Presseschau – 29. September 2026
NZZ
„Ich galt als Dissident in Zeiten der Freiheit“: Der tschechische Schriftsteller Jáchym Topol warnt seit Jahrzehnten davor, dass die Panzer zurückkommen können
Nach neun Jahren Pause legt Jáchym Topol einen neuen Roman vor. „Die Hölle gibt es nicht“ ist eine finstere Komödie über ermüdete Männer, Putin und ein Land, das seine Verletzlichkeit vergessen hat.
NZZ
Dieses erdrückende Gefühl der Unfreiheit: wenn sich Menschen nicht mehr getrauen, ihre Meinung zu sagen
Die Angst, eine abweichende Haltung offen zu vertreten, ist weit verbreitet. Damit dürfe man sich nicht abfinden, schreibt der Schriftsteller Jürg Halter.
NZZ
Generation ratlos – warum der japanische Nachkriegsroman eines melancholischen Aussenseiters bei Südkoreas jungen Lesern derart Begeisterung weckt
Nicht alle Japaner wandten sich nach dem Desaster des Zweiten Weltkriegs glücklich und tapfer dem Wiederaufbau zu. Osamu Dazai war einer, der sich verweigerte. Sein düsterer Roman „Gezeichnet“ von 1948 stürmt nun ausgerechnet in Südkorea die Bestsellerlisten.
NZZ
Thomas Bernhards „Alte Meister“: Der Übertreibungskünstler aus Österreich
In einer grossen Suada wird mit allem abgerechnet, vor allem mit Wien.
FAZ
Habeck geht einfach immer
Als das Faxen noch geholfen hat: Im Münchener Lyrik-Kabinett erinnert sich Robert Habeck mit seiner Ehefrau an ihre Übersetzung der „Birthday Letters“ von Ted Hughes. Literaturwissenschaftler können offenbar alles werden.
FAZ
Ein helles Buch über dunkle Zeiten
In ihrem neuen Buch „Roadtrip mit Elefanten“ schickt die Autorin Filiz Penzkofer eine junge Weltverbesserin auf Bildungsreise nach Italien. Eine Coming-of-Age-Geschichte vom Allerfeinsten.
Frankfurter Rundschau
„Der Name der Rose“ als Graphic Novel: Milo Manara zeichnet Ecos Weltbestseller
Der italienische Comiczeichner Milo Manara hat Umberto Ecos Mittelalter-Krimi in Bilder übersetzt. Im Zentrum steht eine vergiftete Bibliothek, in der sieben Todesfälle auf Antworten warten.
Frankfurter Rundschau
Die gesprenkelten Mütter
Tamara Štajner erzählt eine ungewöhnliche Geschichte Sloweniens – und Jugoslawiens, dieses untoten Staates.
Frankfurter Rundschau
„Die gesunde Schwester“: Jana Fuchs‘ Debüt stellt die Angehörigen in den Mittelpunkt
In ihrem ersten Roman erzählt Jana Fuchs von Sophia, die ihr Leben der kranken Schwester Minou opfert. Je weiter sie sich entfernt, desto mehr verliert sie sich selbst.
Tagesspiegel
„Die Straße hat Druck gemacht, damit dieser Ort wieder erblüht“
Festprogramm in der Fasanenstraße: Nach Verzögerungen bei der 6 Millionen Euro teuren Sanierung feiert das Literaturhaus Berlin jetzt Jubiläum in der angestammten Villa.
Süddeutsche Zeitung
Die Zukunft ist golden
Unsichere Zeiten für Bücher: Immer weniger Menschen finden die Ruhe zum Lesen, aber viele wollen schreiben. Trotzdem haben junge Menschen den Mut, ihren ersten Roman zu veröffentlichen. Zehn Begegnungen mit dem starken Debütjahrgang 2026.
Süddeutsche Zeitung
Alle Macht dem Lurch
Diesen Klassiker aus dem Buchmessen-Gastland Tschechien muss man gelesen haben: In einer glänzenden neuen Übersetzung ist Karel Čapeks „Der Krieg mit den Molchen“ eine Warnung. Und ein Riesenspaß.
Der Standard
Autorin Dorothea Grünzweig erhält den Rainer-Malkowski-Preis
Die Münchner Jury lobt „ein lyrisches Werk von unverwechselbarer wortschöpferischer Fantasie und anrührender emotionaler Intensität“
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Online seit: 29. September 2026
Zuletzt geändert: 29. Sep. 2026
