Presseschau – 23. September 2026
NZZ
Monika Maron sucht in ihrem neuen Roman nach dem Sinn des Lebens: Was, wenn alles nur Zufall ist?
Die grosse Stilistin erzählt in „Vier Minuten“ von einer Berliner Journalistin, die nach einem Herzstillstand beginnt, ihr bisheriges Leben infrage zu stellen – und zwischen DDR-Erinnerungen, alten Lieben und metaphysischen Fragen in ein „Hamsterrad der Sinnsuche“ gerät.
NZZ
Wenn alle Arbeit getan scheint – es gibt keinen unentbehrlichen Rat, den die Alten den Jungen erteilen könnten
Der serbische Schriftsteller Bora Ćosić kann mit 94 Jahren auf ein Leben zurückblicken, dessen Akkumulation von Erfahrung tiefere Einsicht in das Wesen der Existenz verheisst. Nur hält er diese Idee für einen Irrtum: Sehr alt sein heisse, in einem eigenen Land zu wohnen.
FAZ
Vielbesprochenes möbelhaftes Schweigen
Flanieren? Aber doch nicht hier! Die Heimito-von-Doderer-Gesellschaft tagt in Wien und untersucht das Verhältnis des Schriftstellers zu seiner Leib- und Magen-Stadt.
FAZ
„Die größte und vielleicht gefährlichste Droge scheint mir heute das Smartphone zu sein“
Irvine Welsh ist Experte für Drogen, Gewalt, Kriminelle und sympathische Loser. In „Men in Love“ lässt der Autor seine Typen aus „Trainspotting“ jetzt an der Liebe verzweifeln. Große Gefühle und harte Sprache inklusive.
FAZ
Das Märchen vom eigenen Roman
Der Debütroman von Thélyson Orélien wird in Frankreichs Literaturszene gefeiert. Doch laut dem KI-Detektor Pangram sind große Teile von Künstlicher Intelligenz geschrieben. Der Schriftsteller und sein Verlag wehren sich, doch wem kann man im Zeitalter artifizieller Textproduktion noch glauben?
FAZ
Phantomschmerz, nachhaltig
Wenn das Unaussprechliche bedeutsamer ist als das Gesagte: Louise Kennedys Roman „Red“ schreitet Stationen einer ungewöhnlichen Beziehung ab und setzt die irische Erzähltradition dabei meisterlich fort.
Frankfurter Rundschau
Was heißt das am Ende, ein Mensch zu sein?
Emma Clines Roman „In die Schweiz“ erzählt von Demenz, Sterbehilfe und von der Schönheit und Traurigkeit des Lebens.
Frankfurter Rundschau
Es ist Winter in Ardnakelty
Tana Frenchs psychologisch komplexer Roman „Wie ein Fluss in der Nacht“.
Süddeutsche Zeitung
Reine Nervensache
Deutschland liegt sich in den Haaren über Nahost, Ukraine, Gendern. Meron Mendel und Saba-Nur Cheema haben es bereist und darüber ein Buch geschrieben. Finden sie den Weg aus der „Empörungsfalle“?
Der Standard
Christine-Lavant-Preis 2026 geht an Laura Freudenthaler
Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 4. Oktober überreicht – der jüngste Roman der Autorin „Iris“ ist für den Österreichischen Buchpreis nominiert
* * *
Online seit: 23. September 2026
Zuletzt geändert: 23. Sep. 2026
