Presseschau – 16. Mai 2026

Lukas Bär­fuss / Inge­borg Bach­mann / Wie gro­ße Lite­ra­tur in klei­nen Län­dern ent­steht / Kiran Desai / Bir­git Birn­ba­cher / Kae Tem­pest / Karl Ove Knaus­gård …

NZZ
Lukas Bär­fuss und die Raben­mut­ter
„Die­se dum­me, ego­is­ti­sche, ver­rä­te­ri­sche, hure­ri­sche Schlam­pe“, schreibt Lukas Bär­fuss über sei­ne Mut­ter. Aber sein Zorn gilt nicht ihr, son­dern dem Mythos der Mut­ter­fi­gur. Und der sozia­len Käl­te. Und der Schweiz.

NZZ
Eine Top­ma­na­ge­rin muss im Umer­zie­hungs-Retre­at das Füh­len ler­nen – ein Roman im Zei­chen des Zeit­geists
Maxim Leos Roman „Ein­at­men. Aus­at­men.“ ist sprach­lich lax und fin­det kei­ne Hal­tung gegen­über dem dia­gnos­ti­schen Furor unse­rer Zeit.

FAZ
Ver­lau­fen und mit­ge­lebt
Für Hele­ne Imis­lunds Medi­ta­tio­nen braucht der Leser die rich­ti­ge Stim­mung: „Aller Din­ge Kern“ stellt klei­ne Schick­sa­le vor, die berüh­ren.

FAZ
All die mit­ein­an­der kon­kur­rie­ren­den Lie­bes­ob­jek­te die­ser Schrift­stel­le­rin
Zu Inge­borg Bach­manns hun­derts­tem Geburts­tag erschei­nen gleich drei gewich­ti­ge, wenn auch unter­schied­lich umfang­rei­che Bücher über ihr Leben und Ster­ben. Ver­fasst haben sie Andrea Stoll, Die­ter Bur­dorf und Fleur Jaeg­gy.

FAZ
Vom ver­schwie­ge­nen Krieg gegen die Armen
Das The­ma ver­lang­te eine neue Form: Lukas Bär­fuss erzählt in „Köni­gin der Nacht“ von sei­ner Mut­ter, aber dies­mal nicht mehr als Roman ver­brämt. Trotz­dem setzt das Buch dort an, wo vor drei Jah­ren die Geschich­te auf­hör­te.

FAZ
Wie gro­ße Lite­ra­tur in klei­nen Län­dern ent­steht
In Thes­sa­lo­ni­ki wer­den die lite­ra­ri­schen Chan­cen klei­ner Staa­ten in einer gro­ßen Welt dis­ku­tiert. Der Ehren­gast Bul­ga­ri­en und das „spa­ni­sche Phä­no­men“ sind Vor­bil­der. Auch deut­sche Lite­ra­ten sind anwe­send.

Die Pres­se
„Wai­sen­kind“: Eine jun­ge Israe­lin sucht sich selbst – und ihr Land
Die dra­ma­ti­sche Selbst­fin­dung einer jun­gen Frau wird in Galit Dahan Car­lib­achs packen­dem Roman „Wai­sen­kind“ auch zum Spie­gel ihres Hei­mat­lan­des Isra­el.

Die Pres­se
War­um nicht eine arran­gier­te Ehe ein­ge­hen?
Kiran Desais epi­scher Roman „Die Ein­sam­keit von Sonia und Sun­ny“ liest sich wie eine Ouver­tü­re zum 21. Jahr­hun­dert. Unzäh­li­ge Haar­ris­se in der Gesell­schaft soll­ten sich spä­ter zu unüber­wind­ba­ren Grä­ben aus­wach­sen.

Die Pres­se
Mit dem Vater wie­der Super Mario spie­len
Wie die Spie­le­kon­so­len der 1990er Jah­re eine Aus­flucht für eine tris­te Kind­heit bie­ten: Antho­ny Pas­se­rons „Jacky“.

Die Pres­se
Vom Gar­da­see bis an den Rand des Son­nen­sys­tems – ein Buch wie eine Wall­fahrt
Der Roman „Pas­sa­gen unter Glas“ von Mich­al Ajvaz erhebt die Sym­me­trie zum lite­ra­ri­schen Prin­zip und ist ein glit­zern­des Laby­rinth vol­ler Erzäh­lun­gen.

Die Pres­se
Dich­ter der Woche: Gérard Macé
Der 1946 in Paris gebo­re­ne Dich­ter und Foto­graf Gérard Macé ist im deutsch­spra­chi­gen Raum wenig bekannt. Sein Poe­sie ist eng mit dem Essay ver­wandt.

Die Pres­se
Mit die­sen Büchern füh­len wir uns gebor­gen: Sechs Emp­feh­lun­gen
Es häu­fen sich lite­ra­risch hoch­wer­ti­ge Bücher, die trös­ten, erhei­tern, uns wie eine Decke wär­men. Von Ste­wart O’Nan über Eliza­beth Strout bis Ben­ja­min Wood: Ein Lese­glück, für das es Bedarf gibt.

Frank­fur­ter Rund­schau
Roth­kos Weg
„Ein Leben lang gesucht“: Kae Tem­pest Roman erzählt von der Suche nach Geschlechts­iden­ti­tät. Und der Welt von heu­te.

Ber­li­ner Zei­tung
Wenn ein Kind nicht in die Nor­men passt
Bir­git Birn­ba­cher schreibt anteil­neh­mend und trot­zig über einen Sohn und sei­ne Mut­ter. Vie­le Fra­gen in die­sem wun­der­ba­ren Roman kann man sich selbst stel­len. Die Kri­tik.

Tages­spie­gel
„Sie ver­ach­te­te Men­schen mit Kin­dern“
Der Büch­ner-Preis­trä­ger Lukas Bär­fuss schreibt über sei­ne Mut­ter

Die Zeit
Mein Buch gehört mir
Frank­reich erlebt einen Auf­stand der Autoren. Sie kämp­fen gegen einen rechts­extre­men Unter­neh­mer und um ihre Rech­te. Doch es geht um viel mehr als den Lite­ra­tur­be­trieb.

Die Zeit
„Ich bin ein Über­le­ben­der“
Der Schwei­zer Schrift­stel­ler Lukas Bär­fuss wur­de als Kind schwer ver­nach­läs­sigt, mit 15 lan­de­te er auf der Stra­ße. Nun hat er ein Buch über sei­ne Mut­ter geschrie­ben. Ein Gespräch über die „Köni­gin der Nacht“.

Der Stan­dard
Arbeit oder Erbe? Die Autorin Sabi­ne Scholl über Ungleich­heit und Mil­li­ar­den­ver­mö­gen
Extre­mes Ver­mö­gen wird zu 84 Pro­zent durch Erb­schaft erwor­ben, nicht durch Erwerbs­ar­beit. Doch was pas­siert, wenn Men­schen spü­ren, dass sich Arbeit nicht lohnt?

Süd­deut­sche Zei­tung
Wir sind die ein­sams­ten Men­schen der Welt
Unver­bun­den­heit ist das bestim­men­de Gefühl unse­rer Zeit. Kiran Desai hat ihm mit „Die Ein­sam­keit von Sonia und Sun­ny“ ein Roman­epos gewid­met – das jeden betrifft, der in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren die Lie­be gesucht hat.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wie man kein Buch schreibt
Sie träu­men davon, einen Roman zu ver­fas­sen? Oder Buch­ver­la­ge mit Ihren Lebens­er­in­ne­run­gen zu beläs­ti­gen, von denen Freun­de Ihnen sagen, Sie soll­ten sie unbe­dingt ver­öf­fent­li­chen? Beach­ten Sie bit­te fol­gen­de Regeln, wie es garan­tiert nicht klappt.

Stutt­gar­ter Zei­tung
„Are­nd­al“ – Das Deli­ri­um einer Win­ter­nacht
Im fünf­ten Band von Karl Ove Knaus­gårds „Morgenstern“-Reihe geht das gro­ße exis­ten­zi­el­le Rin­gen um die letz­ten Wahr­hei­ten wei­ter: am Schei­de­weg zwi­schen Lie­be und Loya­li­tät.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Kei­ne Klö­ße für den Lieb­ha­ber
Lola Randl schriebt in ihrem neu­en Buch „Der leben­de Beweis“ über die ver­geb­li­che Suche nach Glück in der Pro­vinz.

 

 

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Online seit: 16. Mai 2026

Zuletzt geän­dert: 16. Mai 2026