Presseschau – 31. Mai 2026
Die Welt
„Dieses Land hat völlig verlernt, Prioritäten zu setzen“
Wenn Uwe Tellkamp spricht, sind deutsche Themen und Debatten nicht weit, egal ob es um Neo Rauch und Jonathan Meese geht – oder um eigene „Seelenruhe“ in kontroversen Zeiten. So trat Tellkamp in Sachsen-Anhalt auf.
FAZ
Unser Zauberer
Er schrieb „Timm Thaler“, „Henriette Bimmelbahn“, „Mein Urgroßvater und ich“ und brachte Generationen bei, warum wir die Welt erst verstehen, wenn wir sie bedichten. Zum hundertsten Geburtstag von James Krüss.
FAZ
Stochern in der Vergangenheit
Anne Berests Bestseller „Die Postkarte“ erzählte von der jüdischen Familie ihrer Mutter und gleichzeitig die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nun ist ihr Vater dran. Viel rum kommt dabei nicht.
FAZ
H. C. Artmann: „wo land und leut in eintracht hausen“
Die Herrschaft böser Narren ist vorüber: Ein Gedicht im Volksliedton über die Welt, wie sie einmal war und wie sie sein könnte, wenn Träume wahr würden.
FAZ
„KI wird die Schriftsteller ersetzen“
Yasmina Reza wurde in Zürich mit dem Frank-Schirrmacher-Preis ausgezeichnet. Dabei lässt die französische Schriftstellerin von Weltrang am liebsten ihre Figuren für sich sprechen.
FAZ
Eine Mutter, ihr Sohn und das Leben in Dojczland
In seinem Prosadebüt „Vom Fällen eines Stammbaums“ seziert der Frankfurter Lyriker Martin Piekar eine migrantische Mutter-Sohn-Beziehung. Das tut weh, ist sprachlich anspruchsvoll und jede Seite wert.
FAZ
Männerbürden und Männerbündnisse
In Michael Kleebergs neuem Buch begibt sich ein Literaturwissenschaftler namens Kleeberg auf die Spur des Lebens von Ernest Hemingway. Und findet auf Sizilien etwas, das bisher noch niemand richtig verstanden hat.
Die Presse
In Lucie Ricos Roman „GPS“ wird ein digitaler Punkt zur Obsession
Von der besten Freundin gibt es nur mehr einen Punkt am Handy in Lucie Ricos „GPS“.
Die Presse
Viktor Jerofejew über einen Diktator, der nicht genannt werden darf
Eine Art Archiv der Literatur für all jene Landes- und Leidensgenossen, die Russland verlassen haben, kann man bei Viktor Jerofejews Roman „Die neue Barbarei“ ausfindig machen.
Die Presse
Wer mit Ernst Jünger im Bett lag – das Erinnerungsbuch der französischen Autorin Banine
Banine, die französische Autorin aserbaidschanischer Herkunft, schrieb über ihre Erinnerungen an Ernst Jünger. Sie sind nun erstmals auf Deutsch erschienen.
Die Presse
Queere Schriftsteller zwischen Berlin, Capri und Tanger
Der Innsbrucker Amerikanist Benjamin Robbins legt die erste Kulturgeschichte des queeren Exils vor. Ihre Akteurinnen und Akteure definierten das Konzept des Kosmopolitismus neu.
Die Presse
Diese Frauen wollen überleben
17 Jahre nach ihrem Bestseller „The Help“ kehrt Kathryn Stockett in den Süden der USA zurück: Ihr Roman „Der Club der Unbeugsamen“ ist eine Wucht.
Frankfurter Rundschau
Die Frau, die liest
Petra Morsbach, die heute ihren 70. Geburtstag feiert, erzählt in „Orion“ aus dem Leben einer Gymnasiallehrerin. Mitreißender kann ein Roman nicht sein.
Frankfurter Rundschau
Bereitet euer Ohr auf böse Nachricht vor
„Die Haiteks oder Was kostet die Welt“: James Krüss, der am Sonntag 100 Jahre alt geworden wäre, erzählt von den ersten und letzten Tagen der Menschheit.
Tagesspiegel
Nach den Kaninchen kamen die rubinroten Gläser
Ein wundersamer Mann an einem wundersamen Ort: Florian Illies erzählt in seinem neuen Buch „Träume aus Feuer“ vom Wirken des Glasmachers und Alchimisten Johannes Kunckel auf der Berliner Pfaueninsel.
Tagesspiegel
Der kritische Geist, der nie Ruhe gab
Edgar Morin hat wie kaum ein anderer das intellektuelle Denken des 20. und frühen 21. Jahrhunderts geprägt. Nun ist der französische Philosoph und Soziologe im Alter von 104 Jahren gestorben.
Berliner Zeitung
„Die Möglichkeit einer Ordnung“: In diesem Roman ist der Baumarkt die Welt
Denis Pfabe erzählt von einem Mann, der unentwegt in Bewegung ist bei der Arbeit. Und von einer Frau, die auf erotische Abwege gerät.
Berliner Zeitung
Künstlertreffen in Aschersleben: Uwe Tellkamp eröffnet Ausstellung von Neo Rauch und Jonathan Meese
In der Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben wurde am Sonnabend die Ausstellung „Feine Herrschaft“ eröffnet. Für die Einführung sorgte der Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp.
Die Zeit
Reicht es, wenn ein Roman bedrückend ist?
Matthias Nawrat besichtigt eine dunkle Epoche der polnischen Geschichte.
Der Standard
Warum wir lesen sollten
Die Literaturwissenschafterin und Autorin Karin S. Wozonig über das Lesen (von Literatur, aber nicht nur). Ein Plädoyer
Der Standard
Autor Michal Hvorecký: „Mein Rat: Löscht eure Profile, lest Zeitungen und Bücher!“
Michal Hvorecký gilt als die wichtigste literarische Stimme der Slowakei. Ein Interview über sein Buch „Dissident“ und den Rückfall in autoritäre Strukturen in Europa
Süddeutsche Zeitung
Arne Semsrott soll doch in Magdeburger Stadtbibliothek lesen
Eine Lesung von Semsrott war in ein Kulturzentrum verlegt worden – zum Unmut des Autors selbst. Vorwürfe politischer Einflussnahme wies die Stadt zurück. Nach Gesprächen kommt es nun zur Kehrtwende.
Süddeutsche Zeitung
Alles so schön normal hier
Robert Seethaler ist auch mit seinem aktuellen Roman sofort ganz oben auf der Bestsellerliste eingestiegen. Aber dieses Buch ist anders als seine vorigen: „Die Straße“ schwebt ortlos und zeitlos über dem menschlichen Leben.
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Online seit: 31. Mai 2026
Zuletzt geändert: 31. Mai 2026
