Presseschau – 10. September 2026

Short­list Öster­rei­chi­scher Buch­preis / Joan Did­ion / Mir­ko Bon­né / Samu­el Beckett / Mar­kus Orths …

NZZ
Der Schwei­zer Schrift­stel­ler Giu­lia­no Musio erweckt Pinoc­chio zu neu­em Leben
Was heisst es, ein Mensch zu sein? In die­ser moder­nen Pinoc­chio-Geschich­te steckt mehr Aktua­li­tät, als man auf den ers­ten Blick ver­mu­tet.

NZZ
Auf Tik­tok wird Joan Did­ion als „cool girl“ gefei­ert. Dabei war die Autorin eine gna­den­lo­se Kri­ti­ke­rin des Zeit­geis­tes
Joan Did­ion gilt als Stil­vor­bild auch bei einer jun­gen Leser­ge­ne­ra­ti­on und wird von Links­li­be­ra­len ver­ein­nahmt. Doch ihr Werk war von einem ideo­lo­gie­kri­ti­schen Kon­ser­va­ti­vis­mus geprägt.

Die Welt
„Esse Schwein und füh­le mich wie Sau“
1936/37 reis­te der noch unbe­kann­te Samu­el Beckett durch Deutsch­land. Er hör­te den „grau­en­haf­ten“ Furtwäng­ler, bezahl­te „Hit­ler-Huren“ und hat­te Ver­dau­ungs­pro­ble­me. Was die lan­ge geheim­ge­hal­te­nen Auf­zeich­nun­gen des Nobel­preis­trä­gers noch Inti­mes ver­ra­ten.

Die Welt
Wenn man in Bonn plötz­lich von Karl-Marx-Stadt ein­ge­holt wird
Der Kanz­ler in die­ser Alter­na­tiv­welt­ge­schich­te von Mir­ko Bon­né ist Hel­mut Kohl nach­emp­fun­den. Die Kanz­ler­gat­tin lei­det an einer All­er­gie. Und dann star­tet fünf Jah­re nach dem Mau­er­fall ein Sta­si-Spit­zel rich­tig durch.

Die Welt
„Ich begeh­re mei­ne Begier­den nicht mehr“
Emma Cli­ne, Lite­ra­tur-Super­star in Ame­ri­ka, erzählt von einem Men­schen, der dement gewor­den ist. Das pas­siert, wenn einem die Erin­ne­rung an das eige­ne Leben ent­glei­tet – und nur noch die Sache in der Schweiz war­tet.

FAZ
Mit Shan­dy-Schwa­dro­nier­li­zenz
Rück­kehr ins Mut­ter­land: Mar­kus Orths legt eine ver­knäul­te, ver­quatsch­te und herr­lich skur­ri­le Apo­lo­gie der Lite­ra­tur vor. Und führt so vor, was man in der Gegen­warts­li­te­ra­tur oft ver­misst.

FAZ
Vom Blei­satz zu Goog­le Sheets
Die Stif­tung Buch­kunst zeigt anläss­lich ihres Jubi­lä­ums die Aus­stel­lung „60 Jah­re Schö­ne Bücher“ im Muse­um Ange­wand­te Kunst in Frank­furt am Main. Und ver­passt dabei eine Chan­ce.

FAZ
Den Nach­barn so fern
Die coo­le Chro­nis­tin von Prenz­lau­er Berg: Maja Zade schaut in ihrem ers­ten Roman, „Wand an Wand“, alten und neu­en Ber­li­ner Groß­städ­tern in die Woh­nun­gen und Her­zen.

Die Pres­se
Öster­rei­chi­scher Buch­preis: Eli­as Hirschl hat die Chan­ce auf das Dou­ble
Erst ges­tern schaff­te es Eli­as Hirschl mit „Schlei­fen“ auf die Short­list des Deut­schen Buch­prei­ses. Auf die Long­list des öster­rei­chi­schen Prei­ses haben es neben ihm fünf wei­te­re Autorin­nen sowie vier Autoren geschafft.

Ber­li­ner Zei­tung
Nach NS-Jah­ren sucht eine ent­setz­te Frau Ant­wor­ten
Die Schrift­stel­le­rin Susan­ne Kerck­hoff por­trä­tier­te 1949 ganz nor­ma­le Deut­sche und ihr Leben mit und als Nazis. Eine Aus­stel­lung holt sie in die Gegen­wart

Der Stan­dard
Kaś­ka Bry­la erhält Veza-Canet­ti-Preis der Stadt Wien
Ihr Werk sei „psy­cho­lo­gisch ein­dring­lich und sprach­lich prä­zi­se“, begrün­det Kul­tur­stadt­rä­tin Vero­ni­ka Kaup-Has­ler

Der Stan­dard
Öster­rei­chi­scher Buch­preis: Baar, Hirschl, Gst­rein, Freu­den­tha­ler im Ren­nen
Mit Ulli Lusts „Die Frau als Mensch“ hat es auch ein Sach­co­mic auf die Long­list geschafft – Short­list am 14. Okto­ber, Sie­ger­kür am 23. Novem­ber

Süd­deut­sche Zei­tung
Wie soll man hier noch leben?
Seit dem 7. Okto­ber 2023 hat sich die Schrift­stel­le­rin Eva Men­as­se zu einer uner­müd­li­chen Kri­ti­ke­rin der deut­schen Staats­rä­son ent­wi­ckelt. Ihr neu­er Roman „Allein­ru­he­la­ge“ gibt sich jetzt pri­va­tis­tisch – und könn­te poli­ti­scher nicht sein.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Alle sind so vor­sich­tig gewor­den“
Der Schrift­stel­ler Irvi­ne Welsh hat eine Fort­set­zung sei­nes Sub­kul­tur-Klas­si­kers „Train­spot­ting“ geschrie­ben. Ein Gespräch über schlech­te Vor­bil­der, Dro­gen und Dosie­rungs­fra­gen im Alter.

 

 

 

 

 

 

* * *

Online seit: 10. Sep­tem­ber 2026

Zuletzt geän­dert: 10. Sep. 2026