Presseschau – 11. September 2026

Karl Cori­no 1942 – 2026 / Nor­bert Gst­rein / Jean Rolin / Sven Rege­ner / Michel Hou­el­le­becq / Fran­zis­ka Gäns­ler …

NZZ
Ein klei­ner Ver­lag will den „ulti­ma­ti­ven Skan­dal“ insze­nie­ren – und ent­larvt damit den Schwei­zer Lite­ra­tur­be­trieb und sich selbst
Der Th.-Gut-Verlag ver­kauft Geschich­ten. Mal zwi­schen Buch­de­ckeln, mal aus der Trick­kis­te. Denn am Ende gilt: Es gibt kei­ne schlech­te Pres­se. Eine klei­ne Pos­se.

NZZ
Jean und José­phi­ne: Die rät­sel­haf­te Gelieb­te
Der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler Jean Rolin erin­nert sich an sei­ne Gelieb­te José­phi­ne, die frü­he­re Frau des berühm­ten Psy­cho­ana­ly­ti­kers Félix Guat­ta­ri. Sie starb 1993 mit 31 Jah­ren an einer Über­do­sis.

Die Welt
Die Spur der Sprech­pup­pen führt nach Mos­kau
Boris Schu­mats­ky weiß, wie tota­li­tä­re Regime ticken – er ist sowje­tisch auf­ge­wach­sen. Jetzt hat er einen Roman geschrie­ben, der erzählt, was Putin­freun­de und Isra­el­fein­de gemein­sam haben. Denn auf einen „Kon­text“ kommt es wirk­lich an.

FAZ
Die Gna­de von Schif­fen
Was wider­fuhr einem 1926 gebo­re­nen Deut­schen? Sieg­fried Lenz hat die für sei­nen Jahr­gang typi­schen schreck­li­chen Erfah­run­gen machen müs­sen. Und doch ist ihm eini­ges erspart geblie­ben. Und nicht alles hat er erzählt.

FAZ
Ein­mal im Leben „Kat­zen­klap­pe“ schrei­ben!
Chris­ti­an Kracht ver­rät ein Lieb­lings­wort, bei Ada­nia Shi­b­li blei­ben Fra­gen offen und Dave Eggers geht in Ber­lin ver­lo­ren: ein Rück­blick auf das Inter­na­tio­na­le Lite­ra­tur­fes­ti­val Ber­lin.

FAZ
Das Evan­ge­li­um nach Maria
Wer ist hier schwach und wer ist stark? Jonas Eikas Roman­phan­ta­sie „Offe­ner Him­mel“ über Begi­nen­frau­en im Hoch­mit­tel­al­ter hat begeis­tern­de Momen­te, chan­giert aber ins­ge­samt zwi­schen Mys­tik und Albern­heit.

FAZ
Es bleibt nur die Erin­ne­rung an den Sex
Nach lan­gem Schwei­gen kehrt Michel Hou­el­le­becq zurück auf die lite­ra­ri­sche Büh­ne: mit Gedich­ten, einer alten Lie­be. Nun sind sie auch auf Deutsch zu lesen.

Die Pres­se
Der Fort­set­zungs­ro­man: Eine Geschich­te von Alex­and­re Dumas bis Moni­ka Hel­fer
Wie Autoren Zei­tungs­ver­le­ger aus­tricks­ten, „Die Pres­se“ Medi­en­ge­schich­te schrieb und der Cliff­han­ger gebo­ren wur­de: Über den Fort­set­zungs­ro­man – anläss­lich der Exklu­siv-Ver­öf­fent­li­chung von Moni­ka Hel­fers letz­tem Roman in der „Pres­se“.

Die Pres­se
Fran­zis­ka Gäns­lers Akti­vis­mus-Roman: Geparkt an der Fleisch­the­ke
Fran­zis­ka Gäns­lers Roman „Orca“ hat es auf die Short­list des Deut­schen Buch­prei­ses geschafft. Er han­delt von Ein­sam­keit in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels.

Die Pres­se
Neu­es von Sven Rege­ner: „Der gan­ze West­ber­lin­scheiß“
Auch „Fran­kie und Fred­die“, der sieb­te Roman von Sven Rege­ner, spielt in Kreuz­berg, dies­mal schon 1980.

Frank­fur­ter Rund­schau
Was der Kund­schaft nicht auf­fällt
Sou­vank­ham Tham­ma­vong­sas außer­ge­wöhn­li­cher Roman über einen Tag im Nagel­stu­dio: „Frag nach Sus­an“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der dop­pel­te Böck­mann
Der Roman „Das rich­ti­ge Leben des Alva­ro Mader­holz“ von Cle­mens Böck­mann ist ein wag­hal­si­ges lite­ra­ri­sches Ver­wirr­spiel.

Ber­li­ner Zei­tung
Zum Tod von Karl Cori­no: Der Tran­sit-Mann aus dem Wes­ten
„Tran­sit“ hieß sei­ne Radio­sen­dung für Lite­ra­tur aus der DDR. Sei­ne größ­te Lei­den­schaft aber galt Robert Musil. Jetzt ist Karl Cori­no gestor­ben.

Die Zeit
Das Grau­en an der Wachs­tuch­tisch­de­cke
Shi­da Bazyars Roman über die Nazi-Ver­gan­gen­heit eines Dor­fes im Huns­rück

Die Zeit
Wem gehört der Bei­fall?
Vor drei Jah­ren wur­de die Ver­lei­hung des LiBe­ra­tur­prei­ses an Ada­nia Shi­b­li abge­sagt. Jetzt hat die Autorin ihr neu­es Buch vor­ge­stellt – und hin­ter­ließ offe­ne Fra­gen.

Der Stan­dard
Kaś­ka Bry­la erhält Veza-Canet­ti-Preis der Stadt Wien
Ihr Werk sei „psy­cho­lo­gisch ein­dring­lich und sprach­lich prä­zi­se“, begrün­det Kul­tur­stadt­rä­tin Vero­ni­ka Kaup-Has­ler

Süd­deut­sche Zei­tung
Es konn­te gar nicht schwer genug sein
Der Lite­ra­tur­kri­ti­ker Karl Cori­no för­der­te DDR-Schrift­stel­ler und wur­de von der Sta­si über­wacht. Sei­ne größ­te Lie­be aber gehör­te dem öster­rei­chi­schen Autor Robert Musil.

 

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Online seit: 11. Sep­tem­ber 2026

Zuletzt geän­dert: 11. Sep. 2026