Presseschau – 27. August 2026

Nach­ru­fe auf Péter Nádas / Brie­fe von Mar­cel Proust / Pau­lus Hoch­gat­te­rer / Yade Yase­min Önder / Clau­dia Durastan­ti / Cécil Lud­wig Röski / Goe­the und Charles Mau­rice de Tal­ley­rand …

NZZ
Zu Blut gewor­de­ne Erin­ne­rung – zum Tod des unga­ri­schen Schrift­stel­lers Péter Nádas
Mit Péter Nádas ver­liert Ungarn einen Autor, der nicht nur über ein emi­nen­tes kör­per­li­ches Sen­so­ri­um für das Glück und die Tra­gik des Daseins ver­füg­te, son­dern die­ses aus der Tie­fe sei­nes Ich auch radi­kal zu for­men und zu durch­schau­en ver­stand. Er wur­de 83 Jah­re alt.

NZZ
Kein Ankom­men in der Rea­li­tät: Nei­ge Sin­no sucht in Mexi­ko nach sich selbst
Die fran­zö­si­sche Best­sel­ler­au­torin schreibt in «La Rea­li­dad» über das Rei­sen und alter­na­ti­ve Gesell­schafts­ent­wür­fe – viel­schich­tig und auto­fik­tio­nal.

Die Pres­se
Dich­ter Péter Nádas ist tot: „Die Bäu­me ster­ben im Ste­hen, ich beim Schrei­ben“
Er gilt als „Meis­ter der Erzäh­lung“. Der 83-jäh­ri­ge Ungar Peter Nádas, der mit sei­ner Fami­lie den Holo­caust über­leb­te, ist gestor­ben.

Die Welt
Er war der gro­ße Mytho­ma­ne Ungarns
Er woll­te die Unter­sei­te des 20. Jahr­hun­derts beschrei­ben und schwelg­te in Erin­ne­run­gen an die Zeit vor den gro­ßen poli­ti­schen Erschüt­te­run­gen: zum Tod des unga­ri­schen Erzäh­lers und ewi­gen Lite­ra­tur­no­bel­preis­kan­di­da­ten Peter Nádas.

FAZ
„Quel­le hor­reur!“
In Frank­reich sind hun­dert Brie­fe von Mar­cel Proust ver­öf­fent­licht wor­den, die bis zum Ankauf durch die Natio­nal­bi­blio­thek im ver­gan­ge­nen Jahr unbe­kannt waren. Sie zei­gen den Autor in sei­nem Glanz – und sei­ner Ungnä­dig­keit.

FAZ
Viel Gepäck für drei Kin­der
Allein zel­ten ist für Kin­der an sich schon ein Aben­teu­er. Erst recht im Sequoia-Park nach einem Erd­be­ben. Anne Nes­bet hat sich aber noch viel mehr vor­ge­nom­men mit dem Roman „Wir gegen die Wild­nis“. Zu viel.

FAZ
Gerech­tig­keit ist eine uner­füll­ba­re Sehn­sucht
Wir sind doch alle ein wenig ticky-tacky: Pau­lus Hoch­gat­te­rer ver­setzt sich in sei­nem neu­en Roman in einen kör­per­lich schwer beein­träch­tig­ten, hoch­in­tel­li­gen­ten Jugend­li­chen.

FAZ
Was kann tris­ter sein als der All­tag in Ber­lin?
Beein­dru­ckend zum Davon­lau­fen: In Yade Yase­min Önders Roman „Anti Mül­ler“ kämpft eine Mitt­drei­ßi­ge­rin um eine Bezie­hung, für ihren Wunsch nach Fami­lie und ihren Drang nach Gebor­gen­heit.

Frank­fur­ter Rund­schau
Zum Tod von Erzäh­ler Péter Nádas: Mit und gegen die Text­mu­sik
Am 26. August starb der gro­ße unga­ri­sche Erzäh­ler Péter Nádas.

Frank­fur­ter Rund­schau
Eine Frau will nach oben
Caro­li­ne Wahl erzählt in „1999 Meter über dem Meer“ von einer bril­lan­ten Zufalls­hoch­stap­le­rin und lie­fert rou­ti­niert eine Kunst­be­triebs­par­odie ab.

Tages­spie­gel
Wie wird man trans König von Sach­sen, Cécil Lud­wig Röski?
Zwi­schen Reichs­bür­ger und quee­rer Sze­ne: Das ist die Idee hin­ter dem Roman von Cécil Lud­wig Röski, in dem das Nach-Wen­de-Sach­sen roy­al wird. Ein Gespräch über den Osten, Adels­fas­zi­na­ti­on und Humor als Bewäl­ti­gungs­stra­te­gie.

Die Zeit
Er erzähl­te vom Cha­os eines Zeit­al­ters
Péter Nádas ging es immer dar­um, die schwers­ten Mensch­heits­ver­bre­chen des 20. Jahr­hun­derts zu ver­ste­hen. Nun ist der unga­ri­sche Schrift­stel­ler gestor­ben.

Süd­deut­sche Zei­tung
Auf dem Mond läuft’s auch nicht bes­ser
Was pas­siert, wenn alle Res­sour­cen ver­sie­gen? „Mis­sita­lia“ von Clau­dia Durastan­ti ist Hei­mat­ro­man und wil­der Gen­re­mix, gewieft kom­po­niert und sen­sa­tio­nell gut geschrie­ben.

Süd­deut­sche Zei­tung
Der bes­te Diplo­mat muss ein Rät­sel blei­ben
Kei­nem Staats­mann wid­me­te Goe­the mehr Zei­len als Charles Mau­rice de Tal­ley­rand. Der Fran­zo­se fas­zi­nier­te den Dich­ter durch Undurch­schau­bar­keit, Reak­ti­ons­schnel­le. Und einen beson­de­ren Blick.

 

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Online seit: 27. August 2026

Zuletzt geän­dert: 27. Aug. 2026