Tagebücher aus 1936/37 des irischen Autors liegen erstmals vollständig übersetzt in einer zweisprachigen Edition vor
Die Furche
„Der Abgrund“: Warum Hitler möglich war
Mit „Der Abgrund“ hat Oskar Maria Graf 1934 im Exil in Österreich einen antifaschistischen Roman geschrieben, der verstehen lässt, warum die Weimarer Republik unterging.
Die Zeit
Ist das ein Literaturskandal?
Oder eine viel größere, jahrtausendealte Diskussion über gute Texte? Anmerkungen zum Eklat in der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises
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Online seit: 1. Oktober 2026
Zuletzt geändert: 1. Okt. 2026
