Presseschau – 28. September 2026
NZZ
KI-Kontroverse in Frankreich: Thélyson Oréliens Roman vom Prix Goncourt ausgeschlossen
Der Erfolgsroman des haitianisch-kanadischen Autors soll zu grossen Teilen mit KI entstanden sein. Nun stellt sich die grundsätzliche Frage: Sind von künstlicher Intelligenz verfasste Bücher schlechter als von Menschen geschriebene?
FAZ
Wie Autoren sich gegen den Rechtsruck ihres Verlages wehren
Nach dem Rauswurf des Verlagsleiters Olivier Nora kam es beim renommierten französischen Verlag Grasset zum Massenexodus von Autoren. Nun haben sich etliche von ihnen über diese Zeit geäußert.
FAZ
Feigheit vor dem Thema?
Erst fand der Roman von Thélyson Orélien in Frankreich begeisterte Verteidiger gegen den Vorwurf, er sei mittels KI verfasst. Jetzt wird die Beweislast erdrückend. Und wer das Buch liest, kann sich nur wundern über dessen Fürsprecher.
Die Welt
„Diese Scham, meine Eltern sozial und intellektuell überholt zu haben“
Hunderttausende haben den Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ gesehen. Regina Schilling hat ihn mit Sandra Hüller gedreht. In ihren Filmen betreibt sie bundesdeutsche Geschichtsschreibung.
Frankfurter Rundschau
Shortlist-Lesung in Frankfurt – An der Fleischtheke besser nicht diskutieren
Kriegen wir das noch hin? Im Frankfurter Schauspiel finden drei Buchpreis-Finalistinnen und ein Finalist unterschiedliche Antworten – und einen guten Hamsternamen.
Tagesspiegel
Unsterblichkeit ist auch keine Lösung
Valeria Gordeevs Debüt „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ beschreibt den Irrsinn der Gegenwart zwischen Berlin, Lenins Mausoleum und „Bares für Rares“. Bald könnte sie dafür den Buchpreis gewinnen.
Die Presse
Selber Denken in Lech: Was für ein fruchtbares Chaos!
Viel gelernt beim Philosophicum: Die Superintelligenz ist wohl ein Marketinggag, zu viel Verletzlichkeit raubt uns die Freiheit und an Verschwörungen glauben immer nur die anderen. 2027 geht es um die „Götter der Gegenwart“.
Süddeutsche Zeitung
Wer vor vier Uhr aufwacht und an Projekte denkt, findet keine Ruhe mehr
In Ulrich Peltzers „Der verlorene Schlaf“ entwirft ein Drehbuchautor im Selbstgespräch sein nächstes Werk. Es ist ein fantastischer kleiner Roman im erzählerischen Konjunktiv.
Der Standard
Birnbacher erhält mit 15.000 Euro dotierten „Buchpreis Familienroman“
Die österreichische Autorin Birgit Birnbacher bekommt den Preis für ihren Roman „Sie wollen uns erzählen“ – die Verleihung findet am 23. November in Berlin statt
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Online seit: 28. September 2026
Zuletzt geändert: 28. Sep. 2026
