Presseschau – 24. Juni 2026

Bach­mann­preis / Inge­borg Bach­mann im Film / Rekord­prei­se für Wut­he­ring Heights / Slaven­ka Dra­ku­lić / Nei­ge Sin­no / Edgar Allan Poe …

NZZ
Blick durch die Glas­schei­be – Slaven­ka Dra­ku­lić hat­te die Kraft und das Kön­nen, das Böse aus­zu­lo­ten, das sich im Jugo­sla­wi­en-Krieg ent­fal­te­te
Slaven­ka Dra­ku­lić besass in den neun­zi­ger Jah­ren den Mut, sich gegen den auf­ge­peitsch­ten Natio­na­lis­mus zu stel­len, der Kroa­ti­en erfasst hat­te. Ihre Repor­ta­gen über die Kriegs­ver­bre­cher­pro­zes­se in Den Haag sind emi­nent bedeut­sam. Nun ist sie im Alter von 76 Jah­ren gestor­ben.

Die Welt
„Die Män­ner sind alle krank, wuss­ten Sie das nicht?“
San­dra Hül­ler war schon alles, jetzt spielt sie die berühm­te Schrift­stel­le­rin Inge­borg Bach­mann. Gelun­gen ist das Film­por­trät, weil es eine gan­ze Lite­ra­tur­epo­che zum Klin­gen bringt. Mar­cel Reich-Rani­cki hat einen wenig schmei­chel­haf­ten Auf­tritt.

Die Welt
Wir laden Vögel mit unse­ren Hoff­nun­gen auf, aber auch mit unse­rem Hass“
Ein Vogel­füh­rer an der Spit­ze der Best­sel­ler­lis­te? Das ist dem „Book of Birds“ gelun­gen. Wir haben mit sei­nem Autor Robert Mac­far­la­ne gespro­chen. „Wenn wir den Men­schen im Vogel erken­nen“, sagt er, „erken­nen wir auch den Vogel im Men­schen.“

FAZ
Auf dem Weg zum Wal der Wale
Hor­ror oder Witz? Edgar Allan Poes See-Aben­teu­er des „Arthur Gor­don Pym“ ist Vor­läu­fer nicht nur von „Moby-Dick“ und selbst ein kunst­vol­les Rät­sel­werk – der 13. Teil der F.A.Z.-Serie „Ame­ri­ka, wie es im Buche steht“.

Die Pres­se
Tere­sa Kir­chen­gast: Ein Roman zum Wohl­füh­len und Nach­den­ken
Die stei­ri­sche Autorin und Kera­mik­künst­le­rin lie­fert mit ihrem neu­en Roman „Ana­to­mie der Gebor­gen­heit“ Trost­li­te­ra­tur „Made in A“

Die Pres­se
Tan­zen am Tiber – ein wun­der­ba­res Film­por­trät über Inge­borg Bach­mann
Zum 100. Geburts­tag von Inge­borg Bach­mann läuft ein neu­er Film der Regis­seu­rin Regi­na Schil­ling in den Kinos an: „Inge­borg Bach­mann – Jemand, der ein­mal ich war“ mit San­dra Hül­ler ist ein zar­tes und zugleich vehe­men­tes Por­trät.

Ber­li­ner Zei­tung
Die Frau, die heu­te Insta­gram und Tik­Tok kna­cken wür­de: „Sus­an Son­tag: Sehen und gese­hen wer­den“
Sus­an Son­tag war eine der wich­tigs­ten New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len. Jüdisch und bise­xu­ell. Viel ver­band sie mit Ber­lin. Auch das zeigt die groß­ar­ti­ge Aus­stel­lung im Schwu­len Muse­um.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Ich bin ein geüb­ter Zuhö­rer“
Rafik Scha­mi über das Sam­meln von Geschich­ten, über Syri­en und über die Anfän­ge und das Ende sei­ner Lese­rei­sen.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Die poli­ti­sche Dimen­si­on ihrer Gedich­te wur­de nicht zur Kennt­nis genom­men“
Bio­gra­fin Andrea Stoll über Inge­borg Bach­manns Wer­de­gang und Trau­ma­ta, ihre Stren­ge mit sich selbst, das Dra­ma ihrer Abhän­gig­keit – und die Miss­ver­ständ­nis­se um ihre Per­son.

Die Zeit
Es ist, als wür­de unse­re Fan­ta­sie ent­eig­net
Der Schrift­stel­ler Joshua Groß fei­er­te das Inter­net einst als offe­nen Gegen­raum. Heu­te erzeu­ge es nur noch Erschöp­fung. Aber es gibt auch etwas, das ihm Mut macht.

Der Stan­dard
Bach­mann-Preis mit Rede von Hel­ga Schu­bert eröff­net
Die Lesun­gen begin­nen am Don­ners­tag, die Preis­ver­ga­be erfolgt am Sonn­tag

Der Stan­dard
Das „Bach­mann­fie­ber“ geht um: Schrei­ben­de kom­men­tie­ren 50 Jah­re Bach­mann­preis
Am Mitt­woch­abend eröff­nen in Kla­gen­furt die Tage der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur zum 50. Mal. Wir baten ehe­ma­li­ge Teil­neh­men­de um Erin­ne­run­gen und Gedan­ken dazu

Süd­deut­sche Zei­tung
Ein Gegen­ent­wurf zur Auf­schrei-Rhe­to­rik
Die Fran­zö­sin Nei­ge Sin­no schreibt über The­men, zu denen es schein­bar kei­ne zwei Mei­nun­gen gibt – und denkt dann so lan­ge nach, bis kei­ne Gewiss­heit mehr übrig ist. In ihrem neu­en Roman „La Rea­li­dad“ ist der Kolo­nia­lis­mus dran.

Süd­deut­sche Zei­tung
Lite­ra­ri­sches Wert­pa­pier
Die Samm­ler sel­te­ner Bücher dro­hen aus­zu­ster­ben, doch man­che Exem­pla­re erzie­len Höchst­prei­se – Christie’s etwa ruft für die Erst­aus­ga­be von „Wut­he­ring Heights“ 400 000 Pfund auf. Über ein Para­do­xon des Mark­tes.

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Zuletzt geän­dert: 24. Juni 2026