Presseschau – 31. August 2026
NZZ
Intimitäten auf dem Motorroller: Ulf Erdmann Ziegler rührt in seinem neuen Buch an gesellschaftlichen Tabus
Der Roman „Mann ohne Kind“ handelt von der Beziehung eines 55-Jährigen mit einer Jugendlichen. Es ist eine Erzählung im Zeitraffer, die im moralischen Schwebezustand bleibt.
NZZ
Revision einer Schriftstellerbiografie: Der Deutschlanderklärer Ingo Schulze kehrt zu seinen Ursprüngen zurück
Im Roman „Das Wasser im August“ schreibt der preisgekrönte Autor über Aufbruchsgefühle vor dem Mauerfall – und darüber, wie es dann wirklich kam. Ein Zusammentreffen in Berlin.
FAZ
Die letzte Geschichte
Was bleibt von einem Leben, wenn niemand mehr davon erzählen kann? In seinem zweiten Roman „Auf den Händen brennt das Paradies“ entwirft Pol Guasch eine Dystopie, die sich bedrohlich nah anfühlt.
FAZ
„Ich brenne für Verwirrung“
Die Schriftstellerin Elif Batuman hat die Plattform Substack für sich entdeckt. Was schätzt sie daran? Und was bringt ihr das für ihr Schreiben? Ein Gespräch über nerdige Interessen und unfertige Gedanken.
FAZ
Wer sind denn wir? Ich kenne nur mich
Um ihr Debüt rissen sich die Verlage, jetzt erscheint der zweite Roman von Dana Vowinckel. In „Anton und Alma“ geht es um Berlin, Erwachsenwerden, jüdisches Leben. Und wie dazwischen noch Liebe möglich ist. Ein Porträt.
Die Welt
„Vergiss nie, was du sahst, als du durchs Land der Entrechteten fuhrst“
Von Hamburg über Paris und Lissabon nach New York: Iwan Heilbut hatte Glück, dass er die Nazizeit überlebte und mit Frau und Kleinkind entkommen konnte. Erst jetzt, mit 83 Jahren Verspätung, erscheint sein großer Fluchtroman.
Die Welt
Mit Raketen gegen Dostojewski
Bei seinen Angriffen auf die Ukraine hat Russland bisher schätzungsweise 10 Millionen Bücher zerstört. Nun hat es einen berühmten Bücherbasar in Kiew getroffen, wo es besonders viele russische Bücher gab. Ein Besuch in den Trümmern.
Die Presse
Autor Slobodan Šnajder ist gestorben
Europa hat einen „eigensinnigen, couragierten Schriftsteller“ verloren: Der kroatische Autor Slobodan Šnajder ist tot. Seine Trilogie, für ihn „ein Testament“, hat er noch fertigstellen können.
Die Presse
Das Sommerhaus zeigt der Welt den Mittelfinger
Literarische Erzählungen vom Sommerhaus entlarven Idyllen und artikulieren Verluste. Trotzdem verstecken sich darin Utopien vom besseren Leben.
Die Presse
Caroline Wahl: Selbstfindung mit 180 km/h
Steiler, schneller, weiter: Caroline Wahl schickt ihre neueste Hauptfigur auf einen rasanten Trip zu sich selbst. Kaum tiefgründig, aber unterhaltsam.
Frankfurter Rundschau
Der Knall
Norbert Scheuer verarbeitet in seinem zehnten Roman ein historisches Ereignis vom 15. Juli 1949. Damals sprengte gelagerte Munition die Kuppe des Kalvarienbergs in Prüm ab – die Ursache ist bis heute ungeklärt.
Frankfurter Rundschau
Am Tag des Amoklaufs
„Heimgehen“ ist ein außergewöhnliches Romandebüt der Lyrikerin Elke Cremer.
Frankfurter Rundschau
Sie haben etwas zu erzählen
Die Schriftstellerin wird als Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim begrüßt.
Frankfurter Rundschau
Das echte Leben von Anton und Alma
Der 30-jährigen Dana Vowinckel gelingt ein großer Roman über die Liebe in Zeiten der Schrecklichkeiten.
Tagesspiegel
„Heterobeziehungen sind ein großes Risiko“
In Ruth-Maria Thomas’ Roman „Die zweitgrößte Liebe“ verlieben sich zwei Menschen aus unterschiedlichen Klassen. Ein Gespräch über ständiges Rechnen, westdeutsche Arroganz und Thunfisch aus dem Safe.
Tagesspiegel
„Wir müssen uns jetzt auf die Zeit danach vorbereiten“
Christine Koschmieder wohnt seit sieben Jahren in Sachsen-Anhalt. Sie rechnet mit einer Regierungsbeteiligung der AfD – und hofft auf Widerstand.
Der Standard
Kroatischer Autor Slobodan Šnajder gestorben
Mit Büchern wie „Engel des Verschwindens“ und „Die Reparatur der Welt“, die von der Geschichte seiner Heimat inmitten Europas erzählen, war er auch hierzulande bekannt
Der Standard
Das Phänomen Caroline Wahl: Der neue Roman der „22 Bahnen“-Bestsellerautorin
Sie ist wohl die meistdiskutierte Autorin Deutschlands. Ein Überblick über eine inszenierte Person und deren Werk anlässlich von Wahls neuem Buch „1999 Meter über dem Meer“
Der Standard
Worte einer Widerspenstigen: Marie-Thérèse Kerschbaumer zum Neunziger
Die Wiener Dichterin formulierte nicht nur den „Weiblichen Namen des Widerstands“, sondern schuf ein Werk der spröden Selbstbesinnung
Der Standard
Universität Graz erwirbt Nachlass von Autor Dževad Karahasan
Ankauf des Franz-Nabl-Instituts für Literaturforschung „mit dafür vorgesehenen Geldern aus dem Budget des Literaturhauses Graz“ ermöglicht
Der Standard
Wie Peter Henisch ein Loblied auf mütterliche Widerstandskraft singt
„Muttersuchen“, Henischs neuer Roman, fügt der „Kleinen Figur“ seines Vaters ein feinsinniges Porträt der eigenen Gebärerin hinzu. Manches bleibt betont vage
Der Standard
Starautor Sansal schreibt über seine Haft in Algerien und tappt in eine Falle
Der französisch-algerische Autor veröffentlicht einen beklemmenden Bericht seiner Haft in Algerien. Kritisiert wird seine neue Nähe zu einer Rechtspartei
Süddeutsche Zeitung
Zum Sterben schön
In ihrem Roman „In die Schweiz“ schickt Emma Cline einen demenzkranken Mann auf eine letzte Reise. Während dessen Welt unschärfer wird, verliert auch der Leser auf geniale Weise die Orientierung.
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Online seit: 31. August 2026
Zuletzt geändert: 1. Sep. 2026
