Presseschau – 10. Juli 2026
NZZ
„Ein Wort genügt – und schon öffnen sich in der Luft die Tore“ – gelebte Literatur in der Ukraine
Das renommierte ukrainische Literaturfestival Meridian findet nicht am Stammsitz Czernowitz, sondern in Frontstädten statt. Dieses Jahr in Charkiw und Saporischja. Ein beklemmender Augenschein vor Ort.
Die Welt
Eine Leiche in Le Havre – und das Geheimnis eines ganzen Lebens
Sie müssen einen Toten identifizieren! Mit diesem Anruf von der Polizei beginnt „Brandung“ von Maylis de Kerangal. Es geht um Wellen, die über unser Leben hereinbrechen. Und wie eine Frau sich ihnen stellt. In Frankreich ein Bestseller.
Die Welt
Wie der Autor wieder zum Gott wurde
Literaturwissenschaftler feiern seit Jahrzehnten die Autonomie des Textes. Gleichzeitig erlebt der Autor im Romantasy-Zeitalter eine erstaunliche Wiederauferstehung. Er ist Gott, Dienstleister und bester Freund. Über eine heikle Beziehung.
FAZ
Sexuelle Selbstfindung einer vergangenen Epoche
Porträt eines Iraks, dem der Kolonialismus noch in den Knochen steckt: Najem Walis Roman „Ein Ort namens Kumait“ ist nach dreißig Jahren erstmals ins Deutsche übersetzt worden.
FAZ
Das allpolnische Programm für die Rettung des eigenen Arsches
Stoff für eine Fernsehserie: Der polnische Schriftsteller Maciej Siembieda hat mit „Katharsis“ eine historische Reportage überzeugend in den Mantel eines Spionagethrillers gepackt.
FAZ
Wie Fakten und Fiktion zusammenfanden
Das eigene Leben wurde ihm zum Musterfall des Indiviuums in der Gesellschaft. Henry Adams schilderte 1907 seinen Werdegang schillernd – der siebenundzwanzigste Teil der F.A.Z.-Serie „Amerika, wie es im Buche steht“.
FAZ
Der Autor war’s!
Aus Frankreich kommt ein Krimi, dessen Autor die gleichnamige Hauptfigur seines Romans von einem Felsen stürzt. „Das letzte Buch von Marceau Miller“ treibt das Spiel mit Realität und Fiktion auf die Spitze.
FAZ
Dieser lange, liebevolle Abschied von der Jugend
In den Vereinigten Staaten war „Herz König“ von Lily King ein Erfolg, jetzt erscheint die Dreiecksgeschichte von Jordan, Sam und Yash auch auf Deutsch. Ein schmerzhaft schöner Roman, der einen aber ratlos zurücklässt.
FAZ
Welche Rechte hat ein Sexklon?
Enno Stahl hat eine turbulente Rhein-Ruhr-Dystopie verfasst, die sich beim Science-Fiction-Genre bedient, aber interessante Fragen an die Gegenwart stellt.
FAZ
Porträt einer Kleinbürgerin von großer Klasse
Gnädige Haltung gegenüber einer grundgütigen Frau, die fast das ganze 20. Jahrhundert erlebt hat: Gerhard Henschels Roman „Oma Jever“ porträtiert auf der Grundlage ihrer Selbstzeugnisse das Leben seiner Großmutter.
FAZ
Der Khan hört gern Sopran
In ihrem Roman „Die Nachtigall des Zaren“ erzählt Christine Wunnicke das Leben des Kastraten Filippo Balatri. Und hebt damit einen echten Schatz: Die Biographie des Sängers ist eine wahre Tragikomödie.
Die Presse
Dichterin der Woche: Lorena Pircher
Lorena Pirchers neue Gedichte sind eindrückliche Bilder, die in allen Farben und unterschiedlichen Sprachen schillern.
Die Presse
Die Varianten des Sonnenlichts in Finnland
Simon Konttas führt im Roman „Nebel über den Feldern“ in die triste Provinz des glücklichsten Landes der Welt.
Die Presse
Im neuen Roman von Johanna Sebauer trifft ein Mann auf sein älteres Ich
In ihrem zweiten Roman „Popóm“ verwendet Johanna Sebauer ein altbekanntes literarisches Motiv auf: das des Doppelgängers.
Die Presse
Sensationserfolg über ein Dorf voller Wunder
In seinem preisgekrönten Roman „Pfingsten“ lässt der tschechische Autor Miroslav Hlaučo eine märchenhafte alte Zeit auf die neue Ära treffen.
Frankfurter Rundschau
Vom Muttersein
„Affenliebe“: Die Lyrikerin Lara Rüter erzählt aus dem Leipziger Pongoland. Von Kirsten Voigt.
Frankfurter Rundschau
Ein deutsches Doppelleben
Ein neues Buch zeigt die Metamorphose des SS-Hauptsturmführers Hans Ernst Schneider, der als Hans Schwerte zum Uni-Rektor und Vorzeigedemokraten konvertierte. Es schildert, wie Karrieren belasteter Nationalsozialisten verlaufen konnten.
Die Zeit
Kommst du mit aufs Klo, für eine Pause vom Patriarchat?
Denis Scheck machte sie zum Debattenthema, jetzt widmet sich ihr eine ganze Anthologie: ein Lob der Damentoilette
Die Zeit
Setzen, Sex
Jennette McCurdys böser Debütroman über eine Liebe zwischen Schülerin und Lehrer
Der Standard
Autor Gudarzi zum Iran: „Europa hat sich politisch immer unfähiger gemacht“
Der in Österreich lebende Amir Gudarzi über den erneuten Angriff der USA auf das iranische Regime, seine Erwartungen für Teherans Opposition – und warum sich die EU selbst ins Bein geschossen hat.
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Online seit: 9. Juli 2026
Zuletzt geändert: 10. Juli 2026
