Presseschau – 21. Juni 2026
NZZ
„Wir in zehn Jahren“: Der Anti-Instagram-Roman
Was machen die turbulente Weltlage und die Erwartungen ans Leben mit einer Patchworkfamilie? Das zeigt der neue Roman von Jessica Stanley ganz hervorragend.
NZZ
Abkehr von der Kriegsbegeisterung: Wie der Autor Meinrad Inglin sich selber fand
Zum ersten Mal wurde das frühe Tagebuch des Schweizer Schriftstellers ediert. Es erzählt von dem verzehrend intensiven Ringen um seine politischen und weltanschaulichen Positionen.
Die Welt
„Nazi-Deutschland braucht keine Soldaten, die nicht kämpfen“
Im Sommer 1943 wird Mussolini offiziell entmachtet, doch der Faschismus in Italien hält sich trotzdem noch zwei Jahre. Wie die Deutschen jetzt auf die Italiener herabsehen, das schildert Antonio Scurati im Finale von „M“.
Die Welt
Warum Ingeborg Bachmann nicht nur Opfer war
Erst Männermythos, dann „gefallene Lyrikerin“, später von den Gender Studies gefeiert: Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann sollte man kritisch Bilanz ziehen – und ihre eigene Inszenierung nicht vergessen.
Die Welt
Deutschland sucht die Hauptstadt des Buches
Mit S. Fischer verliert Frankfurt am Main den nächsten großen Publikumsverlag. Von der Hauptstadt des Buches ist bald nur noch die Buchmesse übrig. Doch der vermeintliche Nachfolger Berlin hat ein Problem.
FAZ
Monatelanges Herumsegeln stört das Raum-Zeit-Kontinuum
Läuft unser Leben linear ab, oder wiederholt sich alles? In diesem Spannungsfeld entsteht das Werk des polnischen Autors Szczepan Twardoch. Jetzt erscheint sein Roman „Sehnsucht“ auf Deutsch. Eine Begegnung in Pilchowice.
FAZ
Ein Palästinenser, der mit der Hamas abrechnet
Hamza Howidy protestierte gegen die Hamas, wurde gefoltert und floh. Nun lebt er geduldet in Deutschland und wirbt mit Israelis für Frieden. Sein Bericht bietet einen seltenen Einblick in das Innenleben des Gazastreifens.
FAZ
Sie verliert nie ihren moralischen Kompass
Ausbruch aus der häuslichen Tyrannei: Catharine Maria Sedgwicks „New-England Tale“ (1822) bietet Skizzen von Neuenglands Temperamenten und Sitten – die zehnte Folge der F.A.Z.-Serie „Amerika, wie es im Buche steht“.
Die Presse
Ganz Amerika weiß, dass ich keinen Papa habe
Der schwedische Autor Stig Dagerman hat beklemmendere Texte als Kafka geschrieben. Trotz seines frühen Todes war er ein Gigant der Literatur, wie der Band „Unser nächtlicher Badeort“ zeigt.
Die Presse
Dichterin der Woche: Claudia Bitter
Claudia Bitters Gedichte sind von Sprachwitz und Humor geprägt.
Die Presse
In Elfriedes Jelineks neuem Buch kämpfen Esel, Ratte und Wolf ums Geld
Elfriede Jelineks grandioser, tragikomischer Text „Unter Tieren“ triumphiert über die Ideologie des Turbokapitalismus und die grausame Absurdität des Finanzsystems.
Tagesspiegel
Tradwife-Bestseller „Yesteryear“: Frauenhass verkauft sich gut
Der Debütroman über eine Tradwife-Influencerin steht nach seinem Erfolg in Amerika nun auch in Deutschland auf Platz eins der Bestseller-Liste. Warum wollen alle dieses Buch lesen?
Tagesspiegel
Vor 90 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg: Hemingway, Orwell und Brandt ziehen in den Krieg
Im Spanischen Bürgerkrieg verteidigten Künstler und Intellektuelle die Republik. Paul Ingendaay erzählt in seinem auf Zeitzeugen-Erinnerungen beruhenden Buch „Entscheidung in Spanien“ vom Kampf der Literaten.
Tagessüiegel
Helmut Kraussers „Wer hat uns je geliebt?“: Endlich mal wieder ein guter Berlin-Roman
Wo ist der Kopf von Fritz Murnau geblieben? Helmut Krausser erzählt von Menschen in Berlin am Rande des Nervenzusammenbruchs und zwischen Liebe und Tod.
Frankfurter Rundschau
„Zu dem Wort ‚glücklich‘ kann ich nur schweigen“
„Die letzten Tage von Ingeborg“ – Fleur Jaeggys sehr persönliche Erinnerungen an Ingeborg Bachmann.
Berliner Zeitung
Ida Finks Roman „Die Reise“: Wenn Zwangsarbeit die Rettung ist
Die polnische Jüdin Ida Fink erzählte ihre eigene Geschichte mit diesem Buch. Es bedrückt und gibt kleine Hoffnungszeichen von Menschlichkeit.
Berliner zeitung
Sammelleidenschaft: Weskotts neues Lesebuch, Sodanns alte Schätze
Wie Bücher, die einst keiner mehr haben wollte, heute zu einem anderen Ost-West-Verständnis führen könnten. Eine Reise zu den Sammlern von Literatur aus der DDR.
Die Zeit
Frei und damit verloren
Berühmt wurde sie mit ihren Gedichten. Warum Ingeborg Bachmanns Wortlandschaften zum Schönsten gehören, was wir lesen können.
Die Zeit
„So nackert wollte ich eigentlich gar nicht sein“
Nach einem Schlaganfall wäre Renate Welsh fast verstummt. Im Gespräch erzählt die Kinderbuchautorin von der Macht der Bücher und ihrer Kindheit im Zweiten Weltkrieg.
Die Zeit
Wer war Ingeborg Bachmann?
Ihr Leiden, ihre Lyrik, ihr Mut und ihre Männer. Vier Bücher erzählen das Leben der Schriftstellerin neu.
Der Standard
Hundertsiebzig Gramm Hoffnung: Leon Engler über Ingeborg Bachmann utopisches Bewusstsein
Kaum eine andere Schriftstellerin hat den Abstand zwischen Ist- und Soll-Zustand so gründlich vermessen wie Ingeborg Bachmann, die am 25. Juni hundert Jahre alt geworden wäre
Der Standard
Neue Bücher zu Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag am 25. Juni. Ein Rundgang
Biografisches, Brüderliches, Korrespondenzen und ein sensibler Nekrolog. Eine Auswahl von Neuerscheinungen über die Dichterin Ingeborg Bachmann
Der Standard
Der Bachmann-Experte Hans Höller über die Bedeutung der Ausnahme-Schrifstellerin
Warum uns Ingeborg Bachmann heute immer noch fasziniert, das erklärt der Herausgeber der Salzburger Bachmann Edition Hans Höller im Gespräch
Der Standard
Elias Hirschl erhält den Düsseldorfer Literaturpreis
Die Auszeichnung für sein literarisches Gesamtwerk ist mit 20.000 Euro dotiert. Hirschls jüngster Roman „Schleifen“ wurde als „origineller Ideenroman“ gewürdigt
Süddeutsche Zeitung
Zu frei und zu klug für ihre Zeit
Ingeborg Bachmann war die Vorgängerin der Heterofatalistinnen von heute.
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Online seit: 21. Juni 2026
Zuletzt geändert: 21. Juni 2026
