Presseschau – 19. Mai 2026

Wie­so lesen auf ein­mal alle deut­sche Roma­ne? / Don DeL­il­lo und Lena Dun­ham / Ger­hard Ruiss / Vere­na Stauf­fer / Petra Mors­bach / Axel Matthes / Josef Wink­ler / Olga Flor …

NZZ
Dun­ham con­tra DeL­il­lo: über Exhi­bi­tio­nis­mus und Zurück­ge­zo­gen­heit von Schrift­stel­lern
Eine fik­ti­ve Auto­bio­gra­fie, ein gefei­er­tes Memoir: was man von Don DeL­il­lo und Lena Dun­ham über die Untie­fen des Lite­ra­tur­be­triebs ler­nen kann.

NZZ
Euro­pa, die Mut­ter aller Kata­stro­phen: Safae el Khan­nous­sis fes­seln­des Roman­de­büt

Als der Roman „Orop­pa“ in den Nie­der­lan­den erschien, wur­de er fre­ne­tisch bespro­chen und stürm­te die Best­sel­ler­lis­te. Tat­säch­lich ist der 31-jäh­ri­gen Autorin Safae el Khan­nous­si ein wider­spens­ti­ger lite­ra­ri­scher Wurf gelun­gen.

NZZ
Viel­leicht ist die Wirk­lich­keit so etwas wie ein Buch: Petra Mors­bachs Roman „Ori­on“ erzählt davon, was Lite­ra­tur alles kann
Auch im Gera­schel von Papier steckt der Sound des Daseins: Petra Mors­bach treibt ihren Roman «Ori­on» in sati­ri­sches Pathos hin­ein, um die absur­de Bana­li­tät des Lebens deut­lich wer­den zu las­sen.

FAZ
Schrift­stel­ler gegen Hege­mo­nie der rus­si­schen Spra­che
Exil­schrift­stel­ler aus dem ehe­ma­li­gen sowje­ti­schen Impe­ri­um grün­den die Orga­ni­sa­ti­on „PEN Spra­chen Russ­lands“. Sie wol­len die Hege­mo­nie der rus­si­schen Spra­che in ihren Län­dern bekämp­fen.

FAZ
Aus vier Män­ner­kör­pern wird ein Bild
Auf der gan­zen Welt fin­det sich Lie­be: zu ech­ten Män­nern, zu vir­tu­el­len Gefähr­ten, zur Male­rei. Vere­na Stauf­fers Künst­le­rin­nen­ro­man „Strah­len“ fragt auch nach den Fol­gen der Lei­den­schaft.

FAZ
Vom Mut, unan­ge­nehm zu sein
Rich­tungs­lo­ses, aber erns­tes Lesen: Axel Matthes hat den Ver­lag Matthes & Seitz erst auf­ge­baut. Und dann ver­lo­ren. Ein Besuch anläss­lich sei­nes neun­zigs­ten Geburts­tags.

FAZ
„Mar­lo­we leb­te gefähr­li­cher, aber Shake­speare leb­te län­ger“
Ein Gespräch mit dem ame­ri­ka­ni­schen Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Ste­phen Green­blatt über die Bedeu­tung des ­eng­li­schen Dra­ma­ti­kers Chris­to­pher Mar­lo­we. Und dar­über, war­um sei­ne Stü­cke uns gera­de heu­te so viel zu erzäh­len haben.

FAZ
Gute Grün­de statt ankla­gen­de Ver­ein­fa­chun­gen
Aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln wid­met sich Bern­hard Schlink dem Begriff der Gerech­tig­keit. Von Poli­tik über Recht­spre­chung bis zur indi­vi­du­el­len Tugend: Auf die mensch­li­che Urteils­kraft kommt es an.

FAZ
Eine Kind­heit unter Kühen
Die schwe­di­sche Schrift­stel­le­rin San­na Samu­els­son erzählt in ihrem Debüt­ro­man „Mel­ken“ von der Rück­kehr an den Ort der Kind­heit und einer Flucht vor der Gegen­wart.

FAZ
Rück­kehr in die häus­li­che Mise­re
Der düs­te­re Hei­mat­dich­ter: Josef Wink­ler erzählt wie­der vom Lei­den an dem Dorf, aus dem er stammt. Und erst­mals vom Schick­sal einer Frau, die ihm bei­stand. Es ist sei­ne älte­re Schwes­ter.

FAZ
Will­kom­men in der begeh­ba­ren Enzy­klo­pä­die
Die Her­zo­gin-Anna-Ama­lia-Biblio­thek in Wei­mar zeigt die Aus­stel­lung „Öffent­lich machen!“. Sie zeigt ein über das Haus gestreu­tes Alpha­bet, mit dem sich Ver­gan­gen­heit und Zukunft der Biblio­the­ken aus­buch­sta­bie­ren las­sen.

Boccaccio.cc
Das blaue Fami­li­en­al­bum
Eine Revue. Von Ger­hard Ruiss

Die Pres­se
Feli­ci­tas Pro­ko­petz: Neu­er Roman über blin­de Lie­be und spre­chen­de Raben
In Bezie­hun­gen ist es oft schwie­rig, ande­re zu ver­ste­hen. In „Schon schwank­te die Welt“ bringt ein jun­ger Lieb­ha­ber ein Fami­li­en­ge­fü­ge durch­ein­an­der.

Die Pres­se
War­um nicht eine arran­gier­te Ehe ein­ge­hen?
Kiran Desais epi­scher Roman „Die Ein­sam­keit von Sonia und Sun­ny“ liest sich wie eine Ouver­tü­re zum 21. Jahr­hun­dert. Unzäh­li­ge Haar­ris­se in der Gesell­schaft wach­sen sich spä­ter zu unüber­wind­ba­ren Grä­ben aus.

Tages­spie­gel
Wie gerät der Kot eines Mar­ders zwi­schen die Bücher von Hegel?
Judith Schal­an­sky erklärt in ihrem Buch „Mar­mor, Queck­sil­ber, Nebel“, wor­aus die Welt gemacht ist und wie sich die Kunst zu ihrem Mate­ri­al in Bezie­hung setzt.

Tages­spie­gel
Das Kaput­te, das Halt­lo­se und das Orgi­as­ti­sche fei­ern
Der Schrift­stel­ler und „Messer“-Musiker Hen­drik Otrem­ba erzählt in „Der Grä­ber“ vom letz­ten Men­schen auf der Erde, der sei­ne Bestim­mung in der Lie­be fin­det.

Frank­fur­ter Rund­schau
Eine Frau ver­ab­schie­det sich
Was kann sie schon machen? Auf­hö­ren kann sie. Hei­ke Geiß­lers gro­ßer Roman „Michae­la Kohl­haas“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Wer folgt auf Jen­ny Erpen­beck? Zwei Ber­li­ner Kan­di­da­ten für Boo­ker-Preis nomi­niert
Dani­el Kehl­manns „Licht­spiel“ und Shi­da Bazyars „Nachts ist es lei­se in Tehe­ran“ ste­hen auf der Short­list. Am 19. Mai abends fällt die Ent­schei­dung.

Die Zeit
Hel­fen die Ster­ne? Oder lügen sie?
Petra Mors­bach ist schwer nie­ren­krank. Die Haupt­fi­gur ihres neu­en Romans »Ori­on« auch. Ein Besuch bei bei­den

Die Zeit
Gegen die Wur­zeln kommt nie­mand an
Han­nah Häff­ner hat den Hei­mat­ro­man neu erfun­den.

Der Stan­dard
Olga Flor erhält Öster­rei­chi­schen Franz-Kaf­ka-Preis
Aus­zeich­nung wird am 19. Juni in Klos­ter­neu­burg über­ge­ben, der Odra­dek-Preis geht an Han­no Mil­le­si

Süd­deut­sche Zei­tung
Die Wun­de, die der Roman auf­reißt, ist ent­setz­lich
Tra­gisch-schön ist das Erwach­sen­wer­den 1972 in Ita­li­en in San­dro Vero­ne­sis meis­ter­haf­tem Roman „Schwar­zer Sep­tem­ber“. Doch dann begin­nen in Mün­chen die Olym­pi­schen Spie­le.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wie­so lesen auf ein­mal alle deut­sche Roma­ne?
Lan­ge hader­te die deutsch­spra­chi­ge Lite­ra­tur mit ihrer inter­na­tio­na­len Irrele­vanz. Jetzt sind Dani­el Kehl­mann, Shi­da Bazyar und Nelio Bie­der­mann plötz­lich über­all. War­um?

 

 

 

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Online seit: 19. Mai 2026

Zuletzt geän­dert: 19. Mai 2026